In der neuen Handelswoche dürfte sich die Aufmerksamkeit insbesondere auf den US-Arbeitsmarktbericht richten. Neben den Fed-Mitschriften der jüngsten Notenbanksitzung könnte eine Rede durch Fed-Chef Jerome Powell das Anlegerinteresse auf sich ziehen.
Auch die Entwicklungen in puncto Frankreich-Wahl sollten Investoren im Hinterkopf behalten.
ISM-Daten und Powell-Rede in erster Wochenhälfte im Fokus
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders dürfte es bereits mit neuen Zahlen zum ISM-Index für den Sektor des verarbeitenden Gewerbes spannend werden (16:00 Uhr). Ökonomen erwarten in diesem Fall ein moderates Plus in Höhe von 0,3 Punkten auf 49 Zähler.
Wie in den vergangenen Handelswoche könnten punktuell immer wieder Reden durch diverse Fed-Vertreter für Impulse sorgen.
Die Rhetorik durch Fed-Oberhaupt Jerome Powell gilt es am Dienstag ab 15:30 Uhr in gewohnter Art und Weise nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
ADP-Daten liefern ersten Vorgeschmack auf Non-Farm Payrolls ab – FOMC-Minutes könnten geldpolitische Hinweise liefern
Zur Wochenmitte kommt John Williams von der New York-Fed (13:00 Uhr) zu Wort.
Für gewöhnlich geben die sogenannten ADP-Daten einen ersten Vorgeschmack auf die Non-Farm Payrolls (NFPs) ab. Erwartet wird für den Monat Juni ein Stellenplus von 170.000 Einheiten, nach 152.000 Stellen im Mai.
Das Pendant des ISM-Indizes für den Dienstleistungssektor könnte im Monat Juni an Dynamik verloren haben (53,8 vs. 52,5 Punkte).
Überschaubare Schwächesignale der Konjunkturentwicklung dürften Anleger tendenziell aber begrüßen, um weiterhin einen Nährboden in den bestehenden Zinssenkungsfantasien finden zu können.
Die Veröffentlichung der FOMC-Minutes sollte um 20:00 Uhr mit Spannung verfolgt werden. Anleger versprechen sich neue Hinweise über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik.
US-Arbeitsmarkt könnte deutlich schwächeln – Anleger hoffen auf Abkühlung des Jobmarkts
Während der Donnerstag weniger relevante Daten vorsieht, dürfte sich die Aufmerksamkeit umso mehr den Freitag richten. Feiertagsbedingt bleiben die Börsenpforten wegen des Unabhängigkeitstages an der Wall Street geschlossen.
Ab 11:40 Uhr gilt es wie bereits am Mittwoch zunächst eine Rede durch John Williams im Auge zu behalten.
Über Wohl und Wehe dürfte möglicherweise der offizielle US-Arbeitsmarktbericht entscheiden (14:30 Uhr). Fachleute erwarten für den Juni ein Stellenplus von lediglich 180.000 Einheiten, nach 272.000 neuen Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte folgerichtig bei 4,0 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Mai verweilen.
Auch das durchschnittliche Lohnwachstum könnte sich im Vergleich zum Vormonat verlangsamen (0,4 Prozent vs. 0,3 Prozent).
Vorgezogene Parlamentswahlen: Frankreich hat im ersten Durchgang gewählt
Auch die Frankreich-Wahl könnte von Interesse sein, da diese maßgeblichen Einfluss auf die zukünftige Ausgestaltung der Europäischen Union (EU) haben dürfte. Am Sonntag waren die Franzosen zur Wahl in der ersten Runde der vorgezogenen Parlamentswahl aufgerufen. Der entscheidende Wahldurchgang folgt am kommenden Sonntag (07.07.2024).
Auch die Entwicklungen im US-amerikanischen Wahlkampf zwischen Joe Biden und Donald Trump dürften weiter für Spannung sorgen. Nach dem TV-Duell aus der vergangenen Woche wurde sogar ein Ausscheiden des amtierenden Präsidenten Joe Biden im aktuellen Wahlkampf debattiert.



