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In the Money

Wenn Sie sich für den Handel mit Optionen interessieren, können Ihnen unterschiedliche Begriffe der Geldnähe begegnen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was “In the Money” bedeutet, ob diese Optionen stets mit Gewinn verbunden sind und wie sich andere Begriffe davon abgrenzen lassen.

Definition von In the Money

Der Begriff In the Money hängt mit Optionen, einer bestimmten Form von Finanzinstrumenten, zusammen. Besitzer von Optionen haben das Recht, aber nicht die Pflicht, den Basiswert zu einem vorab festgelegten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen.

Es gibt ein paar Begriffe, die die sogenannte Moneyness oder auch Geldnähe einer Option beschreiben. Dabei fällt unter anderem der Begriff In the Money. Das bedeutet im Falle einer Call-Option, dass der Kurs des Basiswerts über dem Strike liegt. Bei einer Put-Option hat der Kurs des Basiswerts den Strike unterschritten. 

Die Option besitzt einen inneren Wert. Der innere Wert ist die Differenz aus dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Ausübungspreis. Würde der Verfallstermin der Option unmittelbar bevorstehen, würde sich demnach eine Ausübung lohnen.

Darüber hinaus gibt es zwei weitere wichtige Begriffe der Geldnähe, die Sie kennen sollten, wenn Sie sich für den Handel mit Optionen interessieren:

  • At the Money: Aktueller Kurs und Basispreis stimmen überein. Hierbei handelt es sich um eine Besonderheit, da die Differenz zwischen aktuellem Kurs und Ausübungspreis bei null liegt. Demnach besitzt der Basiswert keinen inneren Wert. 
  • Out of the Money: Handelt es sich um eine Put-Option, liegt der Strike unter dem aktuellen Preis des Basiswerts. Geht es dagegen um eine Call-Option, liegt der Strike über dem aktuellen Preis.

In the Money Option Beispiel

Zum besseren Verständnis soll auf ein konkretes Beispiel einer In the Money-Option eingegangen werden. Hierbei wird von einer Call-Option ausgegangen. Dabei liegt der Ausübungspreis bei 35 Euro und der Preis der dahinter liegenden Aktie bei 40 Euro.

Es handelt sich hierbei um eine In the Money-Option, da der Kurs des Basiswerts über dem Strike liegt. Demnach kann eine Differenz berechnet werden und die Option besitzt einen inneren Wert. 

Wenn zusätzlich zum inneren Wert der sogenannte Zeitwert berücksichtigt wird, können Anleger den Wert der Prämie einer Option erhalten. Wenn Sie als Anleger eine In the Money-Option kaufen wollen, zahlen Sie eine höhere Prämie als für eine mögliche Option ohne inneren Wert.

Ist In the Money immer mit Gewinn verbunden?

Wenn es sich um eine In the Money-Option handelt, ist das nicht gleichbedeutend mit Gewinn machen. Diese Information gibt lediglich Auskunft darüber, dass ein innerer Wert vorhanden ist, da sich der aktuelle Kurs des Basiswerts günstig entwickelt hat. 

Ob mit einer solchen Option tatsächlich Gewinn erzielt werden kann oder nicht, hängt mit unterschiedlichen Aspekten zusammen, beispielsweise der Höhe der gezahlten Prämie:

  • Grundsätzlich kann von einem Gewinn bei einer Call-Option gesprochen werden, wenn die Differenz zwischen Kurs des Basiswerts und dem Strike die Gesamtkosten übersteigt
  • Die Gesamtkosten lassen sich unter der Berücksichtigung der Zahlung der Prämie und sämtlicher Transaktionskosten berechnen 

Deep In the Money

Die Beschreibung Deep in the Money wird verwendet, wenn Optionen ein hohes Delta aufweisen. Handelt es sich um Call-Optionen, sind diese Deep in the Money, wenn das Delta zwischen 0,8 bis 1 liegt. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen Kurs des Basiswerts und Ausübungspreis groß ist. 

Bei Put-Optionen gelten Optionen als Deep in the Money, wenn das Delta zwischen -0,8 und -1 liegt. Bei solchen Optionen bewegen sich die Kurse meist genauso wie der Preis des Basiswerts. 

Fazit: Das bedeutet In the Money

Begriffe der Moneyness beschreiben die Geldnähe von Optionen. Ein wichtiger Begriff ist hierbei In the Money. Hiermit werden Put-Optionen bezeichnet, deren Kurs des Basiswerts den Strike unterschreitet. Bei Call-Optionen ist gemeint, dass der Kurs des Basiswerts über dem Strike liegt. 

Anders als At the Money-Optionen, bei denen aktueller Kurs und Strike übereinstimmen, besitzen In the Money-Optionen einen inneren Wert. Das heißt allerdings nicht, dass jede In the Money-Option mit einem tatsächlichen Gewinn verbunden ist. Hierfür müssen die Gesamtkosten, insbesondere die gezahlte Prämie, berücksichtigt werden.

Beispielhaft liegt eine In the Money-Option bei einer Call-Option vor, wenn der Ausübungspreis bei 35 Euro und der Preis der entsprechenden Aktie bei 40 Euro liegt.

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