Geprägt waren die vergangenen Handelstage neben geldpolitischen Entwicklungen weiterhin durch die Zollthematik in den USA. Auch die am kommenden Sonntag anstehende Bundestagswahl dürfte hierzulande bereits ihre Schatten vorausgeworfen haben. Indes haben die Geschäftszahlen des Einzelhändlers Walmart für kräftig Aufsehen gesorgt.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Sorge vor Zollstreit rückt etwas in den Hintergrund trotz neuer Ankündigungen
Die Furcht vor den nicht absehbaren Auswirkungen des Zollstreits in den USA mit wichtigen Handelspartnern ist zwar wieder etwas in den Hintergrund gerückt, dürfte allerdings nach wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger schweben. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch Strafzölle von rund 25 Prozent auf den Import von Autos in die Vereinigten Staaten angekündigt. Konkret äußern wolle sich Trump dazu am 2. April. Zölle würden nicht anfallen, solang Unternehmen in den USA produzieren, hieß es.
Bundestagswahl im Blick: Union liegt weiter vorne - ZEW-Index mit stärksten Anstieg seit zwei Jahren
In einer aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders insgesamt überschaubaren Handelswoche blieben die Börsenpforten an der Wall Street zu Wochenbeginn feiertagsbedingt wegen George Washingtons Geburtstag geschlossen.
Insgesamt dürften Anleger ihre Köpfe sich über die am Sonntag stattfindende Bundestagswahl zerbrochen haben. Das ZDF-Politbarometer signalisierte am 20.02.2025 für die Union (CDU/CSU) 28 Prozent, gefolgt von der AfD 21 Prozent und SPD (16 Prozent). Die Grünen kommen auf 14 Prozent, die Linken auf 8 Prozent, FDP und BSW auf 4,5 Prozent.
Der ZEW-Index fiel am Dienstag indes im Februar mit 15,7 Punkten auf 26 Zählern deutlich besser aus als gedacht, was gleichzeitig dem stärksten Anstieg seit zwei Jahren entspricht. "Hoffnungen auf eine handlungsfähige neue Bundesregierung dürften für den gestiegenen Optimismus gesorgt haben“, hieß es aus den Reihen des Instituts.
Fed-Vertreter Waller sieht nur geringen Einfluss auf Preisentwicklung wegen Zollpolitik
Vereinzelt hatten sich immer wieder verschiedene Fed-Vertreter geäußert, welche zwischenzeitlich für Impulse sorgten. Fed-Direktor Christopher Waller sagte etwa, dass die neue Zollpolitik nur einen geringen Einfluss auf die Preisentwicklung haben werde.
Fed-Protokolle mahnen vor Inflationsgefahren – US-Notenbank weiterhin überzeugt von Inflationsrückgang
Zur Wochenmitte waren es die sogenannten Fed-Protokolle der vergangenen US-Notenbanksitzung, welche mit Spannung erwartet wurden.
Kurz nach dem Amtsantritt von Donald Trump wurde in den Reihen der Notenbank über die Inflationsgefahren im Kontext mit der zu erwartenden Politikwende diskutiert, wie auf den Sitzungsprotokollen des FOMC hervorging. Die Teilnehmer "wiesen im Allgemeinen auf die Aufwärtsrisiken für die Inflationsaussichten hin.“ Auf die Gefahren für den Arbeitsmarkt wurde indes weniger hingewiesen. Gesprochen wurde unter anderem über potenzielle Auswirkungen der Änderungen der Handels- und Einwanderungspolitik.
Unter dem Strich sei man allerdings überzeugt, dass der Inflationsdruck weiter nachlassen werde.
Einkaufsmanager dies- und jenseits des Atlantiks runden Handelswoche ab
Die Handelswoche runden zahlreiche Einkaufsmanager hierzulande als auch in den Vereinigten Staaten ab.
Für die Bundesrepublik Deutschland lag besagter Index in einer ersten Schätzung für das verarbeitende Gewerbe mit 46,1 Punkten über den Erwartungen (45,5 Punkte), (zuvor: 45 Punkte). Der Dienstleistungssektor schwächelte indes mit 52,2 Punkten (Erwartung: 52,5 Zähler), nach ebenfalls 52,5 Punkten im Vormonat.
Am Nachmittag rücken die Pendants für die USA in den Blickpunkt (15:45 Uhr).
Dow Jones Industrial Average Index

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Walmart bleibt hinter den Erwartungen zurück – US-Einzelhandel fürchtet Zurückhaltung wegen Teuerung
Hinter den Erwartungen zurückgeblieben war der US-Einzelhandelsriese Walmart mit seiner Jahresprognose. Bis Ende Januar 2026 werde mit einem Wachstum zwischen drei und vier Prozent gerechnet, hieß es. In einer LSEG-Umfrage war man im Vorfeld noch von einem Plus von vier Prozent ausgegangen. Wegen der Teuerung könnten die Verbraucher ihre Ausgaben deckeln. Walmart wird nicht zuletzt auch als Richtschnur für die Branche angesehen
Walmart Chart

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