In der neuen Handelswoche dürfte insbesondere die US-Notenbanksitzung über Wohl und Wehe entscheiden. Zuvor sollten jedoch neue Inflationsdaten für Furore sorgen. Auch der jüngste Jobbericht könnte weiterhin wichtige Impulse liefern. Übergeordnet dürften die kommenden fünf Tage somit im Zeichen der US-Geldpolitik stehen.
US-Kernteuerung könnte an Schwung verloren haben – Alle Augen auf Jerome Powell
Aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders versprechen der Montag und Dienstag zunächst weniger interessante mögliche Impulsgeber für Anleger.
Erst zur Wochenmitte dürften frische Inflationsdaten für wichtige Signale sorgen (14:30 Uhr). Für die Kernrate der Inflation erwarten Ökonomen ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 3,6 Prozent im April.
Die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel dürften Schätzungen zufolge im gleichen Zeitraum bei 3,4 Prozent gelegen haben und damit unverändert.
Nur wenige Stunden später (20:00 Uhr) steht mit der Fed-Notenbanksitzung das nächste Highlight auf der Agenda.
Keine Zinssenkung erwartet – Zinswende dürfte weiter auf sich warten lassen
Marktteilnehmer erwarten, dass der US-Währungshüter das Leitzinsniveau unverändert lässt und folgerichtig nicht an den berüchtigten Zinsschrauben dreht. Auf eine Zinswende müssen Investoren somit womöglich weiterhin warten. Erst für die September-Sitzung rechnet das vielerorts beachtete „Fed-Watch-Tool“ aus dem Hause der CME Group mit einer Chance von rund 47 Prozent, dass es zu einer ersten Zinssenkung kommt.
Die Pressekonferenz gilt es mit Jerome Powell folgerichtig nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen (20:30 Uhr). Dabei könnten auch nicht zuletzt insbesondere die Zinsprojektionen für Diskussionsstoff sorgen.
US-Erzeugerpreise dürften wichtige Indikation auf Inflationsentwicklung abgeben
Nach einem ereignisreichen Tag stehen am Donnerstag die sogenannten US-Erzeugerpreisdaten auf der Agenda (14:30 Uhr), welche eine wichtige Indikation im Hinblick auf die zukünftige Inflationsentwicklung abgeben dürften. Fachleute rechnen mit einem Plus von 0,2 Prozent für den Mai, nach 0,5 Prozent im April.
Auch die Entwicklung der wöchentlichen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr) sollten nach Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts (Non-Farm Payrolls) das Interesse auf sich ziehen. Der Jobbericht war am vergangenen Freitag mit einem Stellenplus von 272.000 Einheiten deutlich besser ausgefallen als gedacht (185.000 Einheiten).
Eine Rede durch Austan Williams von der New York-Fed (18:00 Uhr) rundet den Handelstag ab.
Am Freitag dürften vorläufige Zahlen zu Verbraucherstimmung (Michigan) für den Monat Juni im Fokus stehen (16:00 Uhr). Erwartet wird in diesem Fall ein Plus in Höhe von 3,9 Einheiten auf 73 Zähler.
Vertreter Goolsbee von der Chicago-Fed steht um 20:00 Uhr Rede und Antwort.



