Die vergangenen Handelstage waren insbesondere geprägt durch die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten sowie der EZB-Notenbanksitzung. Zugleich sahen sich Anleger hierzulande mit den politischen Entwicklungen in Frankreich konfrontiert. Bereits jetzt könnte zudem der für den kommenden Mittwoch geplante Fed-Leitzinsentscheid seine Schatten vorauswerfen.
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Politische Unwägbarkeiten in Frankreich bewegen Anleger nur kurzzeitig - Unsicherheit dürfte schwelend bleiben
Nach dem Regierungssturz in Frankreich zu Wochenbeginn ist die politische Unsicherheit zunächst wieder gewichen. Emmanuel Macron hatte den neuen Premier Lecornu ins Amt eingeführt, welcher damit auf Bayrou folgt. Dieser hatte nach einer verloren Vertrauensabstimmung seinen Rücktritt erklärt. Dennoch sollten sich Anleger auf die Möglichkeit weiterer Unwägbarkeiten einstellen.
EZB lässt Einlagesatz bei 2,0 Prozent – Lagarde mit wenig Impulsen
Erwartungsgemäß hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag den sogenannten Einlagesatz und damit das Leitzinsniveau im Euroraum bei 2,0 Prozent unverändert gelassen.
Lagarde sagte zudem: „Wir legen uns nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.“ Die EZB-Präsidentin wolle die Teuerung auf mittlere Sicht bei einem Zielwert von 2,0 Prozent stabilisieren. „Wir werden bei der Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses datenabhängig und von Sitzung zu Sitzung vorgehen“, hieß es weiter.
US-Teuerung zieht wie erwartet an – Kerninflation verharrt bei 3,1 Prozent
Die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel legten laut Angaben des in Washington ansässigen Arbeitsministeriums um 2,9 Prozent (gegenüber dem Vorjahresmonat) zu und damit so hoch wie im Vorfeld von Ökonomen erwartet, nach 2,7 Prozent im Juli. Die sogenannte Kernteuerung, welche Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, lag ebenfalls wie gedacht bei 3,1 Prozent.
Allerdings stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat mit 0,4 Prozent stärker an als erwartet (0,3 Prozent).
US-Notenbanksitzung könnte schon bald ihre Schatten vorauswerfen – Deutsche Inflation zieht an
Ihre Schatten vorauswerfen könnte bereits die Fed-Notenbanksitzung, welche für den kommenden Mittwoch geplant ist (17.09.2025).
Ob es zu einem Zinsschritt in Höhe eines halben Prozentpunkts kommt, bleibt abzuwarten. Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür aktuell 7,5 Prozent und für einen 25-Basispunkte-Zinsschritt 92,5 Prozent.
Die deutsche Inflationsrate ist im August vorläufigen Zahlen zufolge angesichts höherer Preise für Obst sowie anderen Lebensmittel in diesem Jahr erstmals gestiegen. So zogen Waren und Dienstleistungen im Mittel um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an.
Abschließend stehen aus Sicht des Wirtschaftskalenders heute noch vorläufige Daten zum vorläufigen Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) auf der Agenda (16:00 Uhr).
Oracle-Papiere steigen temporär um 36 Prozent an
Für Aufsehen sorgten zudem die Zahlen von Oracle (ISIN: US68389X1054). Ein optimistischer Ausblick nach einem Zeitungsbericht in Bezug auf einen Auftrag in Höhe von 300 Milliarden Dollar von OpenAI hatte die Papiere am Mittwoch zwischenzeitlich um 36 Prozent nach oben bewegt, was dem zweitgrößten Tagesgewinn der Firmengeschichte entspricht.
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