Im Fokus der Anleger standen in den vergangenen Handelstagen insbesondere die Entwicklungen am US-Anleihemarkt. Das US-Finanzministerium hatte angekündigt, die Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen. Zugleich sorgte auch der Iran-Krieg immer wieder für Dynamik. Eine Lösung und damit nachhaltige Diplomatie zwischen Washington und Teheran scheint nach wie vor nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump hatte bei Truth Social angekündigt, den Iran mit massiven wirtschaftlichen Sanktionen zu belegen.
DAX Chart auf Monatsbasis

ZEW-Index stärker als gedacht
Der ZEW-Index kletterte im August mit 34,2 Punkten deutlich stärker als gedacht (30 Punkte), nach 26,3 Einheiten im Vormonat, wie am Dienstag bekannt wurde. „Der positive Trend bei den Erwartungen setzt sich im August weiter fort, wahrscheinlich dank guter Quartalsergebnisse von Unternehmen und des zuletzt hohen Exportniveaus“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach in Bezug über die Ergebnisse der Umfrage.
Fed-Mitschriften liefern nur wenige Impulse – US-Geldpolitik bleibt Thema
Die Fed-Mitschriften brachten am späten Mittwochabend keine größeren Impulse hervor. Allerdings hatten drei Währungshüter für eine Anhebung des Leitzinsniveaus in Höhe von 25 Basispunkten plädiert. Neben Beth Hammack (Cleveland) befürworteten Neel Kashkari (Minneapolis) und Lorie Logan (Dallas) einen restriktiveren Kurs . Der US-Währungshüter hatte Ende Juli das Leitzinsniveau bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Zudem hielten die Protokolle fest, dass einige Teilnehmer eine Straffung der Zinszügel für notwendig hielten, sollte sich die Teuerung nicht weiter abschwächen.
Die wöchentlichen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe sind mit 206.000 Einheiten etwas niedriger ausgefallen als im Vorfeld von Ökonomen erwartet (210.000 Einheiten), nach 212.000 in der Vorwoche. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert. Besagte Daten wurden am Donnerstagnachmittag publik. Laut "Fed-Watch-Tool" der CME Group rechnen aktuell 65,4 Prozent der Marktteilnehmer damit, dass es am 16. September und damit auf der nächsten planmäßigen Fed-Notenbanksitzung zu einer Zinspause kommen könnte. 34,6 Prozent der Anleger setzen auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Einkaufsmanager (S&P Global) dies- und jenseits des Atlantiks im Blick
Am heutigen Freitag stehen last but not least noch verschiedene Einkaufsmanager (S&P Global) für die Bereiche Dienstleistung, verarbeitendes Gewerbe und Gesamt im Blickpunkt. Für die deutsche Seite lagen die Daten für die Sektoren zu „Composite“ und Dienstleistung mit 51 bzw. 48,5 Punkten jeweils unter den Erwartungen von 51,3 und 50,1 Zählern. Der Bereich des verarbeitenden Gewerbes fiel mit 54,1 Punkten deutlich besser aus als gedacht (52 Punkte).
Dow Jones Industrial Average Index

US-Staatsanleihen 30 Jahre





