Der Preis der europäischen Rohölsorte Brent ist am Mittwoch zwischenzeitlich über die Marke von 100 Dollar je Fass geklettert. Seit Jahresbeginn notiert der Brentpreis damit bereits rund 64 Prozent im Plus. Hintergrund für den jüngsten Anstieg dürften die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran rund um die Kontrolle der Straße von Hormus gewesen sein. Das US-Militär hatte eigenen Angaben zufolge fünf iranische Rohöltanker zerstört und eins versenkt.
Für DAX-Anleger dürfte mittlerweile die für morgen anstehende EZB-Notenbanksitzung ihre Schatten vorauswerfen. Zugleich bleibt die Aufmerksamkeitsspanne angesichts der bevorstehenden Publikation neuer US-Inflationsdaten hoch.
Ölpreis (Brent)

US-Außenminister warnt vor weiteren Attacken des Iran
US-Außenminister Marco Rubio hatte Teheran vor weiteren Attacken gewarnt. „Der Iran versucht weiterhin, Schiffe der US-Marine anzugreifen, und jedes Mal, wenn sie dies tun oder versuchen zu tun, werden sie Tanker verlieren“, so Rubio während eines Besuchs in Kolumbien.
Nach wie vor bleibt die Straße von Hormus der zentrale Konfliktherd zwischen dem Iran und den USA. Weiterhin blockiert der Iran mit Drohungen als auch Angriffen auf Schiffe den Verkehr in der strategisch wichtigen Meerenge.
Alle Augen auf die EZB am Donnerstag – US-Preisdaten dürften geldpolitische Impulse senden
Im Verlauf der weiteren Handelswoche steht am Donnerstag insbesondere die EZB-Notenbanksitzung im Blickpunkt der Anleger. Für 14:15 Uhr wird der Leitzinsentscheid und für 14:45 Uhr die anschließende Pressekonferenz mit Christine Lagarde erwartet. Der Einlagezinssatz könnte möglicherweise wie bereits im Juni um weitere 0,25 Prozentpunkte nach oben geschraubt werden. Dazwischen warten die US-Erzeugerpreise auf Anleger (14:30 Uhr).
Mit über Wohl und Wehe der Börsenwoche dürften am Freitag die US-Erzeugerpreise entscheiden (14:30 Uhr). Wenn es nach Ökonomen geht, dürfte die Teuerungsrate im August (gegenüber dem Vorjahresmonat) bei 3,4 Prozent gelegen haben und damit so hoch wie im Juli. Gegenüber dem Vormonat wird allerdings mit einem Anstieg in Höhe von 0,4 Prozent gerechnet (zuvor: 0,1 Prozent).
Bereits kommende Woche Mittwoch (16.09.) entscheidet die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) über das zukünftige Leitzinsniveau. 62,4 Prozent der Marktteilnehmer rechnen in diesem Fall laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte und 37,6 Prozent mit einer weiteren Zinspause.
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