Ihr Broker für den weltweiten Handel

ATX Insights: Die Vienna Insurance Group (VIG) Aktie

Eine einfache Gliederung eines Dokuments mit horizontalen Linien und einer gelben Lupe davor, die die Dokumentprüfung oder -suche symbolisiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die VIG nimmt seit Jahrzehnten eine führende Stellung in den zentral- und osteuropäischen Versicherungsmärkten ein
  • In einer Region, deren Versicherungsdichte noch deutlich unter westeuropäischem Niveau liegt, wächst der Markt aus sich selbst heraus. Ergänzt wird diese Marktstellung durch den bis 2033 gesicherten exklusiven Bankvertrieb über die Erste Group
  • Wachstum entsteht bei der VIG zu einem erheblichen Teil anorganisch. Die milliardenschwere Übernahme der NÜRNBERGER ist der größte Deal der Konzerngeschichte und diversifiziert die Gruppe erstmals nennenswert außerhalb der Kernregion
  • Mit einer Solvenzquote von fast 300 Prozent bewegt sich die VIG weit oberhalb ihres eigenen Zielkorridors und kann Akquisitionen ohne Kapitalerhöhung stemmen. Überschusskapital fließt zuerst in M&A, danach in die Dividende
  • Wenn Sie mehr von Clemens Faustenhammer lesen möchten, dann geht es hier zum DGI-Musterdepot und hier zur Übersicht dieser Serie „Das Dividenden-Depot
Aktienchart der VIG (Quelle: aktien.guide)

Wer ist die Vienna Insurance Group (VIG)?

Die Wurzeln der VIG reichen in die Habsburgermonarchie zurück und bündeln sich in drei Vorläufergesellschaften: der am 24. Dezember 1824 von Georg Ritter von Högelmüller gegründeten „Wechselseitigen k.k. privilegierten Brandschaden Versicherungs-Anstalt", der 1839 vom Mathematikprofessor Josef Salomon initiierten ersten österreichischen Lebensversicherung, die später als „Janus" firmierte, sowie der 1898 vom Wiener Gemeinderat anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph errichteten „Städtischen Kaiser Franz Joseph-Jubiläums-Lebens- und Renten-Versicherungs-Anstalt". Aus deren Umbenennung 1919 in „Gemeinde Wien-Städtische Versicherungsanstalt" leitet sich die bis heute gebräuchliche Kurzform Wiener Städtische ab. 1924 wurden die beiden älteren Häuser zusammengeführt, 1938 fusionierten alle drei Vorläufer und am 14. Juni 1955 wurde mit dem Ringturm am Schottenring der bis heute genutzte Konzernsitz eröffnet – das erste Bürohochhaus Wiens.

Den Grundstein für das heutige Geschäftsmodell legten die Expansionsschritte im österreichischen Heimatmarkt ab den 1960er-Jahren. Nach einer Kooperation mit dem Lebensversicherer „Jupiter" und dem Erwerb von 40 Prozent der „Österreichischen Volksfürsorge" übernahm die Wiener Städtische 1971 die Aktienmehrheit an der bereits 1867 gegründeten DONAU Versicherung. Da die DONAU als eigenständige zweite Marke weitergeführt wurde, entstand hier jene lokale Mehrmarkenstrategie, die die Gruppe bis heute prägt. 1977 hob die Fusion des Anglo-Danubian Lloyd mit der DONAU den Anteil auf 75 Prozent. Nach der Fusion mit der Sun Alliance Versicherung im Jahr 2000 zählt die DONAU – als einzige österreichische Versicherung, die ihren Gründungsnamen bis heute trägt – wieder zu den fünf größten Anbietern des Landes.

Die Unternehmensgeschichte der VIG im Überblick (Quelle: Unternehmenspräsentation Juli 2026, S. 2)

Die eigentliche Zäsur kam mit dem Fall des Eisernen Vorhangs in Osteuropa: Im Oktober 1990 beteiligte sich die Wiener Städtische an der neu gegründeten Kooperativa in der damaligen Tschechoslowakei und war damit einer der ersten westeuropäischen Versicherer in Zentral- und Osteuropa. Es folgten in dichter Abfolge Ungarn (1996), Polen (1998), Kroatien (1999), Rumänien (2001), Serbien (2003), die Ukraine (2004), Türkei und Nordmazedonien (2007), das Baltikum (2008) sowie später Moldau (2014) und die nordischen Märkte (2019). Finanziert wurde dieser Kurs maßgeblich über den Kapitalmarkt. Am 17. Oktober 1994 erfolgte die Erstnotiz an der Wiener Börse. Günter Geyer, der die CEE-Expansion als Generaldirektor vorantrieb, bezeichnet den Börsengang rückblickend ausdrücklich als effizienten Weg zur Aufbringung der dafür nötigen Mittel. Damals war das Unternehmen in sechs Länder mit rund 4.000 Mitarbeitenden tätig. 2005 rückte die Aktie in den ATX auf, 2006 wurde die Dachmarke „Vienna Insurance Group" eingeführt, ab Februar 2008 lief der Handel unter dem neuen Namen und zusätzlich kam ein Listing an der Prager Börse hinzu; seit November 2022 besteht ein weiteres Listing in Budapest.

Die Expansion in Zentral- und Osteuropa (Quelle: Unternehmenspräsentation Juli 2026, S. 11)

Strategisch entscheidend war das Jahr 2008. Eine Kapitalerhöhung finanzierte den Erwerb der s Versicherung, der Versicherungssparte der Erste Group Bank, womit die VIG zum Marktführer in Zentral- und Osteuropa aufstieg. Die gleichzeitig geschlossene Vertriebsvereinbarung wurde 2018 vorzeitig bis 2033 verlängert. 2008 entstand mit VIG Re in Prag eine konzerneigene Rückversicherung. Zwei Jahre später folgte der strukturelle Umbau. Seit August 2010 fungiert die börsennotierte Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe als Holding mit Steuerungsfunktion, während das operative österreichische Geschäft in der Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group gebündelt ist.

In der jüngeren Vergangenheit dominierten zwei Transaktionen. Der Ende November 2020 unterzeichnete Erwerb der Aegon-Gesellschaften in Ungarn, Polen, Rumänien und der Türkei wurde zunächst vom ungarischen Innenministerium blockiert, im August 2021 von der EU-Kommission genehmigt und im Dezember 2021 durch eine Einigung mit der ungarischen Regierung gelöst, die eine staatliche Beteiligung von 45 Prozent an der ungarischen Tochtergesellschaft sichert. Zuletzt sicherte sich die VIG nach einem Erwerbsangebot vom Oktober 2025 rund 99,2 Prozent an der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, mit Vollzug im Mai 2026 – der bislang größte Deal der Konzerngeschichte.

Wirtschaftlich steht die Gruppe damit auf ihrem bislang stärksten Fundament: 2025 stiegen die verrechneten Prämien um über 7 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro, das Vorsteuerergebnis übersprang mit 1,16 Mrd. Euro erstmals die Milliardenschwelle, das Konzernergebnis erreichte rund 835 Mio. Euro. Heute umfasst die VIG mehr als 50 Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen in 30 Ländern mit rund 34.000 Mitarbeitenden und etwa 36 Mio. Kunden.

Die VIG im Überblick (Quelle: Unternehmenspräsentation Juli 2026, S. 2)

Geschäftsmodell und Strategie von VIG

Das Geschäftsmodell der VIG lässt sich als das eines breit aufgestellten Universalversicherers beschreiben, der in einer geografisch klar abgegrenzten Region Marktführerschaft anstrebt. Angeboten wird die gesamte Palette aus Schaden/Unfall, Leben und Kranken, ergänzt um Pensionskassen und Asset Management. Berichtet wird in den Segmenten Österreich, Tschechische Republik, Polen, Erweiterte CEE, Spezialmärkte und Konzernfunktionen, wobei zu den Spezialmärkten Deutschland, Georgien, Liechtenstein und die Türkei zählen.

Die diversifizierten Ertragsströme der VIG (Quelle: VIG Equity Story)
Die Geschäftssegmente der VIG (Quelle: Preliminary Results 2025, S. 32)

Als eines der ersten europäischen Versicherungsunternehmen expandierte die Gruppe bereits 1990 in die CEE-Region und ist heute mit über 50 Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen in 30 Ländern die führende Versicherungsgruppe der Region. Die eigene Rückversicherungstochter VIG Re, 2008 in Prag gegründet, hält einen Teil der Rückversicherungsmarge im Konzern.

Das eigentliche Unterscheidungsmerkmal ist die Kombination aus Mehrmarkenstrategie und dezentraler Steuerung. Die VIG ist in den meisten ihrer Märkte mit mehr als einer Gesellschaft beziehungsweise Marke aktiv. Im Zuge der Expansion entschied sie sich bewusst dafür, etablierte und im Kundenbewusstsein verankerte Marken beizubehalten, um unterschiedliche Zielgruppen zu adressieren und Produktportfolios differenziert zu gestalten. Die Konzerngesellschaften führen ihre lokale Marke als Vornamen, während der Zusatz Vienna Insurance Group Internationalität signalisiert. Aus Konzernsicht verteilt diese Diversifizierung regionale Risiken über die gesamte Gruppe, ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Kapazitäten und den Wissensaustausch zwischen Ländern. Im Vertrieb setzt die Gruppe auf einen Multikanalansatz, die dezentrale Struktur stellt lokales Unternehmertum in den Mittelpunkt. Historisch geht dieses Prinzip auf den DONAU-Erwerb 1971 zurück, als die übernommene Gesellschaft bewusst als eigenständige Zweitmarke weitergeführt wurde.

Die Mehrmarkenstrategie der VIG (Quelle: Unternehmenspräsentation Juli 2026, S. 4)

Ein zweiter Pfeiler ist der Bankvertrieb. Mit dem Erwerb der s Versicherung 2008 wurde nicht nur die Marktführerschaft in Zentral- und Osteuropa erreicht, sondern zugleich eine langjährige Vertriebsvereinbarung mit der Erste Group Bank geschlossen, die 2018 vorzeitig bis 2033 verlängert wurde. Damit verfügt die VIG in ihrem Kernmarkt über einen exklusiven Zugang zum Filialnetz einer der größten Retailbanken der Region – ein Vertriebsvorteil, der schwer replizierbar ist und das organische Wachstum maßgeblich stützt.

Die aktuelle Unternehmensstrategie trägt den Namen „evolve28" und gilt für die Jahre 2026 bis 2028. Sie wurde gemeinsam mit den lokalen Versicherungsgesellschaften entwickelt, fokussiert Wachstum, Ertragssteigerung und eine kontinuierlich steigende Dividende und gliedert sich in vier Rahmenelemente. Diese sind Werte und Prinzipien, Länderportfolio und Unternehmensstrategien, Gruppenprogramme sowie CO³. Kernelement sind die lokalen Strategien der rund 50 Gesellschaften, die jede Gesellschaft auf Basis einer strukturierten Markt- und Trendanalyse entwickelt hat und die anschließend auf Holdingebene verdichtet wurden. Die fünf strategischen Felder umfassen Ausbau der Kundenbasis, Stärkung des Vertriebs, Erweiterung des Produktangebots, operative Verbesserungen sowie Mitarbeitende und Unternehmenskultur. Darüber liegen fünf gruppenweite Programme – Nachhaltigkeit, Kapitalmanagement, Bankenkooperation, Künstliche Intelligenz und Gesundheit –, die jeweils von einem Vorstandsmitglied verantwortet werden. CO³ steht für Communication, Collaboration und Cooperation und soll den internen Austausch systematisieren.

Die neue Unternehmensstrategie “evolve28” der VIG (Quelle: Preliminary Results 2025, S. 23)

Quantitativ ist die Strategie präzise unterlegt: Bis 2028 sollen die verrechneten Prämien auf mindestens 20 Mrd. Euro und das Ergebnis vor Steuern auf mindestens 1,5 Mrd. Euro steigen, bei einer Combined-Ratio von höchstens 91 Prozent, einem operativen Return on Equity von mindestens 17 Prozent und einer Solvenzquote zwischen 150 und 200 Prozent. Die Nürnberger-Übernahme ist in diesen Zielen noch nicht berücksichtigt. Am Zuschnitt der Kernregion ändert sich dabei nichts: Die VIG ist seit 2008 Marktführer in Zentral- und Osteuropa und will diese Position weiter ausbauen; die Wachstumsstrategie für CEE bleibt laut CEO Hartwig Löger unvermindert aufrecht.

Die Marktpräsenz der VIG (Quelle: Unternehmenspräsentation Juli 2026, S. 6)

Der Erwerb der Nürnberger wird entsprechend als Diversifikation in den deutschen Markt begründet, die die Wachstumsstrategie in der Kernregion CEE stützen soll. Zugleich soll der Zukauf gruppenweit als Anbieter von Biometrie-Produkten positioniert werden.

Die Nürnberger-Transaktion im Überblick (Quelle: VIG Q1 2026 Results, S. 4)

Eigentümer und Management von VIG

Beim Blick auf die Eigentümerstruktur ist das auffälligste Merkmal, dass die VIG einen dominierenden Ankeraktionär hat. Hauptaktionär ist der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsverein mit rund 72 Prozent der Aktien, der Streubesitz beträgt rund 28 Prozent. Der Verein trägt seit 2010 seinen heutigen Namen und ist keine börsennotierte Gesellschaft, sondern ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ohne externe Anteilseigner. Zu seinen Hauptaufgaben zählt ausdrücklich die Erhaltung und Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Versicherungsgruppe. Operativ tritt er vor allem als Förderer kultureller und sozialer Aktivitäten in Erscheinung, mit Schwerpunkt auf den CEE-Ländern, in denen die Gruppe tätig ist. Bemerkenswert für die Verflechtungsanalyse: Der Versicherungsverein ist auch bei der Erste Group Bank als Aktionär vertreten.

Praktisch bedeutet diese Konstellation, dass die VIG faktisch nicht übernommen werden kann und aktivistische Investoren kaum Druck aufbauen können. Der Preis dafür ist ein vergleichsweise geringer Free Float mit entsprechend begrenzter Liquidität und die Tatsache, dass Minderheitsaktionäre in der Hauptversammlung strukturell überstimmt werden können. Ergänzend sichert die Satzung die Kontrolle auch für den Fall ab, dass die Mehrheit einmal verloren gehen sollte. Der Verein ist berechtigt, bis zu einem Drittel der Aufsichtsratsmitglieder zu entsenden. Dieses Entsendungsrecht ruht, solange sein Anteil mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien beträgt, und lebt wieder auf, sobald der Anteil diese Schwelle nicht mehr überschreitet.

Im Aufsichtsrat der VIG hat sich seit 2024 ein Generationenwechsel vollzogen, der zugleich die Kontinuität wahrt. Die Ära Günter Geyer endete mit der Hauptversammlung am 24. Mai 2024. Geyer war 1974 in die Wiener Städtische eingetreten, 1988 in den Vorstand aufgerückt und ab 2001 Generaldirektor. Er gilt als die prägende Gestalt hinter der CEE-Expansion und wechselte danach in die Leitung des Versicherungsvereins. Im Mai 2024 wurde Rudolf Ertl zum Vorsitzenden bis 30. Juni 2025 gewählt; am 1. Juli 2025 übernahm Peter Thirring nach Ablauf seiner Cooling-off-Periode den Vorsitz. Thirring wechselte 2016 von der Generali zur Gruppe und wurde Generaldirektor der DONAU, gehörte ab 2018 dem VIG-Vorstand an und ist seit 2023 stellvertretender Generaldirektor des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. Damit sitzt an der Spitze des Kontrollgremiums ein Mann, der zugleich in der Führung des Mehrheitsaktionärs verankert ist – ebenso wie Robert Lasshofer, der als Generaldirektor des Versicherungsvereins dem VIG-Aufsichtsrat angehört und 2024 zusätzlich den Aufsichtsratsvorsitz der Wiener Städtischen übernahm. Die Zusammensetzung ist international, unter anderem mit der ehemaligen EZB-Direktoriumsmitglied Gertrude Tumpel-Gugerell und Vertretern aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Im Vorstand hat es zuletzt eine deutliche Erweiterung gegeben. Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 wurde das Gremium von sieben auf acht Mitglieder aufgestockt – begründet mit dem Expansionskurs der Gruppe. Eine Besonderheit der Steuerung ist, dass jedes Vorstandsmitglied neben seinen Fachressorts eine Länderverantwortung trägt – bei CEO Hartwig Löger sind das Österreich, Tschechien und Deutschland.

Der CEO fällt insofern aus dem Muster, als er sich nicht im Konzern hochgedient hat. Hartwig Löger war vor seiner Zeit als österreichischer Finanzminister im Vorstand des Mitbewerbers Uniqa – zuletzt als Vorstandsmitglied der Uniqa Österreich Versicherungen AG, wo er für den Vertrieb verantwortlich war. Davor hatte er von 1997 bis 2002 die Vertriebsleitung der DONAU Versicherung inne – also bereits einer VIG-Gesellschaft. Nach dem Ausscheiden aus der Politik war Löger von Juli 2019 bis Dezember 2020 im Rahmen eines Beratervertrages mit dem Wiener Städtischen Versicherungsverein für die Gruppe tätig, bevor er im Jänner 2021 in den Vorstand einzog und mit 1. Juli 2023 die Führung von Elisabeth Stadler übernahm. Seine Anbindung an den Mehrheitsaktionär bestand also schon vor dem Eintritt in den Vorstand. Zusätzliches Gewicht hat er zuletzt in Deutschland bekommen: Nach dem Vollzug der Nürnberger-Übernahme wurde Löger im Juli 2026 zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Nürnberger gewählt.

Die Eigentümerstruktur der VIG (Quelle: VIG Equity Story)
Das Vorstandsteam der VIG (Quelle: Unternehmenspräsentation Juli 2026, S. 10)

Branchenprofil und Wettbewerbssituation

Die VIG konkurriert in rund 30 Ländern mit jeweils unterschiedlichen Mitbewerbern. Der Wettbewerb findet also auf Länderebene statt, während die Bilanz auf Gruppenebene entsteht. Genau dieser entscheidende Unterschied macht jeden Vergleich anspruchsvoll. Strukturell lassen sich in Zentral- und Osteuropa vier grenzüberschreitende Anbieter identifizieren – VIG, Uniqa, Generali und Allianz –, denen in den größeren Märkten nationale Champions gegenüberstehen. Die österreichische Dominanz in der Region ist dabei bemerkenswert: Laut FMA-Bericht stieg das Auslandsprämienvolumen der fünf international tätigen österreichischen Gruppen 2025 um 10,7 Prozent auf 14,3 Mrd. Euro und übertraf damit erneut das Inlandsgeschäft mit 11,3 Mrd. Euro; der Auslandsanteil liegt bei 56 Prozent.

Im Heimatmarkt ist die Konstellation eng. Nach VVO-Daten erzielten Österreichs Versicherer 2025 verrechnete Prämien von 22,3 Mrd. Euro; auf die Uniqa entfielen 20,8 Prozent, auf die Wiener Städtische 16,9 Prozent, auf die Generali 14,7 Prozent und auf die Allianz-Gruppe 8 Prozent. Zählt man DONAU und s-Versicherung hinzu, dreht sich das Bild: Auf Gruppenebene führt die VIG mit 22,5 Prozent vor der Uniqa. Je nach Aggregationsebene ist mal der eine, mal der andere Marktführer.

Der Wettbewerb wird zudem über Zukäufe ausgetragen. Hinter rund zwei Dritteln aller österreichischen Versicherungs-M&A-Transaktionen der Jahre 2015 bis 2025 stehen VIG und Uniqa, wobei allein die VIG für 42 Prozent aller Akquisitionen verantwortlich zeichnet – getrieben von dem Ziel, in 19 CEE-Ländern eine Top-3-Position zu erreichen. Bewegung kommt auch von der Konkurrenz: PZU und Bank Pekao haben im Juni 2025 ein Memorandum unterzeichnet, wonach künftig die Bank an der Spitze einer gemeinsamen Bank-Versicherungs-Gruppe stehen und als einziges Unternehmen an der Warschauer Börse notiert sein soll. Auf der westeuropäischen Seite ist im Dezember 2025 aus Helvetia und Baloise die Helvetia Baloise Holding entstanden.

Zusammengefasst gibt es keinen echten Vergleichskonzern. Die VIG ist ein Hybrid aus der Größe eines europäischen Mid Caps, der Produktbreite eines Multi-Line-Versicherers und einem Wachstumsprofil, das eher Schwellenländer-Charakter hat. Der Geschäftsmix ist der nächste Filter. Die Uniqa hat einen deutlich höheren Krankenversicherungsanteil, die PZU konsolidiert Banken und ist damit als Versicherungsvergleich nur eingeschränkt brauchbar. Ein Multiple-Vergleich ohne Bereinigung um den Sparten- und Segmentmix führt in die Irre.

Als einziger wirklich belastbarer Einzelvergleich bleibt die Uniqa: gleicher Heimatmarkt, weitgehend deckungsgleicher CEE-Präsenz und vergleichbare Ratingstufe – mit dem Vorbehalt, dass der Krankenversicherungsanteil und die Eigentümerstruktur abweichen. Womit die Einladung ausgesprochen wäre, sich in dieser Serie als Nächstes die Uniqa vorzunehmen.

Chancen & Risiken

Die grundlegendste Chance der VIG ist struktureller Natur und lässt sich nicht kurzfristig replizieren. Die Versicherungsgruppe ist in einer Region Marktführer, in der die Versicherungsdichte noch deutlich unter westeuropäischem Niveau liegt und die Wirtschaft schneller wächst. Solange sich Prämienvolumen und Kaufkraft dem westeuropäischen Niveau angleichen, wächst der Markt aus sich selbst heraus – ohne dass die VIG Marktanteile gewinnen müsste. Ihr Vorsprung stammt dabei aus dem frühen Markteintritt 1990 und einer über 35 Jahre gewachsenen lokalen Verankerung, die neue Wettbewerber nur teuer nachkaufen können.

Der zweite Hebel ist die Kapitalstärke. Die Solvenzquote lag Ende des ersten Quartals 2026 bei 290 Prozent gegenüber dem strategischen Zielband von 150 bis 200 Prozent. Diese Differenz erlaubt Zukäufe ohne Kapitalerhöhung. Darin hat die VIG einen imposanten Track Record: Sie zeichnet für 42 Prozent aller österreichischen Versicherungs-M&A-Transaktionen der vergangenen zehn Jahre verantwortlich. Dazu kommt eine moderate Ausschüttungsquote von zuletzt nur rund 27 Prozent, die reichlich Luft für weitere Dividendensteigerungen lässt.

Die Akquisition der Nürnberger Versicherung ist die dritte, wenn auch zweischneidige Chance. Sie diversifiziert die Gruppe erstmals nennenswert außerhalb der CEE-Region und Österreich, bringt Biometrie-Kompetenz ein, die konzernweit vermarktet werden soll, und bietet als Sanierungsfall einen erheblichen Ergebnishebel, falls die Restrukturierung im Schaden- und Unfallgeschäft gelingt.

Hinzu kommen kleinere, aber charakteristische Nischenpositionen: In der Ukraine hat die VIG eine Kooperation mit der US-Entwicklungsfinanzierungsagentur DFC zur Absicherung von Kriegsrisiken abgeschlossen. Über eine Partnerschaft mit der IFC hat diese zehn Prozent am rumänischen Pensionsfonds erworben. In Moldau soll die Gruppe durch den Erwerb von Moldasig gemeinsam mit der bestehenden Donaris zum Marktführer aufsteigen.

Ein offensichtliches Risiko ist politisch und in dieser Schärfe westeuropäischen Peers fremd. Der ungarische Fall ist der Präzedenzfall: Die Aegon-Übernahme wurde vom Innenministerium blockiert und endete in einer Konstruktion mit 45 Prozent Staatsbeteiligung, 2025 folgten Firmenwertabschreibungen von rund 72 Mio. Euro. Sondersteuern, Preisregulierung in der Kfz-Haftpflicht und staatliche Eingriffe in Produktgestaltung sind in der Region keine Ausnahmefälle. Dazu kommt die Geopolitik – Ukraine, Belarus, die Türkei mit Hyperinflationsrechnungslegung – die Ergebnis- und Währungsvolatilität erzeugt, die mit der operativen Leistung nichts zu tun hat.

Außerdem sind klimabedingte Schadenereignisse ein bleibender Risikofaktor. Das Hochwasser nach Sturmtief Boris kostete 2024 brutto 617 Mio. Euro und war das größte Schadenereignis der Konzerngeschichte. Analysten weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Combined-Ratio von 90,1 Prozent im Jahr 2025 vor allem dem Ausbleiben größerer Naturkatastrophen zu verdanken sei. Die niedrige Versicherungsdurchdringung in CEE ist eben nicht nur Wachstumsversprechen, sondern auch Ausdruck einer Schutzlücke, deren Schließung Volatilität in die Ergebnisstruktur der VIG bringt.

Das Umsetzungsrisiko der Nürnberger Versicherung ist substanziell. Der fränkische Versicherer schrieb 2024 bei rund 3,6 Mrd. Euro Beitragseinnahmen einen Verlust von 77 Mio. Euro, vor allem wegen des sanierungsbedürftigen Schaden- und Unfallgeschäfts, in dem profitables Wachstum erst ab 2027 angestrebt wird. Es ist der erste Großzukauf in einem gesättigten, hart umkämpften Markt, in dem die VIG bislang nur als Nischenanbieter präsent war. Konkrete Synergien muss die Gruppe nach der Integration erst nachweisen.

Schließlich verschärft sich der Wettbewerb. Im polnischen Kfz-Geschäft spricht das Management selbst von scharfer Konkurrenz; PZU und Pekao formieren sich zu einem der größten Finanzkonglomerate Europas, und Generali wie Allianz treiben ihre CEE-Positionen mit globaler Bilanzkraft voran. Parallel dazu drückt datengetriebene Tarifierung auf die Margen im Massengeschäft.

Die Finanzen der VIG

Nachdem ich mir einen Überblick über die Branche im Allgemeinen verschafft sowie das Unternehmen, das Management und den Wettbewerb näher betrachtet habe, blicke ich in die Bilanz und die daraus abgeleiteten Finanzkennzahlen der VIG. Der Fokus liegt hierbei auf den Aspekten Wachstum, Profitabilität und Solvabilität.

Zur Analyse der finanziellen Situation sehe ich mir im ersten Schritt die Entwicklung von Umsatz und Gewinn an. Im Durchschnitt wuchs die Top-Line in den letzten fünf Jahren um 8,1 Prozent p.a.

Entwicklung des Umsatzes der VIG (Quelle: Aktienfinder)

Beim Gewinn pro Aktie erkennt man seit 2020 insgesamt eine sehr dynamische Entwicklung nach oben. Ziehen wir das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 heran, so stieg der bereinigte Gewinn pro Aktie um 29,7 Prozent an (6,46 vs. 4,98 Euro). VIG erzielte 2025 einen Nettogewinn von 835 Mio. Euro.

Entwicklung des Gewinns pro Aktie der VIG (Quelle: Aktienfinder)

Ein kritischer Blick auf die Verschuldungssituation zeigt, dass die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten 2,7 Mrd. Euro betragen, denen zum Ende des Geschäftsjahres 2025 liquide Mittel und Wertpapiere von 1,4 Mrd. Euro gegenüberstehen. Daraus ergibt sich eine niedrige Nettoverschuldung von 1,3 Mrd. Euro.

Entwicklung der Verschuldung der VIG (Quelle: Aktienfinder)

Die Solvabilität der VIG entwickelt sich seit Jahren auf konstant hohem Niveau. Die Gruppen-Solvenz-II-Quote setzt die anrechenbaren Eigenmittel ins Verhältnis zum Solvenzkapitalerfordernis (SCR); 100 Prozent ist die regulatorische Untergrenze. Die VIG berichtet standardmäßig inklusive Übergangsmaßnahmen und weist die Quote ohne diese zusätzlich aus. Die sogenannte Solvency-II-Quote bewegt sich oberhalb des selbst gesteckten Zielkorridors von 150 bis 200 Prozent. In den letzten Jahren lag sie konstant deutlich über 250 Prozent:

  • 2025: 296 %
  • 2024: 261 %
  • 2023: 269 %
  • 2022: 280 %
Entwicklung des Solvency II Ratios der VIG (Quelle: Preliminary Results 2025, S. 19)

Zuletzt betrachte ich die Profitabilität der VIG anhand der Entwicklung von Operativ- und Netto-Margen. Seit dem Geschäftsjahr 2020 sieht man einen dynamischen Aufwärtstrend im Margenprofil der Versicherungsgruppe. In den letzten fünf Jahren schaffte es das VIG-Management, die Margen zu verdoppeln.

Entwicklung der Margen der VIG (Quelle: Aktienfinder)

Aktuelle Bewertung der VIG-Aktie

Obwohl ich bei der Bewertung von Unternehmen derselben Branche gerne den sogenannten Enterprise Value (EV) bevorzuge, ergibt dieser Schritt bei Versicherungen aufgrund der für dieses Geschäftsmodell typisch hohen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Bestandskunden keinen Sinn. Genauso wenig zu gebrauchen sind allfällige Kennzahlen in Verbindung mit dem Free Cashflow. Der von Versicherungen erwirtschaftete Cashflow ist nicht so einfach zu ermitteln wie der von Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen.

In Verbindung mit dem bereinigten KGV möchte ich für die Bewertungsanalyse von Versicherungen auf das Kurs-Buchwert-Multiple (Price-to-Book-Value) zurückgreifen. Grundsätzlich bedeutet ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von weniger als 1, dass das Unternehmen an der Börse weniger wert ist als sein Buchwert. Im Gegensatz dazu zeigt ein KBV von mehr als 1, dass der Markt den Wert des Unternehmens über seinem Buchwert bewertet. Wie bei allen generischen Daumenregeln muss der unternehmensindividuelle Kontext in der Analyse jedoch vom sorgfältigen Investor mitgedacht werden. Unbestritten dient das KBV nicht als allein bestimmendes Kriterium für eine Kaufentscheidung, weil die Kennzahl den wahren wirtschaftlichen Wert vieler Unternehmen nicht korrekt widerspiegelt. Versicherer und Banken werden mitunter über lange Zeiträume unter Buchwert gehandelt, obwohl die Unternehmen solide Gewinne erwirtschaften und gut kapitalisiert sind.

Im Anwendungsfall der VIG liegt das KBV aktuell bei 1,3 – nahe dem historischen Höchststand. Im Jahr 2020 wurde die Aktie mit einem Multiple von unter 0,4 deutlich günstiger gehandelt als aktuell.

Kurs-Buchwert-Verhältnis der VIG (Quelle: tikr.com)

Der maximale Kursrückgang lag in den vergangenen zehn Jahren bei rund 45 Prozent im Jahr 2020:

Unterwasser-Chart der VIG-Aktie (Quelle: aktien.guide)

Im Zehnjahreszeitraum brachte ein Investment in die VIG-Aktie, gemessen am Total Return, eine bemerkenswerte Gesamtperformance von rund 479 Prozent für den Anleger:

Total Return der VIG (Quelle: aktien.guide)

Die Kapitalallokation der VIG

In der Kapitalallokationsstrategie der VIG stehen die Dividende und anorganisches Wachstum durch M&A im Mittelpunkt. Das überschüssige Kapital fließt zuerst in Zukäufe. Die Nürnberger-Übernahme hatte ein Volumen von rund 1,4 Mrd. Euro, daneben liefen 2025 kleinere Transaktionen wie der Erwerb von Moldasig oder die Phinance-Beteiligung in Polen. Aktienrückkäufe spielen in der Kapitalallokation der VIG schlicht keine Rolle. Weder die Dividendenpolitik noch die Strategie evolve28 erwähnen sie als Instrument. Weiters ist ein laufendes Programm nicht bekannt. Der strukturelle Grund für das fehlende Buyback-Programm liegt auf der Eigentümerseite: Bei rund 72 Prozent Anteil des Wiener Städtischen Versicherungsvereins würde jeder Rückkauf dessen Quote mechanisch weiter erhöhen – Richtung und über die 75-Prozent-Schwelle – und den ohnehin überschaubaren Streubesitz zusätzlich verknappen.

Die Dividendenpolitik der VIG (Quelle: Preliminary Results 2025, S. 7)

Die VIG verfolgt grundsätzlich eine für Aktionäre attraktive Dividendenpolitik. Bei der Betrachtung der langjährigen Dividendenhistorie fällt jedoch auf, dass die VIG in Phasen externer Schocks (Finanzkrise 2008, Covid-Pandemie 2020) oder unternehmensspezifischer Probleme (Wertberichtigung auf ein IT-Programm 2015) die Dividende teilweise massiv gekürzt hat.

Die Dividendenhistorie der VIG (Quelle: aktien.guide)

Bei einem aktuellen Kurs von 67,70 Euro errechnet sich eine Dividendenrendite von 2,6 Prozent auf Basis der Dividende. Abschließend die Dividendenausschüttungen der letzten Jahre im Überblick:

Die Dividendenentwicklung von VIG (Quelle: Aktienfinder)

Die jährlich ausgeschüttete Dividende beträgt aktuell 1,73 Euro pro Aktie und wurde diesen Mai ausbezahlt. Ziehen wir den Durchschnittswert des Gewinns der letzten drei Jahre als Grundlage für die Ermittlung der Ausschüttungsquote heran, landen wir bei einem komfortablen Ergebnis von 32,6 Prozent für das Payout-Ratio.

DIE NÄCHSTEN WEBINARE MIT CLEMENS FAUSTENHAMMER BEI CAPTRADER

Ein professionelles Porträt eines lächelnden Mannes namens Clemens Faustenhammer in dunkler Jacke und blauem Hemd vor unscharfem Hintergrund.
Clemens Faustenhammer

Der aus Österreich stammende Privatinvestor Clemens Faustenhammer mit dem Fokus auf Dividendenwachstumswerte und Total Return lebt mit seiner Familie in der Nähe von Wien. Als diplomierter Betriebswirt mit ausgeprägter Passion zur Wirtschaftsgeschichte bekleidet er seit über einem Jahrzehnt unterschiedliche Führungspositionen in der Finanzbranche. Dabei spielt die Börse sowohl beruflich als auch privat eine bedeutende Rolle. Seit 2005 investiert er am Kapitalmarkt, sein Fokus liegt seit zehn Jahren insbesondere auf Einzelwerten.

Alle Beiträge ansehen
Pflichtangaben und Disclaimer

Dies ist eine Marketingmitteilung im Sinne des § 63 Abs. 6 Wertpapierhandelsgesetz und beinhaltet weder Anlagestrategieempfehlungen noch Anlageempfehlungen oder Finanzanalysen gemäß § 85 WpHG und Artikel 20 der Marktmissbrauchsverordnung. Sie erfüllt deshalb nicht die gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Objektivität von Anlagestrategieempfehlungen/Anlageempfehlungen/Finanzanalysen. Für die CapTrader GmbH oder ihre Mitarbeiter besteht daher kein gesetzliches Verbot, vor Veröffentlichung der Information in den darin genannten Wertpapierprodukten zu handeln oder Dienstleistungen durchzuführen.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Pflichtangaben und Haftungsbeschränkung finden Sie zu CapTrader und zu etwaigen Drittcontenterstellern unter https://www.captrader.com/marketingmitteilung/angaben
Bitte beachten Sie, dass die Anlage in Finanzinstrumenten hohe Risiken beinhaltet und nehmen Sie unseren Haftungsausschluss nebst den gesetzlichen Pflichtangaben an dem angegebenen Orten zur Kenntnis.

  1. Pflichtangaben

Verantwortlich: CapTrader GmbH, Elberfelder Straße 2, 40213 Düsseldorf; Handelsregisternummer: HRB 86537 Amtsgericht Düsseldorf; USt-ID DE323771603; Geschäftsführer Andreas Weiß, Christian Weiß, Michael Heyder; Tel:  +49 211-740786-00, Fax: +49 211-740786-90.

Zuständige Aufsichtsbehörde: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindorfer Straße 108, D – 53117 Bonn und Marie-Curie-Str. 24-28 D – 60439 Frankfurt am Main, Tel: 0228 4108 – 0 Fax: 0228 4108 1550 E-Mail: poststelle@bafin.de; Institutsnummer 10156708

Interessenkonflikte CapTrader bei Marketingmitteilungen: CapTrader GmbH bestätigt, dass sie keine Positionen in den genannten Finanzinstrumenten halten über die ggf. in der Marketingmitteilung selbst erwähnten Positionen hinaus. Es bestehen auch keine anderen Interessenkonflikte im Sinne der Finanzanalyse- und Marketingmitteilungs-Richtlinie der CapTrader GmbH.

Interessenkonflikte und Pflichtangaben des Drittcontenterstellers bei Marketingmitteilungen mit Finanzinstrumentsempfehlungen: Siehe unter https://www.captrader.com/marketingmitteilung/angaben  zu Erstellern bei Drittcontent

Das Urheberrecht an der Marketingmitteilung wird vorbehalten, Nachdruck und Verbreitung ist nur mit unserer Zustimmung zulässig.

  1. Haftungsausschluss

Mit Annahme des Inhalts akzeptiert der Empfänger die Verbindlichkeit der Haftungsbeschränkung.

a) Haftungsausschluss für Drittcontent

Die CapTrader GmbH bietet Autoren – wie z.B. Redakteuren, Gastkommentatoren, Agenturen und Unternehmen – die Möglichkeit, Kommentare, Analysen, Nachrichten und Unternehmensmeldungen zu veröffentlichen. Ihre Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinungen und Auffassungen von CapTrader GmbH und deren Mitarbeiter wider. Für diese Inhalte übernimmt die CapTrader GmbH weder Haftung noch Gewähr. Dies gilt insbesondere für unvollständige oder falsch wiedergegebene Meldungen, falsche Kursangaben und redaktionelle Versehen. Haftungsansprüche, die sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der veröffentlichten Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.

b)           Haftungsausschluss für die eigenen Inhalte von CapTrader

CapTrader hat die eigenen Informationen in dieser Marketingmitteilung aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu überprüfen. Dementsprechend gibt CapTrader keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Nachträgliche Änderungen können nicht berücksichtigt werden. Die Marketingmitteilung stellt kein Angebot und keine Aufforderung dar, Aktien des Emittenten zu erwerben und ersetzt keinesfalls die anleger- und objektgerechte Beratung. Wir können nicht überprüfen, ob sich die Informationen der Marketingmitteilung mit Ihren persönlichen Anlagestrategien und Zielen decken. Für eine anleger- und objektgerechte Beratung empfehlen wir Ihnen, einen Anlageberater aufzusuchen. Die Marketingmitteilung kann und soll ein für eine Investition erforderliches Wertpapierprospekt und/oder eine fachkundige Anlageberatung keinesfalls ersetzen. Sie kann daher nie alleinige Grundlage für die Entscheidung über eine Investition sein. Mit Entgegennahme der Marketingmitteilung akzeptiert der Empfänger die Verbindlichkeit der vorstehenden Haftungsbeschränkung.

CapTrader stellt die Informationen trotz sorgfältiger Beschaffung und Bereitstellung nur ohne Gewähr für die Richtigkeit/Vollständigkeit, Aktualität oder Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der zum Abruf bereitgehaltenen und angezeigten Börsen- und Wirtschaftsinformationen, Kurse, Preise, Indizes, allgemeinen Marktdaten, Bewertungen, Einschätzungen sowie der sonstigen zugänglichen Inhalte zur Verfügung. Dies gilt auch für Inhalte von Dritten. Historische Betrachtungen sowie Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Entwicklungen dar. Die insbesondere im Zusammenhang mit Produktinformationen dargestellten Sachverhalte dienen ausschließlich der Illustration und lassen keine Aussagen über zukünftige Gewinne oder Verluste zu. Etwaig genannte Konditionen sind als unverbindliche Indikationen zu verstehen und sind abhängig von dem Marktgeschehen am Abschlusstag.

CapTrader übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Marketingmitteilungen verursacht und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Marketingmitteilung im Zusammenhang stehen.

Die Informationen bzw. Meinungen und Aussagen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Marketingmitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Publikation geändert wurde.

CapTrader ist nicht dazu verpflichtet, die Informationen in dieser Marketingmitteilung zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. Die Darstellung von Wertentwicklungen von Finanzinstrumenten über vorausgegangene Zeiträume erlaubt keine verlässliche Aussage über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den zukünftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in dieser Publikation genannten Finanzinstrumente kann daher nicht übernommen werden.

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Verbreitung: Diese Publikation kann nur gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in den jeweiligen Ländern verteilt werden, und Personen, die im Besitz dieser Publikation sind, sollten sich über die anwendbaren lokalen Bestimmungen informieren. Die hier wiedergegebenen Informationen richten sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn-, bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Die Inhalte sind daher ausschließlich in deutscher Sprache gefasst. Insbesondere enthält diese Publikation weder ein Angebot, noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritannien und Australien.

Steuern: Die steuerliche Behandlung von Finanzinstrumenten hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein, die ggf. auch zurückwirken können.

Historische Betrachtungen sowie Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Entwicklungen dar. Die insbesondere im Zusammenhang mit Produktinformationen dargestellten Sachverhalte dienen ausschließlich der Illustration und lassen keine Aussagen über zukünftige Gewinne oder Verluste zu. Etwaig genannte Konditionen sind als unverbindliche Indikationen zu verstehen und sind abhängig von dem Marktgeschehen am Abschlusstag.

CapTrader übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung verursacht und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung im Zusammenhang stehen.

Die Informationen bzw. Meinungen und Aussagen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Marketingmitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Publikation geändert wurde.

CapTrader ist nicht dazu verpflichtet, die Informationen zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. Die Darstellung von Wertentwicklungen von Finanzinstrumenten über vorausgegangene Zeiträume erlaubt keine verlässliche Aussage über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den zukünftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in dieser Publikation genannten Finanzinstrumente kann daher nicht übernommen werden.

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Verbreitung: Diese Publikation kann nur gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in den jeweiligen Ländern verteilt werden, und Personen, die im Besitz dieser Publikation sind, sollten sich über die anwendbaren lokalen Bestimmungen informieren. Die hier wiedergegebenen Informationen richten sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn-, bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Die Inhalte sind daher ausschließlich in deutscher Sprache gefasst. Insbesondere enthält diese Publikation weder ein Angebot, noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritannien und Australien.

Steuern: Die steuerliche Behandlung von Finanzinstrumenten hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein, die ggf. auch zurückwirken können.

E-Mail:

info@captrader.com

E-Mail schreiben

Telefon:

Hotline (Deutschland)
0800-8723370

Hotline (International)
00800-08723370

Weitere Kontaktmöglichkeiten