In einer insgesamt ereignisreichen Handelswoche bildet am heutigen Freitag die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten den Wochenhöhepunkt. Angesichts der Unsicherheit darüber, wie es um den Jobmarkt in den Vereinigten Staaten bestellt ist, dominierte in den vergangenen Tagen insgesamt das Prinzip Vorsicht. Konfrontiert sahen sich Anleger zudem insbesondere mit mauen US-Konjunkturdaten.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
US-Einkaufsmanager verprellen Anleger – ADP-Daten signalisieren schwache US-Arbeitsmarktdaten
Während der Montag angesichts des US-Feiertages „Labour Day“ folgerichtig weniger Impulse vorsah, waren es am Dienstag die Einkaufsmanager für die US-Industrie, welche schlechter als erwartet ausfielen und die Sorgenfalten der Anleger vor einer Konjunkturabkühlung in den USA wieder größer werden ließen. Mit 47,20 Punkten notiert der Index weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Zur Wochenmitte signalisierten hierzulande Einkaufsmanager von S&P Global (Gesamtindex) ebenfalls eine rückläufige Tendenz. Auch wenn das Pendant für die Eurozone die Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, liegt der Index in der Alten Welt mit 51 Punkten immerhin über der wichtigen Expansionsschwelle von 50 Zählern.
Einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) gaben am Donnerstag bereits die ADP-Beschäftigungsdaten ab, welche mit lediglich 99.000 Einheiten sonderbar schwach ausfielen und die Sorge vor einer erneuten Enttäuschung am US-Arbeitsmarkt verstärkten. Fachleute hatten mit insgesamt 145.000 neuen Stellen gerechnet, nach 122.000 Einheiten im Juli.
ISM-Index für nicht-verarbeitendes Gewerbe besser als gedacht – US-Arbeitsmarktdaten dürften über Wohl und Wehe entscheiden
Dass der ISM-Einkaufsmanager für das nicht-verarbeitende Gewerbe etwas besser ausfiel als gedacht, darf als Hoffnungsschimmer verstanden werden.
Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts für die Eurozone legte neusten Schätzungen zufolge im vergangenen Quartal gegenüber dem Vorquartal mit 0,2 Prozent etwas schwächer zu als erwartet (0,3 Prozent).
Ihren Fokus dürften Investoren am heutigen Nachmittag nun auf die NFPs richten (14:30 Uhr). Aktuellen Zahlen zufolge erwarten Ökonomen für den Monat August ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft von 160.000 Einheiten, nach 114.000 Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote könnte sich in diesem Zusammenhang von zuletzt 4,3 Prozent auf 4,2 Prozent reduzieren.
Der heutige US-Jobbericht ist insofern von hoher Brisanz, da vor einem Monat unter anderem ein äußerst enttäuschender Report die Rezessionssorgen forcierte und die Börsen rund um den Globus auf Talfahrt schickte.




