Eine ganze Fülle an Wirtschaftsdaten warteten hierzulande als auch in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Tagen auf Anleger. Vor allem die Entwicklung der US-Teuerung stand im Fokus. Zudem sorgte die in den USA startende Berichtssaison für zusätzliche Impulse. Nicht zuletzt dürften Anleger dem offiziellen Amtsantritt Donald Trumps weiter entgegenfiebern.
DAX Chart
Quelle: TradingView
China-Exporte steigen auf Rekordwert – US-Erzeugerpreise schwächer
Bereits zu Wochenbeginn sorgten chinesische Konjunkturdaten für Aufsehen. So sind die chinesischen Exporte im Jahr 2024 auf einen Rekordwert von rund 3,4 Billionen Euro gestiegen, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 5,9 Prozent entspricht.
Die US-Erzeugerpreise wurden am Dienstag publik. Gegenüber dem Vormonat zogen besagte Preise lediglich um 0,2 Prozent an, nach 0,4 Prozent im November. Erwartet wurde im Vorfeld ein Zuwachs von 0,3 Prozent.
Kernteuerung in den USA fällt auf 3,2 Prozent – Zinssenkungsfantasien sorgen für Rekordstimmung in Frankfurt am Main
Zur Wochenmitte sahen sich Anleger erwartungsgemäß mit frischen Verbraucherpreisdaten für die USA konfrontiert, welche wie erwartet um 2,9 Prozent im Dezember (per Jahresmonatsvergleich) anstiegen, nach 2,7 Prozent im November. Allerdings ging die Kernrate der Teuerung, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zurück. Besagte Rate wird in den Augen der US-Notenbank Federal Reserve im Hinblick auf die Inflationsbeurteilung als maßgebend angesehen.
Deutsche Teuerung zieht an – US-Einzelhandelsumsätze enttäuschen
Die deutsche Teuerung ist im Dezember finalen Daten zufolge im dritten Monat in Serie gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im November hatte der Preisdruck noch bei 2,2 Prozent gelegen, im Oktober bei 2,0 Prozent und im September bei 1,6 Prozent.
Einen Dämpfer erhielten die Börsen am Donnerstag durch maue US-Einzelhandelsdaten. Gegenüber dem Vormonat zog besagter Sektor lediglich um 0,4 Prozent an, nachdem Vorfeld ein Plus von 0,6 Prozent erwartet wurde, nach 0,8 Prozent im November.
Chinas Wirtschaft wächst überraschend stark – US-Großbanken überzeugen
Wichtige Vorgaben gaben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wie bereits zu Wochenbeginn neue Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte. Chinas Wirtschaft ist im vierten Quartal um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Erwartet wurden im Vorfeld 5,0 Prozent. Die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion konnte sich ebenfalls besser entwickeln als gedacht.
Überbewertet werden sollten die Zahlen jedoch nicht. China ächzt weiterhin unter der schwelenden Immobilienkrise. Zudem fürchtet das Reich der Mitte die durch Trump in Aussicht gestellten Strafzölle auf Einfuhren in die USA. Am 20. Januar zieht der Republikaner offiziell in das Weiße Haus ein.
Für reichlich Furore sorgte auch der Startschuss zur Berichtssaison an der Wall Street. So konnten etwa JPMorgan, Goldman Sachs, die Citigroup als auch Wells Fargo Anleger mit ihren Zahlen überzeugen.
Auch in der neuen Handelswoche dürfte neben dem Amtsantritt Trumps die Berichtssaison die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.




