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Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: Zollstreit belastet – US-Jobdaten voraus

Geprägt waren die vergangenen Börsentage durch den jüngst begonnenen Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch die temporäre Beilegung des Zollstreits der Vereinigten Staaten mit Kanada und Mexiko dürfte die damit im Zusammenhang stehende Unsicherheit nicht genommen haben. Ihre Aufmerksamkeit sollten Anleger zum Wochenabschluss nun auf die Publikation der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten richten.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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07.02.2025, 11:49 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Geprägt waren die vergangenen Börsentage durch den jüngst begonnenen Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch die temporäre Beilegung des Zollstreits der Vereinigten Staaten mit Kanada und Mexiko dürfte die damit im Zusammenhang stehende Unsicherheit nicht genommen haben. Ihre Aufmerksamkeit sollten Anleger zum Wochenabschluss nun auf die Publikation der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten richten.

DAX 40 Chart

Furcht vor Ausweitung des Handelskriegs zwischen den USA und China dämpft Risikoappetit

Aus Furcht vor einer Eskalation eines Handelskriegs zwischen den USA und weiteren wichtigen Volkswirtschaften waren Anleger zu Beginn der Handelswoche noch verstärkt in Deckung gegangen. US-Präsident Donald Trump hatte über das vergangene Wochenende Strafzölle auf mexikanische, kanadische als auch chinesische Einfuhren in die USA angekündigt. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen am vergangenen Montag wurden besagte Zölle für Mexiko als auch Kanada jedoch für 30 Tage ausgesetzt. Das Reich der Mitte hatte postwendend mit Konterzöllen geantwortet.

China-Daten mit Wachstumsdämpfer – EU-Teuerung zieht überraschend an

Wichtige Konjunkturdaten gab es am Montag zudem aus China mit dem Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, welcher mit 50,10 Punkten schlechter ausfiel als gedacht (50,50 Punkte), nach ebenfalls 50,50 Punkten im Vormonat.

Die EU-Verbraucherpreise zogen mit 2,50 Prozent im Januar überraschend wieder an, nach 2,4 Prozent im Dezember (per Jahresmonatsvergleich).

Dabei dürfte nicht zuletzt der jüngst begonnene Zollstreit durch Trump die Inflationssorgen für die kommenden Monate weiter befeuern. Eine wieder anziehende Teuerung gibt der EZB weniger schlagkräftige Argumente an die Hand, um das Leitzinsniveau weiter zu senken.

US-Daten mit positivem Impuls – Dienstleistungssektor in China schwächelt wegen Neujahrsfeiertagen

Für positive Impulse sorgten allerdings am Dienstagnachmittag neue ISM-Daten in den USA zum verarbeitenden Gewerbe, welche mit 50,90 Zählern über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten notierten.

Am Mittwoch war es wie am Montag das Pendant zum Caixin-Index für den Dienstleistungssektor, welchen Anleger verarbeiten mussten. Wegen der Neujahrsfeiertage ist besagter Sektor von 52,2 Punkten im Dezember auf 51 Zähler gesunken. Auch die Unsicherheit über den Handelsstreit mit den USA dürften auf das Gemüt gedrückt haben.

ADP-Daten überraschend stark – Enttäuschung aus dem US-Sektor

Einen ersten Vorgeschmack auf die heutige Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls gaben die ADP-Beschäftigungsdaten. Diese lagen mit 183.000 Einheiten deutlich über den Erwartungen (150.000), nach 122.000 Stellen im Dezember.

Ein zusätzlich wichtiger ISM-Einkaufsmanager für das nicht-verarbeitende Gewerbe hatte ebenfalls mit 52,80 Punkten die Erwartungen (54,3 Punkte) enttäuscht. Im Gegensatz zum verarbeitenden Sektor läuft besagter Bereich damit weniger rund.

US-Stellenaufbau könnte Ökonomen zufolge einbrechen – Google-Mutter enttäuscht mit Wachstum bei Umsatz und Cloud

Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Summe von 170.000 Einheiten, nachdem im Dezember noch 256.000 neue Jobs geschaffen werden konnten. Für die Arbeitslosenquote wird mit einer Quote in Höhe von 4,1 Prozent gerechnet.

In der Berichtssaison stachen insbesondere die Zahlen der Google-Mutter Alphabet hervor, welche durch einen anziehenden Konkurrenzkampf im Bereich der Online-Werbung ein verlangsamtes Wachstum hervorbrachten. Auch das Umsatzplus in der Cloud-Sparte, welches am Dienstag veröffentlicht wurde, war hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Alphabet Aktie

Aktiendiagramm der Klasse C von Alphabet Inc (Google). Es zeigt monatliche Daten von 2016 bis 2025 mit einem steigenden Trend und einem aktuellen Preis von etwa 193,31, was die positive Dynamik widerspiegelt, die oft an der Wall Street zu beobachten ist.

Quelle: TradingView

Amazon-Cloudgeschäft schwächelt - Einzelhandel floriert

Der Online-Versandhändler Amazon hat im vergangenen Quartal dank der Kauflust der Verbraucher starke Quartalszahlen einfahren können. "Die Weihnachtseinkaufssaison war die bisher erfolgreichste für Amazon", sagte Konzernchef Andy Jassy. Allerdings blieb das Geschäft in der Cloud-Sparte hinter den Prognosen zurück. Zudem enttäuschte der Ausblick für das erste Quartal.

Amazon Aktie

Liniendiagramm, das die Entwicklung des Aktienkurses von Amazon.com von 2016 bis 2025 veranschaulicht und Einflüsse wie die Dynamik der Wall Street widerspiegelt. Der Preis erreicht im Februar 2025 seinen Höhepunkt bei etwa 238,83.

Quelle: TradingView

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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