Geprägt waren die vergangenen Börsentage durch den jüngst begonnenen Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch die temporäre Beilegung des Zollstreits der Vereinigten Staaten mit Kanada und Mexiko dürfte die damit im Zusammenhang stehende Unsicherheit nicht genommen haben. Ihre Aufmerksamkeit sollten Anleger zum Wochenabschluss nun auf die Publikation der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten richten.
DAX 40 Chart
Furcht vor Ausweitung des Handelskriegs zwischen den USA und China dämpft Risikoappetit
Aus Furcht vor einer Eskalation eines Handelskriegs zwischen den USA und weiteren wichtigen Volkswirtschaften waren Anleger zu Beginn der Handelswoche noch verstärkt in Deckung gegangen. US-Präsident Donald Trump hatte über das vergangene Wochenende Strafzölle auf mexikanische, kanadische als auch chinesische Einfuhren in die USA angekündigt. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen am vergangenen Montag wurden besagte Zölle für Mexiko als auch Kanada jedoch für 30 Tage ausgesetzt. Das Reich der Mitte hatte postwendend mit Konterzöllen geantwortet.
China-Daten mit Wachstumsdämpfer – EU-Teuerung zieht überraschend an
Wichtige Konjunkturdaten gab es am Montag zudem aus China mit dem Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, welcher mit 50,10 Punkten schlechter ausfiel als gedacht (50,50 Punkte), nach ebenfalls 50,50 Punkten im Vormonat.
Die EU-Verbraucherpreise zogen mit 2,50 Prozent im Januar überraschend wieder an, nach 2,4 Prozent im Dezember (per Jahresmonatsvergleich).
Dabei dürfte nicht zuletzt der jüngst begonnene Zollstreit durch Trump die Inflationssorgen für die kommenden Monate weiter befeuern. Eine wieder anziehende Teuerung gibt der EZB weniger schlagkräftige Argumente an die Hand, um das Leitzinsniveau weiter zu senken.
US-Daten mit positivem Impuls – Dienstleistungssektor in China schwächelt wegen Neujahrsfeiertagen
Für positive Impulse sorgten allerdings am Dienstagnachmittag neue ISM-Daten in den USA zum verarbeitenden Gewerbe, welche mit 50,90 Zählern über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten notierten.
Am Mittwoch war es wie am Montag das Pendant zum Caixin-Index für den Dienstleistungssektor, welchen Anleger verarbeiten mussten. Wegen der Neujahrsfeiertage ist besagter Sektor von 52,2 Punkten im Dezember auf 51 Zähler gesunken. Auch die Unsicherheit über den Handelsstreit mit den USA dürften auf das Gemüt gedrückt haben.
ADP-Daten überraschend stark – Enttäuschung aus dem US-Sektor
Einen ersten Vorgeschmack auf die heutige Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls gaben die ADP-Beschäftigungsdaten. Diese lagen mit 183.000 Einheiten deutlich über den Erwartungen (150.000), nach 122.000 Stellen im Dezember.
Ein zusätzlich wichtiger ISM-Einkaufsmanager für das nicht-verarbeitende Gewerbe hatte ebenfalls mit 52,80 Punkten die Erwartungen (54,3 Punkte) enttäuscht. Im Gegensatz zum verarbeitenden Sektor läuft besagter Bereich damit weniger rund.
US-Stellenaufbau könnte Ökonomen zufolge einbrechen – Google-Mutter enttäuscht mit Wachstum bei Umsatz und Cloud
Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Summe von 170.000 Einheiten, nachdem im Dezember noch 256.000 neue Jobs geschaffen werden konnten. Für die Arbeitslosenquote wird mit einer Quote in Höhe von 4,1 Prozent gerechnet.
In der Berichtssaison stachen insbesondere die Zahlen der Google-Mutter Alphabet hervor, welche durch einen anziehenden Konkurrenzkampf im Bereich der Online-Werbung ein verlangsamtes Wachstum hervorbrachten. Auch das Umsatzplus in der Cloud-Sparte, welches am Dienstag veröffentlicht wurde, war hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Alphabet Aktie

Quelle: TradingView
Amazon-Cloudgeschäft schwächelt - Einzelhandel floriert
Der Online-Versandhändler Amazon hat im vergangenen Quartal dank der Kauflust der Verbraucher starke Quartalszahlen einfahren können. "Die Weihnachtseinkaufssaison war die bisher erfolgreichste für Amazon", sagte Konzernchef Andy Jassy. Allerdings blieb das Geschäft in der Cloud-Sparte hinter den Prognosen zurück. Zudem enttäuschte der Ausblick für das erste Quartal.
Amazon Aktie

Quelle: TradingView




