In der neuen Handelswoche dürfte insbesondere die Fed-Notenbanksitzung das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Der scheinbar nicht enden wollende Handelsstreit zwischen den USA und wichtigen Volkswirtschaften sollte die Wall Street weiterhin im Klammergriff halten. In der Berichtssaison legen Nachzügler aus den zweiten und dritten Reihen ihre Zahlen vor.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView
Zollstreit im Blick – Weitere Eskalation möglich
Die dynamischen Entwicklungen im andauernden Zollstreit dürften Marktteilnehmer weiterhin beschäftigen. Donald Trump hatte der EU jüngst mit einem Zoll in Höhe von 200 Prozent unter anderem etwa auf Champagner und Wein gedroht, womit sich der bereits eskalierte Handelsstreit weiter hochschaukelte. In der vergangenen Woche sind US-Zölle auf Stahl und Aluminium in Kraft getreten. Die EU-Kommission wolle insgesamt mit Gegenmaßnahmen in zwei Schritte reagieren, hoffe allerdings auf eine Einigung mit den USA, hieß es.
China-Daten und US-Konjunkturdaten in erster Wochenhälfte im Fokus
Auch wenn der Wirtschaftskalender in den kommenden Tagen vergleichsweise insgesamt überschaubar ausfällt, könnte es immer wieder wichtige Impulse geben.
Zu Wochenbeginn gilt es zunächst Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte im Auge zu behalten (03:00 Uhr). Frische Daten zur Industrieproduktion für die größte Volkswirtschaft könnten wichtige Vorgaben für den US-Handel liefern.
Am Nachmittag rücken die Einzelhandelsumsätze für die Vereinigten Staaten in den Blickpunkt (13:30 Uhr).
Am Dienstag könnten neue Daten zur Entwicklung der US-Industrieproduktion bewegen (14:15 Uhr).
Fed-Zinsentscheid als Wochenhighlight – Weitere Zinspause denkbar
Zur Wochenmitte sollte die Aufmerksamkeit auf dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der anschließenden FOMC-Pressekonferenz mit Jerome Powell liegen. Während der Leitzinsentscheid für 19:00 Uhr geplant ist, rückt die Rede durch den Notenbankchef ab 19:30 Uhr in den Fokus.
Wenn es nach dem „Fed-Watch-Tool“ der CME Group geht, dürfte die Fed in puncto Zinsänderung ihre Füße stillhalten. Lediglich 2 Prozent beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt kommt. Aktuell liegt das Zinsband bei 4,25 bis 4,50 Prozent.
Für gewöhnlich gilt es die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe am Donnerstag im Blick zu behalten (13:30 Uhr).
Eine Rede durch den Fed-Vertreter John Williams von dem Notenbankableger des Bezirks New York könnte am Freitag zum Wochenabschluss um 14:05 Uhr auf Interesse stoßen.
In der laufenden Berichtssaison legen weiterhin Nachzügler aus den zweiten und dritten Reihen ihre Zahlen vor. Am Donnerstag berichten etwa Nike (ISIN: US6541061031) und am Freitag NIO (ISIN: US62914V1061).



