Ihr Broker für den weltweiten Handel

Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: Trump kündigt Zollpause für zahlreiche Länder an – US-Inflation sinkt deutlich überraschend

Die vergangenen Handelstage waren insbesondere geprägt durch die hochdynamischen Entwicklungen im Zollstreit. Die erneute Eskalation im Zollkonflikt hatte wie in der vergangenen Woche zu einer erhöhten Volatilität an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks geführt. Trotz der Ankündigung einer 90-tägigen Zollpause für zahlreiche Länder durch Donald Trump scheint der Konflikt mit China weiter zu…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
·
11.04.2025, 11:04 Uhr
·
Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Die vergangenen Handelstage waren insbesondere geprägt durch die hochdynamischen Entwicklungen im Zollstreit. Die erneute Eskalation im Zollkonflikt hatte wie in der vergangenen Woche zu einer erhöhten Volatilität an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks geführt. Trotz der Ankündigung einer 90-tägigen Zollpause für zahlreiche Länder durch Donald Trump scheint der Konflikt mit China weiter zu eskalieren. Ebenfalls für Gesprächsstoff haben wie erwartet die US-Verbraucherpreisdaten gesorgt.

DAX

Quelle: TradingView

Handelskonflikt zwischen USA und China spitzt sich weiter zu

US-Präsident Donald Trump hat den Großteil seiner angekündigten Strafzölle für 90 Tage auf Eis gelegt und zumindest temporär Erleichterung initiiert. Auch die EU hatte als Reaktion darauf ihre bereits angekündigten Strafzölle ebenfalls für den gleichen Zeitraum zurückgezogen.
Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat sich allerdings weiter zu gespitzt. Trump kündigte an insgesamt 145 Prozent Zölle auf chinesische Waren einführen zu wollen. China plane ab Samstag nach Angaben des Finanzministeriums in Peking Zölle in Höhe von 125 Prozent auf US-Waren. Der Handelsstreit zwischen beiden Ländern könnte sich auch in der kommenden Woche weiter hochschaukeln.

EU-Einzelhandelsumsätze mit Lichtblick – Fed-Mitschriften signalisieren „vorsichtigen Ansatz“

Zu Wochenbeginn signalisierten die Einzelhandelsumsätze für die Eurozone eine aufstrebende Tendenz. Gegenüber dem Vorjahresmonat legte der Sektor um 2,30 Prozent zu und damit stärker als gedacht (1,80 Prozent), nach 1,50 Prozent im Vormonat.

Aus den am späten Mittwochabend veröffentlichten Fed-Mitschriften ging hervor, dass die US-Notenbank bereits vor der Eskalation des Handelskonflikts auf eine behutsame Gangart eingestallt war. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Entwicklungen veranlasste die Fed demnach zu einem „vorsichtigen Ansatz“.

Powell hatte zuletzt betont, dass die Strafzölle die Inflation befeuern könnten. Allerdings sei es noch zu früh, um sagen zu können, welcher geldpolitische Kurs der richtige sein werde, hieß es.

US-Inflation sinkt überraschend stark – Zinssenkungsfantasien nehmen an Fahrt auf

Die US-Verbraucherpreise sind im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,40 Prozent gestiegen und damit deutlich langsamer als im Februar (2,80 Prozent). Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Plus von 2,6 Prozent gerechnet.

Für die Kernrate der Inflation, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, ging es im gleichen Zeitraum um 2,80 Prozent nach oben nach 3,10 Prozent im Vormonat. Gerechnet wurde hier im Vorfeld mit einer Rate von 3,0 Prozent.

Insgesamt könnten die Zinssenkungsfantasien somit Schwung erhalten haben. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnet aktuell mit einer Chance von 31,2 Prozent, dass es zu einer Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der Mai-Sitzung kommt. Für besagtes Szenario hatte die Wahrscheinlichkeit am Mittwoch noch bei 20,4 Prozent gelegen.

Von Interesse dürften am letzten Handelstag der Woche auch die US-Erzeugerpreise sein, welche möglicherweise erneut wichtige Inflationssignale abgeben könnten (14:30 Uhr).

Das Verbrauchervertrauen (Reuters/ Uni Michigan) rundet die Handelswoche aus Sicht des Wirtschaftskalenders ab (16:00 Uhr).

US-Berichtssaison startet mit Bankensektor – Zahlen von BlackRock ebenfalls erwartet

Im Auge behalten sollten Anleger am letzten Handelstag zudem auch den Startschuss zur US-Berichtssaison. Erwartet werden die Zahlen der abgelaufenen Geschäftsquartale von JP Morgan, Wells Fargo, Morgan Stanley sowie der Bank of New York Mellon. Auch der Vermögensverwalter BlackRock legt seine Zahlen vor.

Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
Alle Beiträge von Timo Emden

Das Depot für Ihre Bedürfnisse

Direkt loslegen

Über CapTrader stehen Ihnen vielfältige Kontotypen für Ihre individuellen Ansprüche zur Auswahl.
Einzel- oder Gemeinschaftsdepot
Familiendepot
Firmendepot
DEPOT ERÖFFNEN

Unverbindlich ausprobieren

Mit einem Demokonto gewinnen Sie einen Eindruck der Plattformen und testen das Trading von Aktien weltweit über CapTrader mit “Spielgeld”.
Keine Verbindlichkeit
Kostenfrei
Keine Frist
DEMOKONTO ERÖFFNEN

Weitere Research-Beiträge

Alle Research-Beiträge
E-Mail:

info@captrader.com

E-Mail schreiben

Telefon:

Hotline (Deutschland)
0800-8723370

Hotline (International)
00800-08723370

Weitere Kontaktmöglichkeiten