Für US-Anleger dürfte es in der neuen Handelswoche insbesondere mit der Publikation neuer US-Arbeitsmarktdaten spannend werden. Auch die jüngst an Fahrt aufgenommen Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und etwa der Eurozone sollten weiterhin beachtet werden. In der laufenden Berichtssaison legen lediglich Nachzügler ihre Zahlen des abgelaufenen Quartals vor. Auch der Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte auf Interesse stoßen.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView
Zollthematik dürfte Anleger weiter umtreiben – Eskalation des Handelsstreits möglich
Die jüngsten Ankündigungen von Zöllen auf US-Importe aus verschiedenen Ländern dürften weiterhin für reichlich Gesprächsstoff an den Aktienmärkten sorgen. Trump hatte jüngst angekündigt, die Strafzölle auf chinesische Einfuhren abermals um weitere zehn Prozent zu erhöhen, sodass ab dem 4. März 20 Prozent auf Waren aus dem Reich der Mitte in die USA fällig werden, heißt es.
Zudem wurden jüngst Zölle auf Importe aus der Europäischen Union in Höhe von 25 Prozent in die USA angekündigt. Betroffen seien Autos sowie auch andere Waren, hieß es. Anleger könnten in diesem Zusammenhang nicht zuletzt auch Gegenmaßnahmen durch die betroffenen Volkswirtschaften fürchten, was die Risiken einer Eskalation des Handelskonflikts erhöhen dürfte.
China-Daten könnten wichtige Vorgaben geben- US-Konjunktur- und ADP-Daten im Fokus
In der Nacht von Sonntag auf Montag sollten Anleger zunächst auf wichtige China-Daten blicken. Erwartet wird um 02:45 Uhr der sogenannte Caixin-PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe Chinas.
Am Nachmittag rücken Zahlen zum ISM-Index in den USA, ebenfalls für den Sektor des verarbeitenden Gewerbes, in den Fokus.
Zur Wochenmitte dürften die ADP-Beschäftigungsdaten (14:15 Uhr) einen ersten Vorgeschmack auf die sogenannten Non-Farm Payrolls (NFPs) abgeben, welche für gewöhnlich am ersten Freitag des neuen Monats publik werden.
Ökonomen erwarten für den ADP-Bericht ein Plus in Höhe von 140.000 Einheiten, nach 183.000 neuen Stellen im Vormonat.
Das Pendant zum ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe wird um 16:00 Uhr publik.
EZB-Sitzung könnte auf Interesse stoßen – Fed kommt erst am 19. März planmäßig zusammen
Auch wenn die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erst am 19. März zusammenkommt, um über die geldpolitische Zukunft zu entscheiden, könnte der geplante Leitzinsentscheid der europäischen Kollegen am Donnerstag interessant sein (14:15 Uhr). Auch die anschließende Pressekonferenz mit Präsident Christine Lagarde gilt es zu beachten (14:45 Uhr).
US-Arbeitsmarkt könnte im Vergleich zum Vormonat an Schwung verlieren – Ökonomen erwarten Arbeitslosenquote weiterhin von 4,0 Prozent
Am Freitag rückt folgerichtig der offizielle US-Arbeitsmarktbericht in den Blickpunkt der Anleger (14:30 Uhr). Aktuellen Schätzungen zufolge könnten außerhalb der Landwirtschaft in der größten Volkswirtschaft der Welt 133.000 neue Jobs geschaffen worden sein und damit etwas weniger als im Vormonat (143.000). Die Arbeitslosenquote dürfte folgerichtig weiterhin bei 4 Prozent verweilen.
Am Freitagabend (18:30 Uhr) rückt zum Abschluss der Handelswoche eine Rede durch Fed-Chef Jerome Powell in den Blick.
In der Berichtssaison rücken am Dienstag etwa die Zahlen von NIO und CrowdStrike Holding in den Fokus der Marktakteure. Am Mittwoch berichten Zscaler und am Donnerstag beispielsweise Hewlett Packard Enterprise.



