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Wochenrückblick DAX und Wall Street: Powell bewegt – EZB liefert wie erwartet

Der Handelsstreit hat Anleger wie erwartet in den vergangenen Tagen nicht losgelassen. Gleichzeitig sahen sich Marktteilnehmer punktuell immer wieder mit wichtigen Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks konfrontiert. Auch die an Fahrt aufnehmende US-Berichtssaison hat für Aufsehen gesorgt.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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18.04.2025, 16:47 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Der Handelsstreit hat Anleger wie erwartet in den vergangenen Tagen nicht losgelassen. Gleichzeitig sahen sich Marktteilnehmer punktuell immer wieder mit wichtigen Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks konfrontiert. Auch die an Fahrt aufnehmende US-Berichtssaison hat für Aufsehen gesorgt.

DAX

Zollstreit lässt Anleger weiterhin nicht los – Unsicherheiten bleiben

Trump hatte Anfang April Zölle gegen nahezu alle Länder verhängt. Für Importe aus der EU waren etwa 20 Prozent vorgesehen. Nach größeren Turbulenzen an den Aktienmärkten entschied sich Trump zunächst eine Zollpause für viele Staaten für 90 Tage lang zu gewähren, - China allerdings ausgenommen.
Unter dem Strich dürfte der Markt weiterhin auf Gespräche und entsprechende Kompromisslösungen zwischen den USA und wichtigen Volkswirtschaften wie etwa der EU und China hoffen.

ZEW-Index fällt auf tiefsten Stand seit Juli 2023 – Unsicherheit wegen Zollstreit

Die ZEW-Umfrage für die Konjunkturerwartungen brach indes noch stärker ein als im Vorfeld erwartet. Der durch US-Präsident Donald Trump initiierte Zollstreit sorgt hierzulande für Zweifel, dass es zu einem Aufschwung kommt. Besagter Index war im April um 65,6 Punkte auf minus 14 Einheiten eingebrochen. Zuletzt notierte das Barometer im Juli 2023 tiefer. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Rückgang auf plus 9,5 Punkte gerechnet.

EU-Inflation fällt auf 2,2 Prozent zurück – Powell sieht Folgen des Zollstreits „größer als erwartet“

Die Verbraucherpreise in der Eurozone fielen indes auf 2,2 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat), nach 2,3 Prozent im Februar.
"Die bisher angekündigten Zollerhöhungen sind deutlich größer als erwartet, und das Gleiche dürfte für die wirtschaftlichen Auswirkungen gelten, zu denen eine höhere Inflation und ein langsameres Wachstum gehören werden", so Jerome Powell am Mittwochabend vor dem Economic Club in Chicago.

EZB senkt Zinsen um 25 Basispunkten

Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag an den Zinsschrauben um einen Viertelprozentpunkt nach unten gedreht. Der für den Finanzmarkt maßgebliche Einlagezinssatz notiert damit bei 2,25 Prozent. Damit senkt die EZB zum siebten Mal seit Mitte 2024 die Zinsen.

"Der Disinflationsprozess schreitet gut voran", so der EZB-Rat. "Insbesondere in der gegenwärtigen Situation, die von außergewöhnlich hoher Unsicherheit geprägt ist, wird die Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses von der Datenlage abhängen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen.“

Dow Jones Industrial Average Index

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Quelle: TradingView

Netlifx mit Gewinn und Umsatz über den Erwartungen

In der Berichtssaison stachen etwa die Zahlen des US-Streamingdienstleisters Netflix am Donnerstag hervor. Im abgelaufenen Quartal erzielte das Unternehmen einen Gewinn und Umsatz über den Erwartungen. Auch der Ausblick fiel optimistisch aus. So lag der Umsatz bei 10,54 Milliarden Dollar und der Gewinn pro Aktie bei 6,61 Dollar (Schätzung: 5,71 Dollar). Für April bis Juni rechnet Netflix mit einem Umsatz von 11,04 Milliarden Dollar.

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Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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