Nach Veröffentlichung neuer US-Arbeitsmarktdaten in der vergangenen Woche dürfte sich der Fokus in den kommenden Handelstagen insbesondere auf frische US-Verbraucherpreise richten. Zudem gilt es eine ganze Fülle an chinesischer Konjunkturdaten im Auge zu behalten. Auch der Startschuss zur US-Berichtssaison dürfte für zusätzliche Impulse sorgen. Nicht zuletzt könnte der offizielle Amtsantritt des designierten US-Präsidenten Donald Trumps weiterhin seine Schatten vorauswerfen.
US-Arbeitsmarktdaten deutlich stärker als gedacht – Zinssenkungsfantasien trüben sich ein
Die Ergebnisse des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts vom vergangenen Freitag dürften auch zum Wochenstart für Gesprächsstoff sorgen. Außerhalb der Landwirtschaft wurden insgesamt 256.000 neue Jobs kreiert und damit deutlich mehr als erwartet (160.000), nach revidierten 212.000 Einheiten aus dem Vormonat. Auch die Arbeitslosenquote ist in diesem Kontext um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent gesunken.
Die Stärkesignale vom Jobmarkt dürften die Zinssenkungsfantasien tendenziell eingetrübt haben.
Chinesische Konjunkturdaten dürften wichtige Vorgaben zu Wochenbeginn geben
Am Montag dürften auch chinesische Konjunkturdaten wichtige Vorgaben liefern. Publik werden neue Export- und Importzahlen für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.
US-Erzeuger- und Verbraucherpreise könnten geldpolitische Impulse liefern
Mit den Erzeugerpreisen (exklusive Energie und Nahrungsmittel) rücken am Dienstag zunächst wichtige Inflationsdaten in den Fokus (14:30 Uhr). Gegenüber dem Vormonat wird mit einem Plus in Höhe von 0,3 Prozent gerechnet, nach 0,4 Prozent im November.
Mit großer Spannung dürften Anleger zur Wochenmitte der Publikation neuer US-Verbraucherpreisdaten entgegenfiebern (14:30 Uhr). Wenn es nach Ökonomen geht, könnte die Teuerung inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel im Dezember (per Jahresmonatsvergleich) bei 2,8 Prozent gelegen haben und damit 0,1 Prozentpunkte höher als im November. Für die Kernrate der Teuerung wird mit einem Wert in Höhe von 3,3 Prozent gerechnet.
US-Einzelhandelsumsätze und China-Daten in zweiter Wochenhälfte im Fokus
Am Donnerstag dürften die Einzelhandelsumsätze für Impulse sorgen (14:30 Uhr), welche Schätzungen zufolge an positiver Dynamik verlieren könnten.
Wie bereits zu Wochenbeginn rücken zum Wochenabschluss erneut chinesische Konjunkturdaten in den Fokus (03:00 Uhr). Publik werden die Einzelhandelsumsätze, das Bruttoinlandsprodukt sowie neue Daten zur Industrieproduktion.
US-Großbanken im Fokus – Zahlreiche Impulse durch Start der Berichtssaison denkbar
Traditionell läuten die US-Großbanken die Berichtssaison in den Vereinigten Staaten ein. Geplant sind die Veröffentlichungen der Q4-Zahlen am Mittwoch von JPMorgan, Wells Fargo, Goldman Sachs, Citigroup und der Bank of New York Mellon. Auch der Vermögensverwalter BlackRock veröffentlicht seine Zahlen.
Am Donnerstag sollten Anleger die Geschäftsergebnisse des abgelaufenen Quartals von UnitedHealth, der Bank of America, Morgan Stanley und US Bancorp auf dem Schirm haben.



