Geprägt waren die vergangenen Handelstage insbesondere durch die Hoffnung auf einen Deal im Handelsstreit zwischen den USA und bedeutenden Volkswirtschaften wie etwa der EU. Doch ob es zu einem Last-Minute-Deal spätestens zum 9. Juli kommt, bleibt abzuwarten. Angesichts robuster US-Arbeitsmarktdaten dürften die Zinssenkungsfantasien in den USA an Schwung verloren haben. Allerdings könnten auf der Gegenseite die Rezessionssorgen in der größten Volkswirtschaft etwas kleiner geworden sein.
Feiertagsbedingt (Unabhängigkeitstag) bleibt die Wall Street in den Vereinigten Staaten am heutigen Freitag allerdings geschlossen.
DAX
Quelle: TradingView
Deutsche Inflation fällt auf 2,0 Prozent – ISM-Index für verarbeitendes Gewerbe in den USA besser als gedacht
Beachtung fanden am Montag die vorläufigen Inflationsdaten für die Bundesrepublik Deutschland. Mit einer Teuerungsrate von 2,0 Prozent wurden die im Vorfeld getätigten Erwartungen (2,2 Prozent) unterboten. Im Mai lag der Preisdruck hierzulande bei 2,1 Prozent.
Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA fiel am Dienstag mit 49 Punkten besser aus als erwartet (48,8 Punkte), nach zuvor 48,5 Zählern.
Zur Wochenmitte stachen die ADP-Beschäftigungsdaten hervor, welche mit minus 33.000 Stellen in der Privatwirtschaft für Aufsehen sorgten. Erwartet wurden im Vorfeld 95.000 Einheiten, nach 29.000 Stellen im Mai.
US-Arbeitsmarktdaten deutlich besser als gedacht – Arbeitslosenquote sinkt auf 4,1 Prozent
Wegen des heutigen Feiertags in den USA wurden bereits am Donnerstag die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) publik. Außerhalb der Landwirtschaft konnten insgesamt 147.000 neue Stellen geschaffen werden und damit deutlich mehr als im Vorfeld von Ökonomen erwartet (110.000), nach insgesamt 139.000 Stellen im Monat zuvor. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank in diesem Zusammenhang auf 4,1 Prozent, nach 4,2 Prozent im Mai. Erwartet wurde eine Quote von 4,3 Prozent.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor konnte wie das Pendant zum verarbeitenden Gewerbe mit 50,80 Punkten ebenfalls besser ausfallen als gedacht (50,50 Zähler), nach 49,90 Punkten im Vormonat. Damit liegt besagter Index wieder über der Wachstumsschwelle von 50 Einheiten.
Die Erzeugerpreise im Euroraum sind im Mai weiter zurückgegangen, allerdings nicht mehr so schnell wie in den Monaten zuvor. Im Industriesektor sanken diese um 0,6 Prozent (gegenüber dem April), nach -2,2 Prozent im April bzw. -1,7 Prozent im März.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView




