Die Sorge vor einer Neuverschuldung der USA hat Anleger in der zweiten Wochenhälfte verstärkt umgetrieben. Ein umstrittenes US-Steuerpaket hatte jüngst im US-Repräsentantenhaus eine wichtige Hürde genommen. Neben den ohnehin schwelenden Handelsstreitigkeiten waren es hierzulande der ifo-Geschäftsklimaindex und frische Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt, welche die Stimmung aufhellten. Am vergangenen Dienstag hat das Frankfurter Börsenbarometer zudem erstmals in der Geschichte die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke erklimmen können.
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„Big Beautiful Bill“ nimmt wichtige Hürde im Repräsentantenhaus – Sorge vor Verschuldung nimmt zu
Die Republikaner haben mit ihrer knappen Mehrheit die Steuersenkungspläne (Big Beautiful Bill) von US-Präsident Donald Trump eine wichtige Hürde im Repräsentantenhaus genommen. Allerdings müssen besagte Pläne noch durch den Senat durchgewunken werden. Mehrere republikanische Senatoren wollen etwa noch Änderungen an dem Gesetz vornehmen, so der US-Sender CNN. Insgesamt sollen Steuererleichterungen in Höhe von 4,5 Billionen US-Dollar verlängert werden, welche bereits in der ersten Amtszeit Trump im Jahr 2017 durchgesetzt worden waren.
China-Daten fallen gemischt aus – Fed-Vertreter Bostic sorgt sich wegen steigender Inflation
Zu Wochenbeginn waren es chinesische Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte, welche Beachtung fanden. Während die Einzelhandelsumsätze mit 5,10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat weniger stark anstiegen als gedacht (5,50 Prozent), konnte die Industrieproduktion mit 6,10 Prozent die Erwartungen übertreffen (5,50 Prozent).
Zudem kam es in dieser Woche immer wieder zu Äußerungen verschiedener Fed-Vertreter. So sagte etwa Raphael Bostic der Atlanta Fed am Montag, dass die Zentralbank wegen der Besorgnis über die steigende Inflation, welche durch höhere Importsteuern befeuert wird, die Zinsen für das laufende Jahr womöglich nur um einen Viertelprozentpunkt senken könne.
ifo-Index steigt zum fünften Mal in Folge – höchster Stand seit Juni 2024
Publik wurde der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex am Donnerstag. In den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich die Stimmung im Monat Mai etwas verbessert. Um 0,6 Punkte auf 87,5 Zähler zog besagter Index an und damit das fünfte Mal in Serie sowie gleichzeitig auf den höchsten Stand seit vergangenem Juni.
Deutsches BIP legt doppelt so stark zu wie gedacht – Hoffen auf Aufschwung
Am Freitagmorgen sorgten neue Zahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hierzulande für Aufsehen. Denn die deutsche Wirtschaft hat zu Jahresanfang doppelt so stark zulegen können wie im Vorfeld gedacht. Von Januar bis März legte das BIP um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Auch wenn der Wirtschaftsdatenkalender in dieser Woche vergleichsweise unspektakulär ausfällt, warten am Nachmittag mit den Fed-Vertretern Jeffrey Schmid (Kansas) und Alberto Musalem (St. Louis/ 14:35 Uhr) sowie Gouverneurin Lisa Cook geldpolitische Impulse auf Anleger.
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Quelle: TradingView



