In den letzten Zügen des Jahres haben es Anleger dies- und jenseits des Atlantiks erwartungsgemäß entspannter angehen lassen, zumal angesichts der zahlreichen Feiertage ohnehin nicht gehandelt werden konnte. Auch zwischen den Jahren dürften zahlreiche Investoren dem Handel weiter fernbleiben.
Dennoch blicken Marktteilnehmer auf ein insgesamt äußerst erfolgreiches Börsenjahr zurück. Die Unsicherheit über die zukünftigen Zinsperspektiven und die kommende Trump-Politik dürfte allerdings mit in das neue Jahr schwingen.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA ziehen weniger stark an als gedacht
In einem insgesamt sehr überschaubaren Wirtschaftsdatenkalender wurden am Montag die Auftragseingänge langlebiger Güter in den USA publik, welche um -1,10 Prozent gegenüber dem Vormonat stärker zurückgingen als gedacht (-0,40 Prozent), nach einem Plus von 0,20 Prozent im November.
Besagte Konjunkturdaten sind insofern von Bedeutung, da diese in der Regel mit großen Investitionen verbunden sind und somit Hinweise über die Aktivität in der US-Konjunktur abgeben können.
Feiertagsbedingt wurde in den USA an Heiligabend nur partiell gehandelt. Am Mittwoch blieben die Börsenpforten geschlossen. In Frankfurt am Main konnte wegen Weihnachten am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag nicht gehandelt werden.
Entwicklung des US-Arbeitsmarkts dürfte weiterhin Thema bleiben – Weniger Anträge auf Arbeitslosenhilfe als gedacht
Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe lagen am Donnerstag mit 219.000 Einheiten unter den Erwartungen (219.000), nach insgesamt 220.000 Anträgen in der Woche zuvor.
Am heutigen Freitag werden keine nennenswerten Daten aus dem Sektor der Unternehmen nebst Konjunktur erwartet.
Deutsche Wirtschaft blickt mit großer Sorge auf 2025
So blickt die deutsche Wirtschaft mit großer Sorge auf das kommende Jahr. Hintergrund ist die schwächelnde Konjunktur. 31 von 49 Wirtschaftsverbände schätzen die aktuelle Situation noch schlechter ein als vor einem Jahr. Für das Jahr 2025 bleiben die Verbände überwiegend pessimistisch, heißt es.
Hoffen auf weitere Zinssenkungen durch EZB und Fed – Amtseinführung Trumps im Blick
Ebenfalls ihren Kopf zerbrechen dürften sich Anleger weiterhin über die Zinsperspektiven im Jahr 2025, nachdem die großen Notenbanken Fed und EZB in 2024 die Zinswende eingeläutet hatten.
In den USA hatte die Fed auf ihrer jüngsten Notenbanksitzung kurz vor Weihnachten insgesamt noch ein behutsameres Zinssenkungstempo in Aussicht gestellt. Erwartet werden nun lediglich Zinssenkungen im Umfang von 50 Basispunkten, nach einem Prozent von vorherigen Projektionen.
Mit großer Spannung dürften Investoren auch dem offiziellen Start des US-Präsidenten Donald Trumps am 20. Januar 2025 entgegenfiebern. Auch wenn der designierte Präsident bereits einige seiner Pläne wie etwa Steuersenkungen oder die Einführung von Zöllen bekanntgegeben hat, bleibt die Frage bestehen, welche Pläne der Republikaner tatsächlich in die Praxis umsetzt. Nicht zuletzt dürften Investoren seine politische Unberechenbarkeit wie aus der vergangenen Amtszeit fürchten.
Größere Risiken dürften Anleger zwischen den Jahren tendenziell weiterhin meiden.




