Hinter Anlegern dies- und jenseits des Atlantiks liegt eine ereignisreiche Handelswoche. Neben den Notenbanksitzungen der Währungshüter Fed und EZB sahen sich Investoren zunächst mit einem KI-Schock aus dem Reich der Mitte konfrontiert. Auch die laufende Berichtssaison brachte immer wieder wichtige Impulse hervor.
DAX Chart
Quelle: TradingView
DeepSeek-Gewitter sorgt für zwischenzeitlichen Ausverkauf im Techsnektor
Die Furcht vor einer erstarkenden KI-Konkurrenz namens DeepSeek aus dem Reich der Mitte hat zu Wochenbeginn die Techbranche in die Bredouille gebracht. Anleger sorgten sich, dass das chinesische Unternehmen gestandenen Unternehmen aus dem Sektor den Rang ablaufen könnte. Im weiteren Wochenverlauf zeigte sich allerdings, dass die Furcht davor womöglich etwas übertrieben war. Dennoch dürfte diese weiterhin wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger hängen.
China-Daten und ifo-Index enttäuschen
Negative Vorgaben hatte es zudem auch aus dem Reich der Mitte gegeben. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel mit 49,1 Punkten unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern, nach 50,1 Punkten im Vormonat.
Überraschenderweise konnte der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex entgegen den Erwartungen (84,7 Punkte) auf 85,1 Punkte anziehen. Allerdings bleibe die deutsche Wirtschaft pessimistisch, hieß es.
Die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA fielen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent und damit entgegen den Prognosen (0,6 Prozent). Besagte Güter sind insofern von Bedeutung, da diese in der Regel mit größeren Ausgaben verbunden sind.
Zur Wochenmitte enttäuschte hierzulande zunächst das Gfk-Verbrauchervertrauen, welches mit -22,40 Punkten sich weiter verschlechtert hatte, nach -21,30 Punkten im Vormonat.
Fed lässt Leitzins wie erwartet unangetastet
Der Mittwoch stand indes ganz im Zeichen der ersten Fed-Notenbanksitzung des Jahres 2025. Erwartungsgemäß hatte der US-Währungshüter eine Zinspause eingelegt, wonach das Zinsband weiterhin in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent verweilt.
Im Dezember hatte die Teuerung (im Vergleich zum Vorjahresmonat) bei 2,9 Prozent gelegen, nach 2,7 Prozent im November. Bereits im vergangenen Monat hatte Jerome Powell betont, dass die Fed in puncto weiterer Zinssenkungen vorsichtig sein werde. Der neue US-Präsident Donald Trump dringt im Gegenzug allerdings auf weitere Senkungen, wie er zuletzt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos klarmachte.
Deutsches BIP sinkt stärker als gedacht – USA ebenfalls mit Schwächesignale
Für Aufsehen sorgte zudem die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts am Donnerstagvormittag. Ersten Schätzungen zufolge ging das BIP hierzulande gegenüber dem Vorquartal um weitere 0,2 Prozent zurück und damit stärker als erwartet (-0,1 Prozent). Im dritten Quartal hatte die deutsche Wirtschaft noch um 0,1 Prozent zugelegt.
In den Reihen der EZB gab es indes keine weiteren Überraschungen. Erwartungsgemäß senkte der Eurowächter den für den Finanzmarkt maßgeblichen Einlagezinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent.
In den USA fiel das BIP, welches auf das Jahr hochgerechnet wird, ebenfalls schwächer aus (3,10 Prozent vs. 2,30 Prozent). Die Wachstumsschwäche könnte die Zinssenkungsfantasien tendenziell beflügelt haben.
Deutsche Inflation und PCE-Daten am Freitag im Fokus
Am Freitag richten sich die Blicke auf die deutschen Verbraucherpreisdaten (14:00 Uhr) sowie insbesondere auf den PCE-Kerndeflator für die persönlichen Konsumausgaben (14:30 Uhr). Letztere dürften insofern von besonderem Interesse sein, da diese wichtige US-Inflationssignale senden könnten.
SAP übertrifft Ziele – Deutsche Bank mit Gewinnrückgang – Apple mit Rekordquartal
Auch die Berichtssaison sorgte immer wieder für wichtige Impulse. SAP etwa konnte unterstützt dank der Erfolge im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) seine Ziele übertreffen.
SAP Chart

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Die Deutsche Bank verwies indes auf hohe Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten und damit auf einen Gewinnrückgang.
Deutsche Bank Chart

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Der iPhone-Hersteller Apple hat am Donnerstag ein Rekordquartal vermelden können sowie einen positiven Ausblick. Die Erfolge bei den neuen Generationen iPad und Mac-Rechnern sorgten für ein Rekordergebnis, hieß es.
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