Eines der zentralen Themen stellten für Anleger dies- und jenseits des Atlantiks abermals die Entwicklungen im Handelsstreit dar. Insbesondere das Aufatmen im Zollkonflikt zwischen den USA und China hat den Risikoappetit der Marktakteure zum Leben erweckt, auch wenn Fragezeichen weiterhin bestehen bleiben. Dass der Preisdruck in den Vereinigten Staaten weiter nachgelassen hat, könnte die allgemeinen Zinssenkungsfantasien befeuert haben. In der Berichtssaison hatte es zumindest hierzulande immer wieder frische Impulse gegeben.
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Handelsstreit zwischen den USA und China: Strafzölle gehen gegenseitig um 115 Prozentpunkte zurück
Die Annäherung im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat weltweit für Entspannung gesorgt. Insgesamt hatten sich am vergangenen Wochenende beide Parteien darauf geeinigt, die gegenseitigen Zölle um jeweils 115 Prozentpunkt zu senken. Peking verlangt nun für Importe aus den USA zehn Prozent, statt zuvor 125 Prozent. Die USA setzen nun auf einen Zoll von 30 Prozent für chinesische Importe, nach zuvor 145 Prozent. Allerdings gelte die Regelung seit Mittwoch lediglich vorübergehend für 90 Tage.
US-Inflation sinkt – Zinssenkungsfantasien könnten an Fahrt aufgenommen haben
Die US-Verbraucherpreise sind im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,30 Prozent gestiegen und damit weniger stark als im Vorfeld von Ökonomen geschätzt (2,40 Prozent), nach ebenfalls 2,40 Prozent im März.
Zur Wochenmitte waren es die deutschen Inflationsdaten, welche Anleger aufatmen ließen. Hierzulande haben sich die Preise im April weniger stark verteuert als in den Monaten zuvor. Mit 2,1 Prozent lag die Teuerungsrate auf dem niedrigsten Wert seit Oktober, nach 2,2 Prozent im März und 2,3 Prozent in den beiden vorherigen Monaten.
EU-BIP wächst weniger stark – US-Erzeugerpreise ebenfalls rückläufig
Am Donnerstag sorgte das EU-Bruttoinlandsprodukt für Aufsehen, welches gegenüber dem Vorquartal um 0,30 Prozent anzog und damit weniger stark als gedacht (0,40 Prozent).
Die Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten konnten im Monatsvergleich um lediglich 0,10 Prozent zulegen und damit etwas besser als erwartet (0,00 Prozent), nach allerdings einem Plus von 1,40 Prozent im Vormonat.
Den nachlassenden Inflationstrend bestätigten die US-Erzeugerpreise (exklusive Energie und Nahrungsmittel), welche um 3,10 Prozent im Jahresmonatsvergleich anzogen und damit so hoch lagen wie erwartet, nach 3,30 Prozent im März.
In einem insgesamt überschaubaren Wirtschaftskalender blicken Anleger abschließend heute noch auf die vorläufigen Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Uni Michigan (16:00 Uhr).
Siemens mit Aufschwung in China
Der Technologiekonzern Siemens hat im Reich der Mitte mehr Aufträge eingesammelt und hält auch an seiner Prognose angesichts der konjunkturellen Unwägbarkeiten fest. Im industriellen Geschäft stieg der Gewinn im abgelaufenen Quartal um 29 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 19,8 Milliarden Euro.
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