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Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: Anleger verdauen DeepSeek-Schock – Fed und EZB mit keinen größeren Überraschungen

Hinter Anlegern dies- und jenseits des Atlantiks liegt eine ereignisreiche Handelswoche. Neben den Notenbanksitzungen der Währungshüter Fed und EZB sahen sich Investoren zunächst mit einem KI-Schock aus dem Reich der Mitte konfrontiert. Auch die laufende Berichtssaison brachte immer wieder wichtige Impulse hervor.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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31.01.2025, 13:25 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Hinter Anlegern dies- und jenseits des Atlantiks liegt eine ereignisreiche Handelswoche. Neben den Notenbanksitzungen der Währungshüter Fed und EZB sahen sich Investoren zunächst mit einem KI-Schock aus dem Reich der Mitte konfrontiert. Auch die laufende Berichtssaison brachte immer wieder wichtige Impulse hervor.

DAX Chart

Quelle: TradingView

DeepSeek-Gewitter sorgt für zwischenzeitlichen Ausverkauf im Techsnektor

Die Furcht vor einer erstarkenden KI-Konkurrenz namens DeepSeek aus dem Reich der Mitte hat zu Wochenbeginn die Techbranche in die Bredouille gebracht. Anleger sorgten sich, dass das chinesische Unternehmen gestandenen Unternehmen aus dem Sektor den Rang ablaufen könnte. Im weiteren Wochenverlauf zeigte sich allerdings, dass die Furcht davor womöglich etwas übertrieben war. Dennoch dürfte diese weiterhin wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger hängen.

China-Daten und ifo-Index enttäuschen

Negative Vorgaben hatte es zudem auch aus dem Reich der Mitte gegeben. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel mit 49,1 Punkten unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern, nach 50,1 Punkten im Vormonat.

Überraschenderweise konnte der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex entgegen den Erwartungen (84,7 Punkte) auf 85,1 Punkte anziehen. Allerdings bleibe die deutsche Wirtschaft pessimistisch, hieß es.

Die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA fielen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent und damit entgegen den Prognosen (0,6 Prozent). Besagte Güter sind insofern von Bedeutung, da diese in der Regel mit größeren Ausgaben verbunden sind.

Zur Wochenmitte enttäuschte hierzulande zunächst das Gfk-Verbrauchervertrauen, welches mit -22,40 Punkten sich weiter verschlechtert hatte, nach -21,30 Punkten im Vormonat.

Fed lässt Leitzins wie erwartet unangetastet

Der Mittwoch stand indes ganz im Zeichen der ersten Fed-Notenbanksitzung des Jahres 2025. Erwartungsgemäß hatte der US-Währungshüter eine Zinspause eingelegt, wonach das Zinsband weiterhin in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent verweilt.

Im Dezember hatte die Teuerung (im Vergleich zum Vorjahresmonat) bei 2,9 Prozent gelegen, nach 2,7 Prozent im November. Bereits im vergangenen Monat hatte Jerome Powell betont, dass die Fed in puncto weiterer Zinssenkungen vorsichtig sein werde. Der neue US-Präsident Donald Trump dringt im Gegenzug allerdings auf weitere Senkungen, wie er zuletzt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos klarmachte.

Deutsches BIP sinkt stärker als gedacht – USA ebenfalls mit Schwächesignale

Für Aufsehen sorgte zudem die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts am Donnerstagvormittag. Ersten Schätzungen zufolge ging das BIP hierzulande gegenüber dem Vorquartal um weitere 0,2 Prozent zurück und damit stärker als erwartet (-0,1 Prozent). Im dritten Quartal hatte die deutsche Wirtschaft noch um 0,1 Prozent zugelegt.

In den Reihen der EZB gab es indes keine weiteren Überraschungen. Erwartungsgemäß senkte der Eurowächter den für den Finanzmarkt maßgeblichen Einlagezinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent.

In den USA fiel das BIP, welches auf das Jahr hochgerechnet wird, ebenfalls schwächer aus (3,10 Prozent vs. 2,30 Prozent). Die Wachstumsschwäche könnte die Zinssenkungsfantasien tendenziell beflügelt haben.

Deutsche Inflation und PCE-Daten am Freitag im Fokus

Am Freitag richten sich die Blicke auf die deutschen Verbraucherpreisdaten (14:00 Uhr) sowie insbesondere auf den PCE-Kerndeflator für die persönlichen Konsumausgaben (14:30 Uhr). Letztere dürften insofern von besonderem Interesse sein, da diese wichtige US-Inflationssignale senden könnten.

SAP übertrifft Ziele – Deutsche Bank mit Gewinnrückgang – Apple mit Rekordquartal

Auch die Berichtssaison sorgte immer wieder für wichtige Impulse. SAP etwa konnte unterstützt dank der Erfolge im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) seine Ziele übertreffen.

SAP Chart

Liniendiagramm, das den stetigen Anstieg des Aktienkurses der SAP SE von 2017 bis 2025 zeigt und im Januar 2025 einen Stand von 268,50 erreichte – ein bemerkenswerter Trend im DAX 40, der die Aufmerksamkeit der Wall Street auf sich zieht.

Quelle: Tradingview

Die Deutsche Bank verwies indes auf hohe Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten und damit auf einen Gewinnrückgang.

Deutsche Bank Chart

Liniendiagramm, das den Aktienkurs der Deutschen Bank AG von 2016 bis 2025 darstellt. Mit einem bemerkenswerten Anstieg im Jahr 2025 auf über 19.000 erregte dieser Anstieg inmitten der volatilen Schwankungen des DAX 40-Index die Aufmerksamkeit der Wall Street.

Quelle: TradingView

Der iPhone-Hersteller Apple hat am Donnerstag ein Rekordquartal vermelden können sowie einen positiven Ausblick. Die Erfolge bei den neuen Generationen iPad und Mac-Rechnern sorgten für ein Rekordergebnis, hieß es.

 

Apple Chart

Diagramm, das den Aktienkurs von Apple Inc. von 2017 bis 2025 darstellt. Es zeigt einen deutlichen Anstieg, gefolgt von einem kürzlichen Rückgang von 248,93 auf 237,59, was Trends widerspiegelt, die von der Dynamik der Wall Street beeinflusst werden.

Quelle: TradingView

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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