Das Hickhack im Handelsstreit hat Anleger dies- und jenseits des Atlantiks in den vergangenen Handelstagen verstärkt umgetrieben. Neben vereinzelten Konjunkturdaten waren es insbesondere die NVIDIA-Quartalszahlen, welche wie erwartet die Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Am heutigen Freitag warten abschließend Preisdaten für die Bundesrepublik Deutschland als auch für die USA auf Investoren.
DAX
Quelle: TradingView
US-Berufungsgericht kassiert Entscheidung des Gerichts für internationalen Handel
Am Donnerstag hat ein US-Gericht die durch Donald Trump verhängten Handelszölle blockiert. 30 Minuten vor Börsenschluss hatte jedoch ein Berufungsgericht für eine Rolle rückwärts gesorgt, sodass Trump zumindest vorerst Zölle auf Importe in die USA erheben darf. Im Zweifel könne bis vor den Supreme Court gezogen werden, hieß es aus Sicht der Regierung.
Zuvor brachte ein Urteil des für den internationalen Handel zuständigen US-Gerichts in New York hervor, dass Trump in puncto Zölle seine Befugnisse überschritten hätte.
Anleger begrüßen Aufschub der Strafzölle auf Importe gegen die Eurozone
Während die Börsenpforten feiertagsbedingt zu Wochenbeginn in den USA und Großbritannien geschlossen blieben, begrüßten Anleger hierzulande die Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und der EU. Vor einer Woche hatte Trump der EU noch mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent auf entsprechende Importe ab dem 1. Juni gedroht, welche jedoch wenige Tage später bis zum 9. Juli auf Eis gelegt wurden.
GfK-Konsumklima hellt sich nur leicht auf – „FOMC-Minutes“ unspektakulär
Wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten hervorging, hat sich das GfK-Konsumklima in Deutschland nur leicht verbessert, welches damit weiterhin auf niedrigem Niveau verharrt. Für Juni 2025 kletterte der Indikator um 0,9 Punkte auf minus 19,9 Zähler. So nahm die Sparneigung der Konsumenten im Mai um 1,6 Punkte auf 10 Zähler zu.
Indes brachten die im Vorfeld mit Spannung erwarteten “FOMC-Minutes“ am Mittwochabend nahezu keine neuen Erkenntnisse hervor.
US-BIP zieht gegenüber dem Vorquartal (annualisiert) um 0,2 Prozent zurück
Wie die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zum US-BIP zeigten, signalisierte eine zweite Schätzung den lädierten Zustand der US-Wirtschaft. Im ersten Quartal 2025 ging das BIP zum Vorquartal um 0,2 Prozent (annualisiert) zurück, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Im vierten Quartal 2024 hatte das BIP noch um 2,4 Prozent zulegen können. Dabei dürften sich die Auswirkungen des durch Donald Trumps angezettelten Handelsstreits noch nicht vollständig niederschlagen.
Am heutigen Nachmittag sollten Anleger die vorläufigen Inflationsraten hierzulande (14:00 Uhr) als auch den sogenannten „PCE-Deflator“ für die persönlichen Konsumausgaben im Auge behalten (14:30 Uhr), welche wichtige Teuerungssignale senden könnten.
NVIDIA steigert Umsatz um fast 70 Prozent und trotz Problemen im Chinageschäft
Indes konnte der KI-Chiphersteller NVIDIA im vergangenen Quartal (gegenüber dem Vorjahresquartal) seinen Umsatz um 69 Prozent auf rund 44 Milliarden Dollar steigern, wie aus den am Mittwoch publizierten Zahlen nach US-Börsenschluss hervorging. Im Vergleich zum Vorquartal notiert damit ein Plus von zwölf Prozent auf dem Papier.
Der Gewinn kletterte gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 25 Prozent auf fast 18,8 Milliarden Dollar, womit die Erwartungen an der Wall Street übertroffen werden konnten. Damit trotzt NVIDIA den Schwierigkeiten im Chinageschäft.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView
NVIDIA

Quelle: TradingView




