Nach dem jüngsten Fed-Leitzinsentscheid ringt das Währungspaar EUR/USD um Stabilisierung. Wie erwartet hatte die US-amerikanische Notenbank am späten Mittwochabend das Leitzinsniveau nach oben korrigiert und eine weitere Zinserhöhung in Aussicht gestellt.
Während der Inflationsdruck abgefedert wird, goutieren Anleger die klare Linie und geldpolitische Standfestigkeit der Fed. Für die Märkte ist dies der erhoffte Stabilitätsanker in einem unruhigen Fahrwasser. Die Freude über die jüngste Kommunikation seitens der Fed könnte allerdings schon bald wieder einer nüchternen Betrachtungsweise weichen. Auch wenn die Optimisten derzeit die Oberhand gewinnen, dürften die Skeptiker schon bald die Frage in den Raum werfen, wie stark der geldpolitische Gegenwind in den kommenden Monaten auffrischt.
EUR/USD

US-Notenbank stimmt einstimmig für Leitzinsanhebung
„Unsere heutige Entscheidung war die richtige“, so Fed-Chef Kevin Warsh am späten Mittwochabend nach der US-Notenbanksitzung. So sei die Inflation zu hoch und das schon zu lange, hieß es. Die Fed hatte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Einstimmig hatte man sich in den Reihen der Fed für besagten Schritt entschieden. Warsh verwies auf die anhaltend hohe Teuerung. Zudem seien Wirtschaft und Arbeitsmarkt robust genug, um die Zinszügel zu straffen. Neuesten Projektionen zufolge rechnet die Fed nun mit einem weiteren Zinsschritt bis Ende 2026.

Die US-Verbraucherpreise hatten im August (im Vergleich zum Vorjahresmonat) zuletzt bei 3,4 Prozent gelegen und damit weiterhin deutlich oberhalb der mittelfristig angepeilten Zielmarke in Höhe von 2,0 Prozent.

Am kommenden Mittwoch rücken erste Schätzungen zu den Einkaufsmanagern aus dem Hause S&P Global für die Bundesrepublik Deutschland in den Blickpunkt (09:30 Uhr), welche konjunkturelle Impulse abgeben dürften.
In der neuen Handelswoche dürfte es aus Sicht des Wirtschaftskalenders am Donnerstag insbesondere mit dem geplanten Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi spannend werden. Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping wird am 24. September in Washington erwartet. Eine offizielle Bestätigung des Termins stehe seitens der chinesischen Seite allerdings noch aus, hieß es. Neben Handelsfragen dürfte der technologische Wettbewerb zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt Gesprächsthemen darstellen.




