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DAX Wochenausblick: Spannung vor US-Daten – Trumps Zollankündigung sorgt für Gesprächsstoff

DAX-Anleger dürften mit großer Spannung auf die Veröffentlichung bedeutender US-Wirtschaftsdaten blicken. Indes könnten die jüngst durch Trump angekündigten Strafzölle weiterhin für Unbehagen sorgen. Den Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah dürften Investoren begrüßt haben, was die geopolitischen Risiken zumindest temporär in den Hintergrund rücken lässt.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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27.11.2024, 11:05 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr
Ein geschäftiger Handelssaal mit Menschen, die an Computerstationen arbeiten, und großen elektronischen Börsentafeln, die über dem Kopf Daten anzeigen, darunter die neuesten Zahlen für den DAX-Wochenausblick.

DAX-Anleger dürften mit großer Spannung auf die Veröffentlichung bedeutender US-Wirtschaftsdaten blicken. Indes könnten die jüngst durch Trump angekündigten Strafzölle weiterhin für Unbehagen sorgen. Den Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah dürften Investoren begrüßt haben, was die geopolitischen Risiken zumindest temporär in den Hintergrund rücken lässt.

DAX Chart

Quelle: TradingView

Donald Trump kündigt Zölle auf Importe aus Mexiko, Kanada und China an

Die Ankündigung von Zöllen durch den designierten US-Präsidenten Donald Trump haben Anleger in der erster Wochenhälfte verstärkt umgetrieben. Der Republikaner hatte angekündigt, 25 Prozent auf Importe aus Mexiko und Kanada sowie zusätzlich zehn Prozent auf chinesische Importe veranschlagen zu wollen. Insbesondere Autobauer gerieten vor diesem Hintergrund zuletzt in die Bredouille. Insgesamt dürften Anleger allerdings die Unberechenbarkeit Donald Trumps und damit nicht zuletzt auch einen Handelskrieg mit der Eurozone weiter fürchten.

GfK trübt sich für Dezember – Wichtige US-Wirtschaftsdaten im Blickpunkt

Bereits heute Vormittag signalisierte das Verbrauchervertrauen aus dem Hause GfK eine Eintrübung (-23,3 Punkte), nach -18,6 Punkten im Vormonat. Damit dürfte sich die Stimmung der deutschen Verbraucher im Dezember womöglich weiter verschlechtern.

Im Fokus der Anleger stehen heute Nachmittag zahlreiche US-Wirtschaftsdaten, welche wichtige Impulse senden könnten. Insbesondere geldpolitische Signale erhoffen sich Anleger etwa durch den PCE-Kerndeflator für die persönlichen Konsumausgaben um 14:30 Uhr. Ökonomen erwarten ein Plus von 2,80 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,70 Prozent im Oktober. Besagte Daten werden nicht zuletzt auch als wichtige Richtschnur im Hinblick auf die zukünftige Teuerungsentwicklung angesehen.

Ebenfalls blicken Investoren zur gleichen Uhrzeit auf die Wachstumsrate für das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowie die Auftragseingänge für langlebiger Wirtschaftsgüter.

EZB-Chefvolkswirt Philip Lane kommt um 19:00 Uhr zu Wort.

Deutsche Inflation dürfte wieder etwas anziehen – Wall Street bleibt am Donnerstag wegen „Thanksgiving“ geschlossen

Vorläufige Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland stehen am Donnerstag um 14:00 Uhr auf der Agenda. Erwartet wird eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent (gegenüber dem Vorjahresmonat), nach 2,0 Prozent im Oktober. Der Anstieg der Inflation könnte zulasten der allgemeinen Zinssenkungsfantasien in der Eurozone gehen. Am 12.12. kommt die EZB das letzte Mal planungsmäßig in diesem Jahr zusammen, um über die zukünftige Geldpolitik zu entscheiden.

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hatte zu Wochenbeginn zur Vorsicht bei einer weiteren Lockerung der Zinszügel gemahnt. "Ob im Dezember ein weiterer Zinsschritt folgen wird, entscheiden wir auf Basis der dann vorliegenden Daten", hieß es. "Sehr real ist zudem das Risiko, dass die neue US-Regierung handelspolitische Maßnahmen ergreift, die sich auch hierzulande in höherer Inflation niederschlagen"

Da die Börsenpforten feiertagsbedingt wegen „Thanksgiving“ am Donnerstag in den USA geschlossen bleiben, dürften die Vorgaben am letzten Handelstag der Woche entsprechend fehlen, zumal in den USA lediglich ein verkürzter Handel stattfinden wird.

Am Freitag richtet sich der Blick der Anleger abschließend auf die Verbraucherpreisdaten für die Eurozone (11:00 Uhr).

Wichtige China-Daten stehen in der Nacht von Freitag auf Samstag auf der Agenda, sodass Anleger erst am darauffolgenden Montag reagieren können. Neben dem PMI-Produktionsindex dürfte das Pendant für das nicht-verarbeitende Gewerbe wichtige Impulse liefern.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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