Der DAX steckt im Dreieck aus Zinsdruck, Nahostrisiken und KI-Zweifeln fest. Mit Spannung fiebern Anleger dem heutigen Fed-Leitzinsentscheid und der anschließenden Rede des Fed-Chefs entgegen. Die eigentliche Botschaft sollte jedoch erst nach dem Zinsentscheid fallen. Anleger dürften die Pressekonferenz mit Kevin Warsh nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen und auf die Goldwaage legen. Bereits jeder Halbsatz zu Inflation und Zinsen dürfte bei Anlegern den Adrenalinpegel hochtreiben.
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US-Notenbank könnte Zinsen anheben – Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr
Die US-Notenbank Federal Reserve will heute über Leitzinsniveau entscheiden. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group taxiert wenige Stunden vor dem Entscheid, dass insgesamt 92,8 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts rechnen. Dagegen stehen lediglich 7,2 Prozent für eine Zinspause. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75.
Von noch größerer Bedeutung dürfte jedoch sein, mit welchen Wahrscheinlichkeiten Anleger nach dem Event für die darauffolgenden Notenbanksitzungen mit potenziellen Zinserhöhungen rechnen. Für den 28. Oktober und für den 9. Dezember sind in diesem Jahr weitere Leitzinsentscheide angekündigt. Für den Oktober-Termin rechnen 40,1 Prozent und für der Termin im Dezember 27,7 Prozent mit einer entsprechenden Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts.
Wöchentliche Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe am Donnerstag im Blick
Im weiteren Wochenverlauf stehen am Donnerstag noch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf der Agenda (14:30 Uhr), welche ebenfalls geldpolitische Impulse senden könnten.
Zu Beginn des Monats wiesen die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) einen Stellenaufbau in Höhe von 162.000 Einheiten auf, nachdem im Vorfeld lediglich mit einem Plus von 55.000 gerechnet wurde. Die separat ermittelte Arbeitslosequote verharrte bei 4,1 Prozent.



