Am deutschen Aktienmarkt mehren sich nun die Warnsignale. Der erneute Rutsch unter die wichtige 25.000-Punkte-Marke könnte einen psychologischen Knacks hinterlassen haben. Hohe Ölpreise und Anleiherenditen, sowie die anhaltenden politischen Sorgen rund um Frankreich bilden einen Dreiklang, der die Risikobereitschaft der Anleger dämpft. Auch wenn von einem Orkan nicht die Rede sein kann, mehren sich die Zeichen für einen ersten kräftigen Herbststurm. Von der Hoffnung auf einen Goldenen Oktober müssen sich Investoren fürs Erste verabschieden. Auch die anstehende Berichtssaison in den Vereinigten Staaten dürfte mittlerweile ihre Schatten vorauswerfen.
DAX Chart
Fed-Protokolle signalisieren Uneinigkeit bei Zinskurs
Die US-Notenbank hat sich nach ihrer Zinserhöhung aus September gespalten gezeigt. So zeigten die Protokolle Uneinigkeit über die Teuerung, die wirtschaftliche Konstellation und den zukünftigen geldpolitischen Kurs.
„Mit Blick auf die Bilanzpolitik stellten einige Teilnehmer fest, dass die Treasury-Märkte reibungslos funktionierten, wieso jedoch auf die Bedeutung von Vorbereitungen für Marktspannungen hin“, hieß es aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed vom 15. Und 16 September.
Ölpreis (West Texas Intermediate)
Wöchentliche Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe etwas niedriger als gedacht
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche um 2.000 auf 197.000 Einheiten zurückgegangen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Fachleute hatten im Vorfeld im Mittel mit 200.000 Anträgen gerechnet. Die Entwicklung des US-Arbeitsmarkts fungiert nicht zuletzt als wichtiger Einflussfaktor in Bezug auf die US-Geldpolitik. Ein schwächelnder Jobmarkt könnte der Fed tendenziell Argumente an die Hand geben, um weniger stark an den Zinsschrauben nach oben zu drehen. Mitte September hatte die Fed erstmals seit 2023 wieder an den Zinsschrauben nach oben gedreht.
Ausblick: Berichtssaison in den USA dürfte verstärkt Schatten vorauswerfen
In einer unter dem Strich aus Sicht des Wirtschaftskalenders impulsarmen Handelswoche dürfte es noch mit vorläufigen Daten zum Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) am Freitag um 16:00 Uhr Impulse geben. Zugleich dürften Anleger auch mit Spannung auf den "Startschuss" zur US-Berichtssaison blicken, welche mit den erwarteten Zahlen zahlreicher US-Banken so richtig an Fahrt aufnimmt. Bereits heute hatte der US-Getränkehersteller PepsiCo(ISIN: US7134481081) seine Zahlen vorgelegt.







