Geprägt waren die vergangenen Tage insbesondere durch die offizielle Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trumps. Neben der Publikation vereinzelter Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks sorgte auch die Berichtssaison für Impulse. Nun dürften wieder verstärkt die geldpolitischen Entwicklungen in den Fokus rücken.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Einführung möglicher Strafzölle schüren Sorge vor Handelskrieg
Auch wenn die Börsenpforten an der Wall Street feiertagsbedingt wegen des Martin Luther King Day geschlossen blieben, war es der Einzug Donald Trumps in das Weiße Haus, welcher rund um den Globus für Aufmerksamkeit sorgte.
Trump hatte bei seinem Amtsantritt mit Strafzöllen von 25 Prozent auf Importe aus Kanada und Mexiko gedroht. Gleichzeitig kündigte er zusätzliche Strafzölle auf chinesische Einfuhren an. Abzuwarten gilt, ob Trump auch für die Eurozone entsprechende Zölle konkret ankündigt.
Deutsche Erzeugerpreise steigen weniger stark an als erwartet – ZEW-Index schwach
Zu Wochenbeginn sahen sich Anleger zudem mit deutschen Erzeugerpreisen konfrontiert, welche im Januar (per Jahresmonatsvergleich) um 0,8 Prozent anstiegen und damit weniger stark als gedacht (1,1 Prozent), nach 0,1 Prozent im Dezember.
Der ZEW-Index fiel am Dienstag mit 10,3 Punkten deutlich schwächer aus als erwartet (15,3 Punkte), nachdem im Vormonat noch 15,7 Punkte ausgewiesen werden konnten. "Ausbleibende Konsumausgaben der privaten Haushalte sowie eine schwache Baunachfrage belasten weiterhin die deutsche Wirtschaft", hieß es aus den Reihen des ZEW-Instituts.
Schwächesignale vom US-Arbeitsmarkt dürften Zinssenkungsfantasien begünstigen
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fielen am Donnerstag mit 223.000 Einheiten etwas stärker aus als erwartet (220.000). Schwächesignale vom Arbeitsmarkt dürften Anleger tendenziell begrüßen. Allerdings war der offizielle US-Arbeitsmarkt zu Beginn des neuen Monats sonderbar stark ausgefallen.
Seine Zolldrohungen gegen verschiedene Länder bekräftige Trump am Donnerstagnachmittag während einer Liveschalte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. "Amerika ist zurück und offen für Geschäfte", so Trump. "Wenn Sie Ihr Produkt nicht in Amerika herstellen, was Ihr gutes Recht ist, dann werden Sie ganz einfach einen Zoll zahlen müssen.
Einkaufsmanager runden Handelswoche ab
Am heutigen Vormittag standen bereits neue Einkaufsmanager für die Bundesrepublik Deutschland und die Eurozone auf der Agenda. Hierzulande fiel der Index für das verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und Gesamt allesamt besser aus als gedacht. Für die Eurozone blieb lediglich der Servicesektor unter den Erwartungen.
Am Nachmittag richten sich abschließend die Blicke auf das Pendant für die Vereinigten Staaten (14:30 Uhr).
Auch das Verbrauchervertrauen (Reuters/ Uni Michigan) könnte um 16:00 Uhr abschließend bewegen.
Im weiteren Tagesverlauf dürften sich Anleger zudem auf die kommende Woche einstimmen, wenn die großen Notenbanken Fed (Mittwoch) und EZB (Donnerstag) in diesem Jahr erstmals über ihre zukünftige Geldpolitik entscheiden.
Netflix gewinnt rund 19 Millionen Kunden in Q4 2024 für sich
In der Berichtssaison sorgten am Dienstag die Zahlen von Netflix für Aufsehen. Der US-Streamingdienst hatte im vergangenen Quartal rund 19 Millionen neue Abonnenten dank Sport-Liveformaten und der Rückkehr der südkoreanischen Serie „Squid Game“ für sich gewinnen können.
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