Beim Swing Trading profitieren wir von den Auf- und Abbewegungen der Börsenkurse. Swing Trading Strategien ermöglichen attraktive Gewinne und sind auch für Gelegenheits-Händler geeignet. Natürlich gilt es aber auch hier zahlreiche Gefahren zu vermeiden!
Wir erklären, wie Swing Trading funktioniert, welche Strategien infrage kommen und stellen dafür nötigen Signale und nützliche Tipps vor.
Das wichtigste in Kürze
- Beim Swing Trading nutzen wir kleinere Hin- und Herbewegungen der Börsenkurse, die während größerer Trends entstehen.
- Haltedauer, Gewinne und Handelsfrequenz sind sehr flexibel, aber in der Regel deutlich langsamer als beim Daytrading.
- Swing Trading ist lediglich ein Oberbegriff für einen Handelsstil; die eigentliche Swing Trading Strategie ist von Person, Zielen und Möglichkeiten abhängig.
- Swing Trades benötigen weniger Zeit und Aufmerksamkeit und eignen sich daher auch für Einsteiger und Hobby-Trader.
Was ist Swing Trading?
Ein Blick auf die Kurse einer beliebigen Aktie zeigt sofort: Die Entwicklungen sind niemals geradlinig, sondern bestehen aus zahlreichen Auf- und Abbewegungen. Beim Swing Trading machen sich Händler genau diese Schwingungen zunutze!
- Unter dem Oberbegriff “Swing Trading” fasst man Strategien und Handelsstile zusammen, die von Schwingungen (Swings) profitieren.
- Solche Swing-Bewegungen entstehen im Rahmen von größeren Trends.
- Swing Trader verdienen durch Einkäufe und Leerverkäufe von steigenden und fallenden Preisen.
- Sie nutzen mehrere dieser kleineren Preisveränderungen, anstatt ausschließlich auf große Marktentwicklungen zu setzen.
Swing Trading ist unter anderem aufgrund seiner hohen Flexibilität beliebt: Eine Position muss nicht wie beim Daytrading zum Ende eines Handelstages geschlossen sein; sie können so lange offen bleiben, wie die positiven Gewinnaussichten bestehen.
Haben sich die Indikatoren verändert und weitere Zugewinne sind unwahrscheinlich, schließen erfahrene Trader ihre Swing Trades - dies kann Minuten, Tage oder Wochen später sein, je nachdem, wie stark und langanhaltend eine Schwingung war.
Es ist in der Praxis unmöglich, die Auf- und Abbewegungen der Kurse perfekt zu timen. Händler verfehlen immer die absoluten Hoch- und Tiefpunkte. Beim Swing Trading ist diese Perfektion aber nicht das Ziel! Dadurch entsteht eine Tradingform mit weniger Druck und Stress, die viele angehende Swing Trader anspricht.
Wie funktioniert Swing Trading in der Praxis?
Für Swing Trading setzen Sie auf lukrative Positionen, die für mehrere Tage gehalten werden können - sofern sich dies lohnt. Daher läuft der gesamte Prozess vergleichsweise gemächlich ab: Es ist in der Regel nicht nötig, vor dem Bildschirm zu sitzen und die Entwicklung der Geschäfte zu überwachen.
- Ein regelmäßiges Prüfen, zum Beispiel einmal pro Tag, ist für viele Swing Trading Strategien ausreichend.
- Für die Analyse lohnender Trades müssen Sie ebenfalls Zeit und Energie einplanen.
- Da die Anzahl an offenen Positionen jedoch meist begrenzt ist, hält sich auch hier der Aufwand in Grenzen.
- Zusätzlich eignen sich viele Swing Trading Strategien auch für den Handel bei ruhiger Marktlage oder langfristiger Seitwärtsbewegung.
- Die für Swing Trading notwendigen Auf- und Abbewegungen sind auch in solchen Phasen zumindest teilweise vorhanden und ermöglichen es uns, solide Gewinne zu erzielen.
Swing Trader müssen also nicht auf größere Bewegungen an den Börsen warten. Ein großer Vorteil gegenüber Trendfolgestrategien, Händlern die Aktientrends folgen und vielen anderen Methoden!
Gut zu wissen:
Gleichbleibende Märkte stellen für viele Handelsstrategien ein Problem dar. Eine Gruppe, die solchen Phasen jedoch gelassen entgegenblickt, sind Optionshändler. Wenn Sie Optionen handeln, können Sie auch profitieren, wenn die Kurse gleich bleiben!
Swing Trading Strategien: Ideal für Anfänger und Berufstätige?
Aufgrund des überschaubaren Aufwands ist Swing Trading auch für Berufstätige geeignet, die neben einer regulären Tätigkeit an den Märkten aktiv sein möchten. Es steht damit im Gegensatz zu sehr zeitaufwändigen Daytrading Strategien oder der Extremform, dem Scalping.
- Beim Swing Trading genügt oft schon ein Prüfen der eigenen Positionen einmal täglich.
- Aktive Swing-Trader loggen sich auch dreimal täglich ein - jeweils zur Schlussglocke der wichtigen, internationalen Börsen.
- Swing Trading Strategien sind insgesamt deutlich flexibler und stellen auch psychisch eine wesentlich geringere Belastung dar.
- Auch die Zeit vor dem Bildschirm ist weniger hektisch und benötigt nicht immer höchste Aufmerksamkeit - Swing Trading ist dadurch weniger anfällig für stressbedingte Leichtsinnsfehler.
Es ist kaum verwunderlich, dass Swing Trading Strategien statistisch betrachtet die besten Resultate für Privatleute liefern. Während Versuche, mit Daytrading Geld zu verdienen, meist zu enormen Verlusten führen, gelingt der Einstieg mit Swing Trades vergleichsweise gut. ; stattdessen bestimmt die Zeit einer geöffneten Position, in welche Kategorie Sie fallen.

Die Grenzen zwischen Swing Trading und langfristigem Investment erscheinen dabei oft fließend. Auch langfristig orientierte Anleger verkaufen manchmal eine Position schon nach einigen Tagen - man würde sie aber kaum als Swing Trader bezeichnen.
Umgekehrt kommt es auch vor, dass geplante Swing Trades schon nach wenigen Sekunden wieder geschlossen werden müssen. Das macht den ausführenden Händler jedoch noch lange nicht zu einem Daytrader!
An diesen Märkten lohnen sich Swing Trading Strategien besonders
Nicht nur die eigentliche Swing Trading Strategie bleibt Ihnen überlassen; auch bei der Auswahl der Assets haben Sie völlig freie Hand! Aktien, ETFs, Forex-Währungspaare, Futures und viele mehr sind dabei denkbar.
- Die größte Beliebtheit erreichen ganz klar Aktien und Aktien-Indizes.
- Beide Formen sind für Anfänger gut geeignet, da in der Regel schon ein gutes Vorwissen besteht.
- Besonders der S&P 500 steht oft im Fokus der Swing Trader.
- Andere Indizes, wie der Nasdaq 100 oder der DAX kommen ebenfalls infrage.
- Bei Einzelaktien müssen Sie sich für ein passendes Level an Volatilität entscheiden.
- Sehr volatile Titel sind in der Regel besser für das Daytrading mit Aktien geeignet, könnten aber auch für aktive Swing Trader interessant sein.
Auch der Forex-Markt erfreut sich für Swing Trading Strategien hoher Beliebtheit. Der Handel mit Fremdwährungen verfügt über die höchste Liquidität, bietet ausreichende Volatilität und ist rund um die Uhr erreichbar.
Welche Swing Trading Strategien gibt es?
Wer Swing Trades nutzen möchte, sollte nicht einfach wahllos Positionen eröffnen - eine Swing Trading Strategie ist nötig, um strukturiert und potenziell erfolgreich zu handeln!
Welche Swing Trading Strategie zu Ihnen passt, hängt von verschiedenen, persönlichen Faktoren ab. Die Auswahl ist dabei sehr umfangreich. Wir wollen Ihnen einige bekannte Vorgehensweisen vorstellen:
Trendfolgestrategie
Wer einen größeren Trend erkennt, kann die Auf- und Abbewegen darin für Swing Trading nutzen. Die Trendfolgestrategie ist eine besonders einfache und naheliegende Swing Trading Strategie, die genau das versucht.
- Auch hier kommen unterschiedliche Kennzahlen, Analysemethoden und Charts zum Einsatz, um Trends zu identifizieren.
- Signaldienste wie TraderFox, Erkenntnisse aus dem Social Trading oder der Einsatz von KI Trading sind ebenfalls sehr beliebt.
- Einmal entdeckt, nutzen Händler den übergeordneten Trend für mehrere Long- und Short-Positionen.
- Das Ende eines Trends muss ebenfalls erkannt werden. Hierfür eignen sich zum Beispiel Indikatoren wie der stochastische Oszillator.
Die Trendfolge Swing Trading Strategie erlaubt uns die Nutzung von aufwärts- und abwärtsführenden Trends. Entwickelt sich eine Bewegung zu schnell, können Sie mit ihren Swing Trades aber in Probleme geraten und “hinter dem Trend herlaufen”.
Breakout-Strategie / Rangetrading
Laufen die Kurse längere Zeit seitwärts, ohne dass sich größere Trends abzeichnen, oder haben sich stark in eine Richtung bewegt, erwarten Trader einen baldigen Ausbruch mit einer erheblichen Bewegung.
- Swing Trader können die kleinen Auf- und Abbewegungen nutzen, während Sie auf den großen Breakout warten.
- Da man dabei in einem vorgegeben Intervall bleibt (Englisch: “Range”), spricht man auch vom Rangetrading.
- Eines der deutlichsten Anzeichen für einen Breakout ist ein hohes Handelsvolumen bei gleichzeitig hoher Volatilität.
- Wenn sich die Kurse längere Zeit zwischen einer Unterstützungs- und einer Widerstandslinie bewegt haben, wird ein Breakout immer wahrscheinlicher.
- Wenn Sie Swing Trades in Erwartung eines Breakouts platzieren, sollten Sie Ihre Positionen ober- oder unterhalb (je nach erwarteter Richtung) dieser Linien vorbereiten.
Für diese Strategie ist es wichtig, Widerstands- und Unterstützungslinien korrekt zu identifizieren. Sie können auf-, ab- oder seitwärts verlaufen und ähneln oft Kanälen. Daher hat sich auch der Begriff “Trendkanal” eingebürgert.
Ein Trendkanal kann in unterschiedliche Richtungen zeigen und wird durch Unterstützungs- und Trendlinien eingegrenzt.
COT Swing Trading Strategie
Der “Commitment of Traders” Report COT ist eine Übersicht der offenen Positionen am US-Rohstoff-Markt. Dieser Bericht ist Freitag, nach dem Schluss der US-Handelsplätze verfügbar. Mit ihm können Sie die aktuelle Situation analysieren und Swing Trades für die folgende Woche vorbereiten.
- Diese Swing Trading Strategie lässt sich nur auf den Rohstoff-Markt in den USA anwenden, das heißt: Sie können nur Futures oder Optionen damit handeln.
- Leider gibt es keinen vergleichbaren Report in anderen Ländern oder anderen Märkten.
- Der COT erlaubt uns zum Beispiel besonders große Long- oder Short-Positionen entdecken und durch sie auf eine anstehende Trendumkehr zu schließen.
- Es sind auch komplexe COT-Signale und Indikatoren verfügbar, die anhand des Reports Berechnungen anstellen.
- Da der Bericht eine gute Basis für umfangreiche Analysen bietet, nimmt das COT-Trading unter den Swing Trading Strategien eine Sonderrolle ein.
Indikatoren und Signale für Swing Trading Strategien
Wie kann ein Händler den richtigen Zeitpunkt für einen Swing Trade entdecken? Durch Indikatoren, Chartmuster und andere Tradingsignale! Sie sind das eigentliche Herzstück dieser Handelsform.
Die Swing Trading Strategie wiederum legt fest, welche Indikatoren, Trading-Signale, Formen der Chartanalyse etc. zum Einsatz kommen.
Bei allen Indikatoren, Mustern, Kennzahlen und sonstigen Informationsquellen ist zu beachten: Sie dienen als Prognoseinstrumente, stellen jedoch keine Garantien dar! Trotz korrektem Einsatz kann es in der Praxis zu Entwicklungen kommen, die nicht mit den Voraussagen von Chartpatterns und Co. übereinstimmen.
Wir empfehlen in jedem Fall, die eigene Swing Trading Strategie zunächst auf einem Demo-Konto zu erproben! Erzielen Sie mit Ihren Swing Trades hier zuverlässige Gewinne, ist der Wechsel auf ein “Live-Konto” sinnvoll.
Zu den wichtigsten Kennzahlen und Indikatoren gehören:
Gleitender Durchschnitt
Der gleitende Durchschnitt kommt zum Einsatz, um einen Mittelwert von Kursbewegungen aufzuzeigen.
- Er gleicht kurzfristige Ausbrüche (Spitzen, Täler) zuverlässig aus und ermöglicht eine realistischere Betrachtung.
- Zur Berechnung ist ein konkreter Zeitraum erforderlich.
- Je größer das gewählte Zeitintervall, desto langsamer reagiert der Wert.
- Er wird als kurzfristig (bis zu 50 Tage), mittelfristig (50 bis 100 Tage) oder langfristig (100 bis 200 Tage) bezeichnet.
- Ein gleitender Durchschnitt ist vielseitig einsetzbar und bildet die Grundlage für weitere Berechnungen.
Es gibt außerdem zahlreiche Unterformen, wie etwa den exponentiellen gleitenden Durchschnitt, bei dem die jüngeren Werte höher gewichtet werden.
So wenden Sie den gleitenden Durchschnitt beim Swing Trading an:
Der gleitende Durchschnitt lässt sich sehr gut einsetzen, um Richtungsveränderungen anzuzeigen. Dazu betrachtet man einen kurzfristigen und langfristigen gleitenden Durchschnitt im gleichen Chart. Schnittpunkte der beiden Graphen sind wichtige Anhaltspunkte für Swing Trades.
- Kreuzt ein kurzfristiger gleitender Durchschnitt von unten, werten Trader dies in der Regel als Zeichen für eine anstehende Aufwärtsbewegung.
- Erfolgt die Kreuzung hingegen von oben, ist eine Abwärtsbewegung zu erwarten.
Da Sie mit Swing Trades von den Schwingungen während einer Bewegung profitieren wollen, ist der gleitende Durchschnitt besonders wichtig: Er zeigt Ihnen die Richtung an, in die sich ein Trend bewegt und hilft Ihnen, Veränderungen vorherzusagen.
Volumen
Das Volumen lässt sich denkbar einfach für Swing Trading Strategien nutzen, da hier keine weiteren Berechnungen oder spezielle Charts nötig sind: Es handelt sich um eine Kennzahl, die standardmäßig zur Verfügung steht und problemlos nachgeschlagen werden kann.
- Ein Blick auf das jeweilige Handelsvolumen lässt Rückschlüsse auf die Stärke einer Bewegung zu
- Ein höheres Volumen steht für einen stärkeren Trend
- Ein niedrigeres Volumen deutet hingegen auf eine Verlangsamung und möglicherweise folgende Umkehr hin.
Swing Trades finden während einer Bewegung, also in einem Trend statt. Durch das Volumen können Sie die “Gesundheit” des Trends stets im Auge behalten und so Anpassungen an Ihrer Swing Trading Strategie vornehmen.
Relative-Stärke-Index (RSI)
Wie viele Einheiten eines Assets werden aktuell ein- und verkauft? Diese Information gibt der relative Stärke-Index RSI auf einfache Weise wieder. Sein Wert schwankt zwischen 0 und 100 und zeigt an, ob ein Markt über- oder unterverkauft ist.
- Werte von über 70 gelten als Signal für einen überkauften Markt, bei dem eine Korrektur zu erwarten ist. Viele Swing Trading Strategien sehen in diesem Fall eine Short-Position, zum Beispiel durch einen Leerverkauf, vor.
- Liegt der RSI hingegen unter 30, geht man von einem unterverkauften Zustand aus und rechnet mit einem Anstieg - ideal also für Swing Trades in Long-Position.
Stochastischer Oszillator
Für Ihre Swing Trading Strategie können Sie Oszillatoren (“Schwingungen”) einsetzen, um eine Mittellinie zu entdecken und so Trends aufzuzeigen. Das griechische Wort “Stochastik” bezeichnet das Raten oder eine Abhängigkeit vom Zufall.
- Die stochastischen Oszillatoren kommen vor allem zum Einsatz, um Veränderungen zwischen zwei Handelsperioden zu messen.
- Das Grundkonzept ist simpel: Wenn die Kurse in einem Zeitraum unterhalb der Kurse des folgenden Zeitraumes lagen, gab es eine Steigerung.
- Bei einer gegenteiligen Entwicklung hat sich der Markt abwärts bewegt.
- Im Swing Trading kommen stochastische Oszillatoren über mehrere Handelsperioden zum Einsatz.
- Mit einer Formel wird nun versucht, Trends, Wendepunkte und Bewegungen der Kurse vorherzusagen.
- Der Oszillator schwankt, ähnlich dem RSI, zwischen 0 und 100. Auch hier gilt ein hoher Wert (üblicherweise 80 oder mehr) als überkauft, ein niedriger Wert (i. d. R. 20) als unterverkauft.
- Zusätzlich wird ein dreitägiger, gleitender Durchschnitt beigefügt. Kreuzt der Oszillator die Linie, gehen Händler von einer baldigen Richtungsumkehr aus.
Gemeinsam mit anderen Kennzahlen und Indikatoren lassen sich dadurch die passenden Eintrittspunkte für das Swing Trading ableiten.
Chartpatterns
Die Chartanalyse, also das Untersuchen von Mustern und Formen in den Kurscharts, ist für viele Trading-Strategien von großer Bedeutung. Neben den typischen Daytrading Charts kommt sie auch beim Swing Trading zum Einsatz.
- Bull Flag
Von einer Flagge spricht man, wenn ein Rechteck, Parallelogramm oder eine Raute vorliegt. Die Sonderform der Bullenflagge bildet hingegen ihres Namens nicht unbedingt eine Aufwärtsbewegung ab, sondern ist fast immer durch sinkende oder seitwärts bewegende Kurse gekennzeichnet.
Dieses Swing Trading-Chartpattern erhält seinen Namen durch die Tatsache, dass es im Anschluss oft zu einer starken, bullischen Bewegung kommt.

Aufsteigendes Dreieck
Dreiecke lassen verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zu, je nachdem, in welche Richtung die Spitze zeigt.
Das nach oben zeigende Dreieck ist als “Bullischer Wimpel” bekannt. Es ist ein starkes Signal für eine aufsteigende Preisentwicklung.
Ein symmetrisches Dreieck, bei dem die Spitze weder nach oben, noch nach unten zeigt, gilt als mögliches Signal für abwartende Märkte mit unklarer Richtung. Swing-Trader können hier weiterhin profitieren, müssen sich aber der geringer werdenden Ausschläge und der Gefahr eines Breakouts bewusst sein.

Doppelter Boden / Doppelte Spitze
Das Chartpattern des doppelten Bodens erinnert auf den ersten Blick an den Buchstaben “W”. Diese Figur wird einer anstehenden Aufwärtsbewegung in Verbindung gebracht, die am zweiten Tiefpunkt (dem “Boden”) beginnen soll.
Bei der doppelten Spitze läuft es genau andersherum ab: Hier wird nach dem zweiten Höhepunkt ein Fall vermutet, sodass sich Short-Positionen lohnen können.
Trifft diese Erwartung ein, lassen sich durch Long-Positionen Gewinne realisieren.
Bevor es zum Ende des doppelten Bodens jedoch nach oben geht, kann auch Swing Trading in Short-Position zusätzliche Einnahmen erzeugen.

Neben den erwähnten Chartpatterns gibt es noch zahlreiche weitere Formen, die jeweils eigene Interpretationen zulassen. Trader konzentrieren sich häufig auf einige wenige Patterns, die für ihre jeweilige Swing Trading Strategie besonders nützlich sind.
Vor- und Nachteile von Swing Trading und Swing Trading Strategien
Swing Trading Strategien funktionieren höchst unterschiedlich und haben jeweils eigene Schwerpunkte und Probleme. Das Swing Trading weist jedoch einige allgemeine Vor- und Nachteile auf, die es von anderen Tradingformen unterscheiden. Dazu gehören:
Vorteile
- Günstiger als Daytrading oder Scalping: Aktive Trader platzieren oft hunderte von Positionen pro Monat und müssen entsprechend hohe Kosten tragen. Beim Swing Trading sind in der Regel weniger Transaktionen erforderlich, was sich in geringeren Kosten widerspiegelt.
- Wenig Aufwand: Sie können mit vergleichsweise wenig Zeitaufwand erfolgreiches Swing Trading betreiben. Die platzierten Positionen werden dazu entsprechend abgesichert und laufen auch ohne Ihr Zutun.
- Nachvollziehbar: Bei Swing Trades setzt man auf langfristige Trends und Entwicklungen. Dadurch ist dieser Tradingstil besser nachvollziehbar und auch weniger mathematisch-theoretisch als zum Beispiel das Scalping.
- Gute Gewinnaussichten: Je nach Swing Trading Strategie und erfolgreicher Umsetzung warten hohe Gewinne auf die Trader.
- Einfacher Einstieg: Der Start ist vergleichsweise einfach und kann in überschaubarer Zeit erlernt werden. Erfahrene Privatanleger beschreiben den Einstieg oft als sehr organisch.
- Flexibilität: Swing Trading Strategien bieten ein hohes Maß an Flexibilität hinsichtlich Zeitaufwand, Kapitaleinsatz, gewählter Assets und vielem mehr.
Nachteile
- Risiko: Beim Swing Trading bestehen erhebliche Risiken für Ihr Kapital. Obwohl die Gefahren niedriger sind, als bei anderen Tradingstilen, kann man Swing Trades keinesfalls als “sicher” bezeichnen!
- Overnight Risk: Zwischen zwei Handelstagen kommt es häufig zu erheblichen Kursveränderungen. Während Daytrader und Scalper diese kritische Phase durch Schließung der Positionen vermeiden, sind Swing-Trader von ihnen voll betroffen.
- Nicht für alle Marktphasen geeignet: Die meisten Swing Trading Strategien geraten während hochvolatiler Marktphasen in Schwierigkeiten und können zu höheren Verlusten führen.
- Verluste summieren sich: Viele Swing Trader erleben Phasen, in denen sie der Marktbewegung hinterherhinken. Statt vieler kleiner Gewinne erzielen sie viele kleine Verluste, die sich schnell summieren.
- Verpasste Gewinne: Durch den Fokus auf kleine Preisschwingungen können den Händlern größere Kursrallyes entgehen.

Fazit: Swing Trading Strategien erlauben Einstieg ins Trading
Das Swing Trading erfährt weniger Beachtung als Daytrading Strategien oder langfristige Aktieninvestments. Dennoch ermöglicht es, bei korrekter Ausführung, stattliche Renditen bei überschaubarem Aufwand.
Seinen Namen erhält das Swing Trading durch die Schwing-Bewegungen, die an den Märkten im Rahmen eines Trends entstehen. Auch auf dem Weg nach oben oder unten gibt es immer wieder kurze Umkehrungen - Swing Trading Strategien machen sich diese zunutze und platzieren lukrative Positionen.
Um solche Wendepunkte zu entdecken, nutzen Händler unterschiedliche Kennzahlen und Indikatoren, wie den gleitenden Durchschnitt, Volumen, Relative-Stärke-Index oder stochastische Oszillatoren.
Wann und wie eine Position eröffnet wird, hängt von der verwendeten Swing Trading Strategie ab - ohne geht es nicht, denn planlose Transaktionen führen garantiert zu Misserfolgen!
Interessierten Personen empfehlen wir, zunächst ein Paper Trading Konto zu nutzen, um sich mit dem Swing Trading vertraut zu machen. Auch ein Blick in unseren Beitrag zum Thema Trading Signale ist sinnvoll, um die richtige Anwendung zu ermöglichen.




