In der vergangenen Woche hatte ein Medienbericht über Pläne in Bezug auf neue US-amerikanische Angriffe auf den Iran und das vor den US-Zwischenwahlen die Ölpreise kräftig ansteigen lassen. US-Präsident Donald Trump hatte jedoch eine Wiederaufnahme von Einsätzen des Militärs vor den Wahlen dementiert. Allerdings bleibt der Iran-Krieg weiterhin die bestimmende Thematik an den Energiemärkten. Nach einem Preisrückgang zu Wochenbeginn zieht der Rohölpreis (WTI) allerdings wieder an.
Ölpreis (West Texas Intermediate)

Inflationsentwicklung in den USA weiter im Fokus
Die jüngsten Ölpreisanstiege dürften nicht zuletzt Auswirkungen auf die Inflationsentwicklung in den USA haben. Die US-amerikanische Rohölsorte WTI ist auf Monatssicht um sieben Prozent angestiegen. Auf Drei-Monats-Sicht steht sogar ein Plus in Höhe von fast 33 Prozent auf der Kurstafel.
Am Mittwoch werden neuen Inflationszahlen aus den USA erwartet (14:30 Uhr). Wenn es nach Ökonomen geht, dürfte die Teuerung im September gegenüber dem Jahresmonat bei 3,7 Prozent gelegen haben und damit deutlich höher als im August (3,4 Prozent). Die für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) maßgebliche Kernteuerung dürfte bei 2,5 Prozent und damit ebenfalls über den Schätzungen liegen (2,4 Prozent).
Auch am Donnerstag dürfte es mit den US-Erzeugerpreisen wichtige Impulse geben (14:30 Uhr), welche potenzielle Auswirkungen auf die Inflationsentwicklungen und damit auf die Geldpolitik haben könnten. Am 28. Oktober will die Fed zusammenkommen, um über das zukünftige Leitzinsniveau zu entscheiden. 80,6 Prozent der Marktteilnehmer rechnen laut "Fed-Watch-Tool" der CME Group derzeit mit einer Zinspause.




