Zwischen geopolitischen Risiken und geldpolitischen Unwägbarkeiten suchen Anleger derzeit ihren Nordstern. Geopolitische Schlagzeilen lösen offensichtlich noch Reflexe aus, doch die Widerstandskraft der Anleger scheint deutlich gestiegen.
Die Anleger haben sich zudem Warshs Rede noch einmal durch den Kopf gehen lassen und sorgen sich nun, dass der geldpolitische Gegenwind in Zukunft doch wieder stärker ausfallen könnte. Im Fokus der Marktteilnehmer stehen in dieser Woche insbesondere die offiziellen US-Jobdaten, welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt.
Dow Jones Industrial Average Index

Nahostrisiken: Iran und USA greifen sich erstmals seit Ende Juli wieder militärisch an
Erstmals seit Ende Juli haben sich die USA und der Iran wieder gegenseitig angegriffen und damit die schwelenden geopolitischen Risiken zum Vorschein gebracht. Nach wie vor lässt eine Lösung des Konflikts auf sich warten. Die Unsicherheiten hatten Anleger zuletzt aber überwiegend ausgeblendet und sich somit nahezu krisenresistent gezeigt.
Einkaufsmanager im Blick – „JOLTs“ und ADP-Daten könnten wichtigen Vorgeschmack auf NFPs liefern
Der ISM-Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe wird am Dienstagnachmittag um 16:00 Uhr publik.
Einen ersten Vorgeschmack auf die sogenannten „NFPs“ könnten am Dienstag bereits die „JOLTs“ (Job Openings and Labour and Turnover Survey) abgeben (16:00 Uhr).
Auch die ADP-Daten könnten wichtige Impulse in Bezug auf die Konstellation am US-Arbeitsmarkt liefern, welche für 14:15 Uhr am Mittwoch erwartet werden.
Das Pendant zum ISM-Einkaufsmanager für den Servicesektor wird am Donnerstag für 16:00 Uhr erwartet.
US-Arbeitsmarktdaten: Ökonomen erwarten Stellenaufbau im Vergleich zum Vormonat
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte der offizielle US-Arbeitsmarktbericht um 14:30 Uhr als Wochenhöhepunkt fungieren. Ökonomen erwarten, dass außerhalb der US-Landwirtschaft insgesamt 58.000 neue Jobs geschaffen wurden, nachdem es im Juli noch ein Minus in Höhe von 23.000 Einheiten gab.
Die Arbeitslosenquote dürfte folgerichtig bei 4,1 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat notieren.
Insbesondere nach der jüngsten Rede durch Fed-Chef Kevin Warsh auf dem alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming ist die US-Geldpolitik wieder verstärkt zum Thema geworden. Warsh hatte auf die Inflation verwiesen und somit Bedenken einer möglichen Zinssenkung in diesem Jahr genährt.



