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Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: Streit zwischen Trump und Musk eskaliert – EZB und NFPs im Fokus

Geprägt war die vergangene Handelswoche neben den Handelsstreitigkeiten insbesondere durch die EZB-Sitzung sowie durch einen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk. Zum Wochenabschluss warten auf Anleger die Non-Farm Payrolls.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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06.06.2025, 12:22 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Geprägt war die vergangene Handelswoche neben den Handelsstreitigkeiten insbesondere durch die EZB-Sitzung sowie durch einen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk. Zum Wochenabschluss warten auf Anleger die Non-Farm Payrolls.

DAX

Quelle: TradingView

50 Prozent Strafzölle auf US-Importe auf Stahl und Aluminium treten in Kraft

In puncto Handelsstreit ist am Mittwoch wie erwartet die Verdoppelung der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium in die USA in Kraft getreten. Bereits in der vergangenen Woche hatte der US-Präsident neue Zölle angekündigt. Laut Erklärung gehe es darum „wirksamer gegen ausländische Länder vorzugehen, die weiterhin überschüssigen Stahl und Aluminium zu niedrigen Preisen in den Vereinigten Staaten abladen“. Trotz zwischenzeitlicher Entspannungssignale im Zollkonflikt dürften Anleger weiterhin die erratische Handelspolitik seitens Donald Trumps fürchten.

Konflikt zwischen Donald Trump und Elon Musk beschäftigt Anleger

Am Donnerstag war es der eskalierende Streit zwischen Trump und Musk, welcher die Märkte rund um den Globus beschäftigte. Der US-Präsident und der Tech-Milliardär hatten sich gegenseitig mit Vorwürfen überzogen, was nicht zuletzt auch die Tesla-Aktie zwischenzeitlich um über 14 Prozent nach unten drückte. Als Auslöser des Streits gilt ein Gesetzentwurf, welcher dem Senat vorliegt und umfassende Steuer- und Ausgabenreformen vorsieht. Gleichzeitig würde allerdings die Staatsverschuldung um mehrere Billionen US-Dollar erhöht werden.

ISM-PMI-Index für verarbeitendes Gewerbe in den USA unter den Erwartungen - Euro-Inflation tiefer als gedacht

Der ISM-PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe lag mit 48,5 Punkten unter den im Vorfeld getätigten Schätzungen (49,5 Punkte).

Beachtung fanden auch die vorläufigen europäischen Verbraucherpreisdaten. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Teuerung um 1,9 Prozent und damit weniger stark als gedacht (2,00 Prozent). Gleichzeitig lag die Rate damit unter der eigentlich angestrebten 2,0-Prozent-Schwelle seitens der EZB.

Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey) notierten mit 7,19 Millionen Stellen im Monat April deutlich über den Erwartungen (7,10 Millionen). Besagten Daten geben die offenen Stellen am Markt wieder, welche bis zum letzten Werktag des Monats gezählt werden.

Auch die ADP-Beschäftigungsdaten, welche in der Regel einen ersten Vorgeschmack auf die NFPs abgeben, lagen mit 37.000 neuen Stellen deutlich unter den im Vorfeld getätigten Schätzungen (115.000 Einheiten), nach 62.000 Stellen im April.

Das Pendant zum ISM-Index für den Servicesektor notierte mit 49,9 Zählern ebenfalls unter den Erwartungen (52) Punkten) und damit unter der bedeutenden Wachstumsschwelle von 50 Einheiten.

EZB senkt Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte – Zinspause im Juli möglich

Wie im Vorfeld erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstagnachmittag den für den Finanzmarkt maßgeblichen Einlagensatz um weitere 25 Basispunkte auf eine Spanne von 2,0 Prozent nach unten korrigiert und damit zum achten Mal seit Mitte 2024 an den Zinsschrauben abwärts gedreht. "Ich bestätige hier jetzt nicht eine Pause", so EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
"Und wir sind auf Basis des aktuellen Zinspfads und der von uns beschlossenen Senkung um 25 Punkte gut positioniert, um den auf uns zukommenden Unsicherheiten begegnen zu können.“ Gleichzeitig betonte Lagarde, dass die EZB an ihrem datenabhängigen Ansatz festhalten und von Sitzung zu Sitzung entscheiden werde. Auf der nächsten planmäßigen Notenbanksitzung im Juli wird am Finanzmarkt derzeit eine Chance in Höhe von 80 Prozent taxiert, dass es zu einer Zinspause kommt.

US-Arbeitsmarktdaten runden Handelswoche ab – Ökonomen erwarten Einbruch des Jobmarkts

Zum Wochenabschluss dürften Anleger insbesondere der Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts (Non-Farm Payrolls) entgegenfiebern (14:30 Uhr). Aktuellen Schätzungen zufolge erwarten Ökonomen ein Stellenplus in Höhe von 130.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft, nach 177.000 Einheiten im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte weiterhin bei 4,2 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat verweilen.

Dow Jones Industrial Average Index

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Quelle: TradingView

Tesla

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Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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