Durch ein Devisentermingeschäft können Sie sich den Preis eines Währungspaares in der Zukunft garantieren lassen. Das schützt vor späteren Steigerungen, verhindert aber auch mögliche Kostenvorteile.
Devisentermingeschäfte sind zur Absicherung ideal, können aber auch spekulativ genutzt werden. Im Gegensatz zu anderen Termingeschäften und Optionen gibt es bei den Devisen jedoch einige Unterschiede und Besonderheiten!
Wir erklären, wofür solche Geschäfte geeignet sind und wie Sie von Ihnen profitieren können. Außerdem zeigen wir die Funktion anhand einiger Devisentermingeschäft-Beispiele!
Das wichtigste in Kürze
- Ein Devisentermingeschäft (zum Beispiel für Euro – Dollar) garantiert dem Käufer einen Preis für ein Währungspaar in der Zukunft
- Die Gestaltung (Termin, Volumen, Wechselkurs …) ist flexibel, aber die Ausführung verpflichtend
- Damit können Sie sich gegen Preisschwankungen absichern
- Durch einen Leerverkauf können Sie Devisentermingeschäfte zur Spekulation nutzen und Gewinne erzielen
Devisentermingeschäft: Definition und Funktionsweise
Termingeschäfte begegnen uns in der Finanzwelt an allen Ecken: Futures, Optionen, Swaps und viele weitere zählen in diese Kategorie. Bei allen handelt es sich um ein Geschäft mit vorher festgelegten Bedingungen, dessen Erfüllungszeitpunkt mindestens zwei Tage in der Zukunft liegt.
Auch die Devisentermingeschäfte zählen in diese Kategorie. Bei ihnen ist der Basiswert (Underlying) ein Währungspaar, das heißt: Das vereinbarte Geschäft bezieht sich auf den Preis einer Währung im Verhältnis zu einer anderen Währung.
Der Kurs der Währungen an der Devisenbörse an diesem Tag spielt dabei keine Rolle, denn der im Termingeschäft vereinbarte Preis (Terminwechselkurs) kommt zum Einsatz. Kursveränderungen während der Laufzeit können somit finanzielle Vor- oder Nachteile für die Beteiligten bedeuten.
So könnte ein Devisentermingeschäft zum Beispiel den Preis von US-Dollar, angegeben in Euro, für den 1. Dezember festlegen: 1 Euro = 1,10 Dollar. Es kommt an diesem Tag zur Ausführung, der Tausch von US-Dollar gegen Euro wird zu diesem Kurs durchgeführt.
Der Dollar-Preis ist in der Zwischenzeit gestiegen? Dann erzielt der Vertragspartner, der Euro anbietet und Dollar erhalten möchte, einen Verlust. Denn beim Umtausch zum Tageskurs gäbe es “mehr Dollar für jeden Euro”. Umgekehrt entsteht ein Gewinn, wenn der Dollar-Preis sinkt.
Während etwa bei Optionen die Ausführung nur erfolgt, wenn der Käufer dies wünscht, müssen Sie ein einmal abgeschlossenes Devisentermingeschäft immer vollziehen! Beide Seiten sind verpflichtet, die vereinbarte Transaktion durchzuführen.
Dadurch sind Termingeschäfte mit Devisen etwas weniger flexibel als zum Beispiel der Optionshandel. Dennoch sind die Währungsgeschäfte wichtige Bestandteile der Finanzwelt. Sie dienen der Absicherung von internationalen Geschäften, lassen sich aber auch als spekulatives Instrument einsetzen.
Anbieter eines Termingeschäfts mit Devisen sind in der Regel Banken oder andere Finanzinstitute. Sie nehmen die Gegenseite ein und sichern ihren Kunden den gewünschten Ein- oder Verkaufspreis zu. Im Gegenzug erhalten sie eine Gebühr, die unterschiedlich hoch ausfallen kann.
Spezifikation eines Geschäfts
Ein Devisentermingeschäft ist ein Vertrag zwischen zwei Partnern über den Kauf und Verkauf von Währungen. Obwohl die Einzelheiten dieses Vertrags theoretisch völlig frei wählbar sind, müssen einige Informationen zwingend enthalten sein. Dazu zählen:
- Volumen (Betrag) des Geschäfts
- Wechselkurs am Fälligkeitstag (Terminkurs)
- Laufzeit, angegeben durch den Fälligkeitstag.
Neben diesen unbedingt erforderlichen Daten haben sich auch einige Standards für Devisentermingeschäfte etabliert. Obwohl diese Regeln also nicht fest vorgeschrieben sind, kommen sie bei fast allen Verträgen zum Einsatz.
So gibt man die Laufzeit quasi immer in ganzen Monaten an, da kleinere Intervalle wenig praktikabel sind. Je weiter der Fälligkeitstag in der Zukunft liegt, desto schwieriger wird es, einen Anbieter für ein Devisentermingeschäft zu finden. Laufzeiten von mehr als einem Jahr sind kaum zu finden, da keine Bank mehr die Gegenseite einnehmen will.
Die weiteren Eigenheiten sind fast immer in einem Rahmenvertrag festgelegt, um den Abschlussprozess zu vereinfachen. Die wesentlichen Parameter (Laufzeit, Volumen …) finden Sie als Ergänzung dazu. Das Prüfen der Verträge ist generell sinnvoll, sollte jedoch bei etablierten Anbietern nicht unbedingt erforderlich sein.
Vorteile, Nachteile und Eigenheiten
Anders, als Optionen, sind Devisentermingeschäfte keine genormten Finanzprodukte. Das bedeutet nicht, dass die Angebote gefährlich oder betrügerisch sind, sondern lediglich, dass Sie die Eigenschaften eines solchen Vertrags personalisieren können. Der Handel erfolgt “Over the Counter”, also nicht an einer Börse.
Ein großer Vorteil: Devisentermingeschäfte benötigen zunächst keine Mindesteinzahlung oder Vorabzahlung. In der Praxis profitieren hauptsächlich andere Banken und institutionelle Händler von diesem Vorzug. Nur selten ist es für Privatpersonen möglich, ein solches Geschäft ohne Vorauszahlung abzuschließen.
Denn die meisten Broker verlangen Mindestbeträge/Vorabzahlungen, wenn es sich um
- einen privaten Trader handelt, der zu Handels- oder Spekulationszwecken ein Devisentermingeschäft abschließen will oder
- ein Unternehmen, das für den Handel mit dem Ausland größere Summen auf diese Weise “versichern” möchte (vor allem, wenn noch keine längeren Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmer und Bank bestehen)
Auch die Konto-Anforderungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Generell ist kein Margin-Konto, mit dem Sie über Ihr Guthaben hinaus traden können, erforderlich. Einige Broker verlangen jedoch aus Sicherheitsgründen ein solches Konto.
Insgesamt bieten Devisentermingeschäfte somit einen sehr einfachen Zugang zur Absicherung von Währungsgeschäften. Beim Einsatz profitieren Sie von Planbarkeit und Sicherheit beim Handel mit internationalen Währungen; leider entgehen Ihnen aber auch positive Preisentwicklungen während der Laufzeit!
Vor allem im internationalen Warenverkehr sind Devisentermingeschäfte üblich. Sie sind als Gefahrenvermeidung Teil des Risikomanagements und somit des betrieblichen Rechnungswesens. Denn Einbußen durch Währungsabhängigkeiten stellt für ein Unternehmen einen potenziellen Verlust dar.
Zudem bestehen, je nach Broker oder Bank, hohe Kapitalanforderungen. Viele Anbieter bieten Devisentermingeschäfte nur bei Beträgen ab 10.000 Euro an; einige setzen die Limits sogar noch wesentlich höher! Dadurch sind die Verträge vor allem für Kleinanleger wenig interessant.
Einfluss der Zinssätze und Zinsdifferenzarbitrage
Währungen verfügen über eigene Zinssätze, zu denen Kapital in den jeweiligen Landeswährungen investiert werden könnte. Diese Werte fließen in die Berechnung des Preises eines Devisentermingeschäfts mit ein.
Aufgrund der oft langen Laufzeiten solcher Geschäfte spielen die Zinsen auch eine durchaus erhebliche Rolle. Gibt es zwischen den beiden Währungen in einem Devisentermingeschäft zum Beispiel eine größere Zinsdifferenz, ist diese entsprechend auf den Kurs anzurechnen.
Aufgrund des Einflusses der Zinsen unterscheidet man zwischen “Kassakurs” und “Terminkurs”. Ersterer ist der zum Zeitpunkt der Betrachtung gültige Wechselkurs, während der Terminkurs für den angegebenen Betrachtungszeitraum, also in der Zukunft, gilt. Die Differenz zwischen den beiden bezeichnet man als “Swapsatz” oder “Swapkosten”.
Die Unterschiede zwischen den Zinssätzen nutzen Banken im Rahmen von Zinsdifferenzgeschäften aus. Dabei wird Kapital von Kunden für einen niedrigeren Prozentsatz verzinst und anschließend als Kredit in einem Land mit einem höheren Zinssatz ausgegeben.
Diese “Zinsarbitrage”, also die Verschiebung von Kapital zwischen Märkten mit unterschiedlichen Zinssätzen, ist ein hochkomplexes Feld. Für Finanzinstitute oder internationale Unternehmen kann das Bewegen von Geld zum Ausnutzen von Zinsvorteilen sinnvoll sein.
Sie bewegen oft größere Summen oder müssen diese für einige Zeit “lagern”. In diesem Fall nutzt man höhere Zinsen, um einen kleinen, risikofreien Gewinn zu erzielen. Für private Anleger hat dieser Bereich allerdings nur geringe Bedeutung, unter anderem, weil Risiken für sie meist akzeptabel sind, wenn sie eine höhere Rendite versprechen.
Man spricht in diesem Fall auch von “reinen Devisentermingeschäften” oder “solo Devisentermingeschäften”. Im Gegensatz dazu liegt ein “Devisenswapgeschäft” vor, wenn das Geschäft mit weiteren Devisentermingeschäften oder Spotgeschäften (Handel zum aktuellen Tageskurs) verbunden wird.
So entstanden Währungstermingeschäfte
Der Terminhandel ist schon seit fast 500 Jahren an den Börsen üblich. In erster Linie wurden Rohstoffe wie Getreide, Zucker oder Kaffee gehandelt. Doch die Geschäfte waren nur unzureichend reglementiert und endeten in massiver Spekulation. Der Terminhandel wurde deshalb vor allem in Krisenzeiten oft zeitweise verboten.
Mit besseren Gesetzen wurden auch Termingeschäfte lukrativer und wichtiger. Die Idee, auch Währungen über solche Geschäfte zu handeln, war besonders naheliegend: Umrechnungskurse galten als unberechenbar und machten Händlern bei internationalen Geschäften das Leben schwer.
Durch ein Devisentermingeschäft konnte zum Beispiel ein Händler aus dem deutschen Kaiserreich seine Waren ins benachbarte Dänemark verkaufen. Sein Erlös war durch ein Devisentermingeschäft zwischen Goldmark und dänischer Krone bereits sicher, sodass eine vollständige Angebotskalkulation überhaupt erst möglich wurde.
Insbesondere in Europa, vor der Einführung des Euro, waren Devisentermingeschäfte aufgrund der vielen unterschiedlichen Währungen unbedingt notwendig. Durch den Euro hat sich die Bedeutung für den Handel etwas reduziert.
Unternehmer mit Handelsbeziehungen nach China, in die USA, Großbritannien und andere Länder sind aber auch weiterhin auf solche Verträge angewiesen.
Das Wachstum der Finanzbranche hat die Nachfrage nach solchen Kontrakten auch an anderer Stelle erhöht. Bei Geschäften zwischen Banken, zum Absichern von Depots oder als Spekulationsobjekt haben Devisentermingeschäfte in den letzten Jahren eine hohe Nachfrage erlebt.
Devisentermingeschäft-Beispiel im Handel
Es gibt zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für den Terminhandel mit Währungen. Das wahrscheinlich naheliegendsten Devisentermingeschäft-Beispiel ist sicherlich der internationale Handel. In der Praxis machen solche Geschäfte aber nur noch einen kleinen Teil aus.
In unserem Devisentermingeschäft-Beispiel verkauft die ABC GmbH eine Produktionsmaschine an einen Kunden in Japan. Der vereinbarte Preis liegt bei 25.000.000,00 Yen. Zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses entspricht dies 158.360,00 Euro.
Die ABC GmbH möchte sich den aktuellen Umrechnungskurs (1 Yen = 0,0063 Euro) sichern. Sie vereinbart die Zahlung in vier Wochen und schließt ein Devisentermingeschäft mit dieser Laufzeit ab.
Während des Zeitraums in unserem Devisentermingeschäft-Beispiel kann der Yen gegenüber dem Euro nachgeben, stärker werden oder gleich bleiben. Sinkt der Preis des Yen, ist auch die Bezahlung für die Maschine “weniger Wert” - die Absicherung durch das Termingeschäft bewahrt die ABC GmbH in diesem Fall vor Verlusten.
Nimmt der Yen hingegen an Wert zu, wäre auch die Zahlung wertvoller, also der Gegenwert in Euro höher. Die ABC GmbH hätte in unserem Devisentermingeschäft-Beispiel einen Verlust erzielt bzw. zusätzliche Einnahmen wären ihr entgangen. Denn sie muss das Devisentermingeschäft zum vereinbarten Preis durchführen.
Bei einem gleichbleibenden Preis wäre das Devisentermingeschäft nicht nötig gewesen; die ABC GmbH erzielt durch die Kosten für das Geschäft eventuell einen kleinen Verlust.
Devisentermingeschäft-Beispiel zur Spekulation
Ursprünglich waren Devisentermingeschäfte überwiegend zur Absicherung von Währungspreisen für den Handel oder das Finanzwesen wichtig. Für die Spekulation sind sie auf den ersten Blick weniger geeignet; durch den vergleichsweise einfachen Zugang (ohne Margin-Konto) kommen Sie aber auch in dieser Form zum Einsatz.
Für ein weiteres Devisentermingeschäft-Beispiel gehen wir davon aus, dass Sie mit einem baldigen Rückgang des US-Dollar-Preises rechnen. Sie verkaufen via Devisentermingeschäft $10.000, Kurs: 1 Euro = 1,00 US-Dollar, Fälligkeitstermin in vier Wochen. Da Sie aktuell keine US-Dollar besitzen, handelt es sich um einen Leerverkauf.
Schon nach drei Wochen hat der US-Dollar deutlich nachgegeben und notiert nun bei 0,90 Euro. Sie nutzen die Gelegenheit und erwerben die $10.000, um später die Verpflichtung aus unserem Devisentermingeschäft-Beispiel zu begleichen. Durch den neuen Dollar-Kurs müssen Sie dafür nur 9.000 Euro ausgeben.
Bei Ablauf des Termingeschäfts liefern Sie die 10.000 US-Dollar und erhalten im Gegenzug die ursprünglich vereinbarten 10.000 Euro. Da Sie die US-Dollar in diesem Devisentermingeschäft-Beispiel aber für 9.000 Euro erworben haben, erzielen Sie einen Gewinn von 1.000 Euro (abzüglich Gebühren für das Geschäft).
So funktioniert der Handel mit Devisentermingeschäften
Devisentermingeschäfte sind keine genormten, börsengehandelten Produkte. Sie können beliebig gestaltet werden (zum Beispiel Zeitraum, Währungspaare, Beträge, Rückzahlungsformen …). Diese Flexibilität ist einerseits vorteilhaft, macht den Handel aber auch etwas aufwendiger.
Um ein Devisentermingeschäft abzuschließen, müssen Sie auf die Einzelheiten mit Ihrem Broker/Ihrer Bank “aushandeln”. Oft ist sogar ein persönlicher Kontakt/Anruf erforderlich, um einen solchen Vertrag aufzusetzen. In den letzten Jahren wurde aber auch das Erstellen per Web-Oberfläche immer beliebter.
Viele Firmen nutzen die Angebote von traditionellen Banken, um Devisentermingeschäfte abzuschließen und so Ihre Geschäfte im Ausland zu “versichern”. Diese Dienstleistungen sind ein wichtiges Angebot lokaler Geldhäuser - vor allem Unternehmer, die nicht im Internet aktiv sind, schätzen die Verfügbarkeit.
Zu den Unterschieden Online-Broker vs. Hausbank haben wir zusätzlich eine umfassende Analyse erstellt.
Der Abschluss von Devisentermingeschäften bei einem Online-Broker kann mehrere Vorteile bringen: Hier erhalten Sie oft deutlich bessere Konditionen (weniger Gebühren). Durch Angebote wie den Optionshandel auf Währungen stehen Ihnen außerdem Alternativen/Ergänzungen zur Verfügung, mit denen Sie zusätzliche Gewinne erzielen können.
Das benötigen Sie
Egal, ob Sie Devisentermingeschäfte zur Absicherung, Spekulation oder für den Handel einsetzen möchten, die Voraussetzungen sind die gleichen. Sie müssen zunächst einen passenden Broker finden, der Ihnen Zugang zum Devisenmarkt gewährt. Die Anzahl solcher Anbieter ist leider recht begrenzt.
Um einen Handel mit einem Währungspaar abzuwickeln, müssen beide Währungen verfügbar sein. Möchten Sie Devisentermingeschäfte zum Beispiel mit einer Euro-Złoty-Paarung durchführen, muss Ihr Broker auch ein Konto für polnische Złoty anbieten (Euro-Konten sind ohnehin Standard).
Die Angebote der meisten Online-Broker sind hier unzureichend! Sie bieten entweder keine Fremdwährungen an oder beschränken sich auf eine sehr kleine Anzahl (oft nur Euro und US-Dollar). Traditionelle Banken machen in Sachen Auswahl eine bessere Figur, schrecken aber durch ihre horrenden Gebühren die Kunden ab.
Die weiteren Anforderungen schwanken von Broker zu Broker. Einige Anbieter verlangen zum Beispiel ein Margin-Konto, also ein Konto, mit dem Sie auch über das eingezahlte Guthaben hinaus traden können. Bei CapTrader ist ein Mindestalter von 21 Jahren sowie die ein Kapitalbestand von mindestens 2.000 Euro für ein Margin-Konto nötig.
Je nach Anbieter kann auch ein Mindestbetrag, den Sie auf Ihrem Konto vorhalten müssen, auf Sie zukommen. Andere Banken führen Ihr Devisentermingeschäft nur aus, wenn Sie einen Teil des Kapitals schon vorab einzahlen. Diese Maßnahme dient oft auch dazu, Spekulanten abzuschrecken.
Das kann CapTrader:
Bei CapTrader finden Sie 25 handelbare Währungen, die Sie ohne versteckte Aufschläge oder Spreads einsetzen können. Mit Mindestgebühren von nur 3,75 Euro erhalten Sie so einen günstigen Zugang zum extrem liquiden Forex-Handel mit Interbanken-Wechselkursen!
Unterschied zu Forex-Futures, Optionen und Co.
Devisentermingeschäfte weisen auf den ersten Blick große Ähnlichkeiten mit Devisen Futures auf. Beide Produkte basieren auf Währungspaaren und zählen zu den unbedingten Termingeschäften. Sie kommen also am Ende der Laufzeit immer zur Ausführung, das heißt: Einmal abgeschlossen, können Sie vom Geschäft nicht mehr zurücktreten.
Der Unterschied zwischen den beiden Formen liegt in der Standardisierung: Futures sind genormte Produkte, die man an einer Börse wie der Chicago Mercantile Exchange (CME) handelt. Beim Trading mit Futures sind Sie auf die an den Börsen verfügbaren Angebote beschränkt und können die Parameter nicht selbst anpassen.
Die nicht-börsengehandelten Devisentermingeschäfte geben Ihnen hier mehr Freiheit. Durch den Handel over-the-counter sind sie allerdings weniger für das aktive Trading, Daytrading Strategien und Spekulation im Allgemeinen geeignet.
Im Gegensatz dazu bieten Optionen auf Währungen noch höhere Flexibilität. Insbesondere, da der Käufer einer solchen Option nicht verpflichtet ist, diese auszuüben. Sollte sich der Kurs der Devisen unvorteilhaft entwickelt haben, lässt er die Option wertlos verfallen.
Bei Optionen können Sie als Käufer oder Verkäufer auftreten und den Basiswert (Währungen, Aktien, Rohstoffe etc.) sowohl kaufen als auch verkaufen. Optionen teilen sich diese Flexibilität mit den Devisentermingeschäften - nur, dass letztere zwingend zur Ausführung kommen.
Mit Optionen können Sie ebenfalls Währungen zu einem garantierten Preis ein- oder verkaufen. Sie gelten jedoch als komplizierter und kommen daher zum Beispiel im internationalen Warenverkehr nur selten zum Einsatz.
Fazit: Devisentermingeschäfte dienen überwiegend der Absicherung
Ein Devisentermingeschäft ist eine Vereinbarung über ein Währungsgeschäft in der Zukunft, bei dem die Währung, Wechselkurs, Volumen und Termin schon vorab festgelegt sind. Die Vertragspartner sind verpflichtet, das Devisentermingeschäft auszuführen und können davon nicht zurücktreten oder es (wie bei Optionen) verfallen lassen.
Die Details eines Devisentermingeschäfts sind relativ frei wählbar. Denn anders, als bei Optionen oder Futures, handelt es sich nicht um genormte, börsengehandelte Produkte. Der Handel erfolgt stattdessen “Over the Counter” und ist dadurch wesentlich flexibler.
Daher sind Devisentermingeschäfte auch für die Preisspekulation geeignet. Es ist zum Beispiel möglich, einen Leerverkauf auf solche Verträge anzuwenden und von fallenden Kursen während der Laufzeit zu profitieren. Aufgrund der oft recht hohen Mindestsumme sind Devisentermingeschäfte für das Trading für Anfänger jedoch kaum geeignet.
Banken und andere Finanzinstitute geben Devisentermingeschäfte gegen eine Gebühr heraus. Diese kann genauso schwanken wie die Mindestanforderungen: Margin-Konto, Vorableistung oder Mindestkapital werden manchmal, aber nicht immer verlangt. Sowohl der Kauf als auch Verkauf der Devisen ist auf diese Weise möglich.
Auch Online-Broker bieten Devisentermingeschäfte - meist zu deutlich besseren Konditionen - an. Ein Vergleich von Preis/Leistung kann sich also lohnen! Nach wie vor nutzen vor allem Unternehmen oft die Angebote einer traditionellen Bank, da diese persönlich erreichbar ist und zahlen unnötig hohe Gebühren.








