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Aktie mit hoher Dividende: Welche Titel lohnen sich 2026?

Die Gewinnausschüttung eines Aktienunternehmens ist für Anleger sehr lukrativ - wenn man die richtigen Titel im Portfolio hat! Wir haben für Sie analysiert, welche Aktien mit hoher Dividende sich besonders lohnen und wann es “zu viel des Guten” ist. 

Eine einfache Gliederung eines Dokuments mit horizontalen Linien und einer gelben Lupe davor, die die Dokumentprüfung oder -suche symbolisiert.

Das wichtigste in Kürze

  • Aktien mit hoher Dividende sind Titel, die besonders hohe Gewinnausschüttungen pro Jahr auszahlen
  • Die Aktien mit der höchsten Auszahlung sind nicht automatisch die besten Investments
  • Extrem hohe Ausschüttungen deuten fast immer auf fundamentale Probleme hin
  • Anleger müssen einen Sweetspot zwischen Aktien mit hoher Dividende und stabilen, wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen finden

Warum sollte ich auf Aktien mit hoher Dividende setzen?

Dividenden bieten ein attraktives Zusatzeinkommen: Zahlreiche Unternehmen (etwa 40 Prozent aller Aktiengesellschaften) schütten solche Gewinnbeteiligungen an ihre Aktionäre aus. Die Auszahlungen können von wenigen kleinsten Summen bis hin zu zweistelligen Prozentsätzen reichen! 

Wer mindestens ein solches Wertpapier besitzt, erhält den Betrag nach dem Auszahlungsdatum gutgeschrieben. Kaum ein Anleger würde diesen zusätzlichen Cashflow ausschlagen; dennoch werden Dividendenstrategien gern belächelt. 

Investoren und Trader rümpfen die Nase, wenn sie die üblichen Dividendenrenditen von drei, vier oder fünf Prozent pro Jahr sehen. Ein Fehler, wie ein Blick auf die Statistik zeigt! Denn die ausschüttenden Firmen liefern ein besseres Durchschnittsergebnis ab als zum Beispiel der S&P 500. 

Das gelingt, weil hier Ausschüttungsquoten und ein solides Wachstum zusammenkommen. Aktien mit hoher Dividende können nämlich mehr, als nur auszahlen: Sie sind meist sehr reif, haben ihre Marktanteile fest in der Hand und wirtschaften langfristig erfolgreich. Das sorgt für Krisenfestigkeit und langsames, aber verlässliches Wachstum.

Gewaltige Preissprünge kann man hier zwar nicht erwarten; die überschaubaren Kurssteigerungen sind jedoch bereits ausreichend, um in Verbindung mit den hohen Dividenden ein sehr gutes Gesamtergebnis zu erzeugen! 

Natürlich haben solche Aktien mit hoher Dividende noch weitere Vorteile: Sie gelten als vergleichsweise krisensicher und risikoarm - Sie müssen bei der Auswahl allerdings darauf achten, schwarze Schafe zu vermeiden! 

Denn vor allem unter den Unternehmen mit der höchsten Dividende finden wir viele fundamentale Probleme. Ein Investment bei wirtschaftlicher Schieflage würde sich nicht lohnen: Selbst die höchsten Auszahlungen könnten die zu erwartenden Kursverluste nicht ausgleichen. 

Passende Aktiengesellschaften für Ihr Dividendenportfolio zu finden, ist also keine leichte Aufgabe. Jeder Anleger kann sich eine Liste der Unternehmen mit der höchsten Gewinnausschüttung anzeigen lassen, aber die Firmen zu finden, die sich wirklich lohnen, erfordert einiges an Geschick. 

Das kann CapTrader:

Aktien mit hoher Dividende sind vor allem als langfristige Investments interessant. Bei CapTrader profitieren Sie von einem kostenlosen Depot und besonders niedrigen Transaktionskosten, so dass sich Ihr Dividendenportfolio auch auf lange Sicht maximal lohnt!

Dividende, Dividendenrendite, Auszahlungsintervalle … was ist was?

Wenn wir Aktien mit hoher Dividende betrachten, müssen wir zunächst einige Grundbegriffe erläutern. Denn es gibt zahlreiche Missverständnisse und Verwechslungen im Zusammenhang mit ausschüttenden Wertpapieren!

Dividende: Sie stellt die eigentliche Auszahlung dar und wird in absoluten Beträgen, in Euro, Dollar oder der jeweils passenden Währung, angegeben. Die Anteilseigner erhalten den Betrag fast immer in Bar gutgeschrieben, wobei auch Auszahlungen in Form weiterer Aktien oder sogar physischer Güter möglich sind. 

Die Summe bezieht sich dabei stets auf eine Aktie. Liegt die Dividende zum Beispiel bei 1,50 €, erhält ein Anleger mit einem Wertpapier in seinem Portfolio 1,50 € ein Anleger mit zwei Aktien 3,00 €, mit zehn Stück dann 15,00 € und so weiter … 

Auch die Bezeichnung “Gewinnausschüttung” ist geläufig, da das Kapital in der Regel einen Anteil am Gewinn der Aktiengesellschaft darstellt - einige Firmen nehmen jedoch sogar Schulden auf, um ihre Aktionäre mit einer Auszahlung zu beglücken. 

Ob eine Gewinnbeteiligung gezahlt wird und wie hoch diese ausfällt, ist zunächst ein Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand einer Aktiengesellschaft. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung können die Aktionäre abstimmen, ob sie diesen Vorschlag annehmen möchten. 

Aus Unternehmenssicht sollte eine solche Zahlung wohlüberlegt sein! Sie bietet sich vor allem an, wenn keine dringenden Investitionen anstehen und die wirtschaftliche Situation günstig ist. Bei Schwierigkeiten kann auch das Aussetzen oder Reduzieren sinnvoll sein, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden. Dies sendet allerdings häufig ein negatives Signal an die Aktionäre und kann den Börsenkurs beeinflussen. 

Ob eine Aktie mit hoher Dividende lukrativ ist, lässt sich auf den ersten Blick nicht sagen. Ein hoher Betrag wirkt vielleicht ansprechend; ist der Preis des Wertpapiers aber ebenfalls sehr hoch, bietet die Auszahlung nur eine geringe “Return on Investment”: Wir erhalten für das eingesetzte Kapital nur wenig Rendite. 

In den meisten Fällen taugt die der Auszahlungsbetrag daher nicht als Maßstab. Man setzt ihn deshalb ins Verhältnis zum Aktienkurs und erhält so die Dividendenrendite

Dividendenrendite: Um besser einschätzen zu können, wie hoch die Gewinnausschüttung ausfällt, müssen wir die Auszahlung (in Euro, Dollar etc.) in Abhängigkeit vom Börsenkurs betrachten. Hierzu kommt die Dividendenrendite zum Einsatz. 

Wir teilen dafür den aktuellen Aktienkurs durch die Dividende. Das Ergebnis ist ein Prozentwert, der die Rendite pro Jahr angibt. Für jeden Euro, den wir in das Wertpapier investieren, könnten wir also mit dem jeweiligen Prozentwert als Gewinn rechnen. 

Die Dividendenrendite unterliegt dabei jedoch einer zeitlichen Einschränkung: Der Aktienkurs kann sich jederzeit verändern, die Dividende wird jedoch nur einmal jährlich festgelegt. Dadurch sind Verzerrungen möglich, die den Anschein einer sehr hohen Rendite (bei fallenden Kursen) oder sehr geringen Auszahlungen (bei steigenden Preisen) erwecken. 

Auch die Dividendenrendite ist also keine perfekte Kennzahl für Aktien mit hoher Dividende; wir müssen sie immer in Abhängigkeit von der aktuellen Kursentwicklung betrachten. 

Dividendenzahlung: Die Auszahlung erfolgt zu einem im Voraus festgelegten Stichtag. Kurze Zeit später trifft der Betrag auf den Konten der Aktionäre ein - wie lange der Vorgang dauert, hängt vom gewählten Broker und Aspekten wie dem Handelsplatz ab. 

Auf den Zahltag folgt das “Ex-Dividende-Datum, also der erste Handelstag nach der Ausschüttung. Der Aktienkurs sinkt dabei in der Regel um einen Wert, der dem ausgezahlten Prozentsatz entspricht. Dafür gibt es zweierlei Gründe: 

  1. Die Gewinne haben das Unternehmen “verlassen” und befinden sich nun in den Taschen der Aktionäre. Damit verfügt die Aktiengesellschaft jetzt über weniger Kapital und ist insgesamt weniger Wert, was sich in den Kursen widerspiegelt
  2. Das Wertpapier ist nach der Auszahlung für Anleger weniger interessant, da sie jetzt vergleichsweise lange warten müssen, bis erneut eine Dividendenzahlung ansteht. Obwohl es auch einige Aktien mit monatlicher Dividende gibt, ist eine jährliche oder halbjährliche Ausschüttung die Regel. Diese Wartezeit von bis zu einem Jahr bietet eine höhere Wahrscheinlichkeit für Krisen und Probleme. “Dividendenjäger” schlagen daher kaum direkt nach der Auszahlung zu und warten lieber ab, was wiederum für eine geringe Nachfrage und sinkende Kurse sorgt. 
Person mit einem Smartphone, auf dem eine Finanz-App angezeigt wird; der deutsche Text wirbt für die Eröffnung eines Wertpapierdepots und nennt verschiedene Vorteile.

Hohe Dividende, aber richtig! Diese Titel lohnen sich besonders

Gewinnausschüttungen sind grundsätzlich lukrativ, doch es gibt Einschränkungen: Eine sehr hohe Dividende mag vielleicht verlockend wirken, kann aber auch auf ernsthafte Missstände und kommende Probleme hindeuten! Vor allem in zu extremer Form sind solche scheinbaren Cash-Geschenke mit äußerster Vorsicht zu genießen. 

Wenn wir einen Blick auf die Ausschüttungsquoten werfen, sehen wir viele solcher kuriosen Aktien. Wir wählen dazu ein beliebiges Börsenportal aus, das eine große Anzahl von Gesellschaften listet. Diese Liste sortieren wir nun absteigend nach der Dividendenrendite. 

An den obersten Stellen begegnen uns jetzt Firmen, die teilweise mehr als 100 Prozent Gewinnausschüttungen bieten! Dass es bei diesen Zahlen nicht ganz mit rechten Dingen zugehen kann, versteht sich von selbst. 

Aber wie entstehen so absurd hohe Dividenden? Mathematisch betrachtet gibt es hierfür lediglich zwei Gründe: Eine sehr hohe Gewinnausschüttung oder sehr niedrige Kurse. Denn die Dividendenrendite entsteht, wenn wir den Kurswert der Aktie durch die Ausschüttung pro Aktie teilen. Erfahren Sie im Beitrag zu dividendenstarke Aktien mehr darüber.

Wir haben einige mögliche Gründe und mögliche Folgen bei beiden Phänomenen zusammengefasst, die zu einer solchen Verzerrung führen können:  

1. Stark gefallene Kurse 

Sind die Kurse in vergleichsweise kurzer Zeit stark gefallen, kann eine übertrieben hohe Dividendenrendite entstehen. Grund ist dann die letzte Gewinnausschüttung, die noch in den Unternehmensdaten und Finanzportalen hinterlegt ist. Sie war meist deutlich höher und wirkt im Vergleich zu den neuen, niedrigen Kursen enorm. 

An dieser Stelle gibt es mehrere Richtungen, in die sich die Aktie entwickeln kann. Welches Szenario eintritt, ist im voraus nahezu unmöglich abzuschätzen: 

  • Die Aktiengesellschaft unternimmt Bemühungen, das Ruder herumzureißen und beginnt mit Sanierungsmaßnahmen. Die aktuell hohe Dividende wird zur nächsten Hauptversammlung gestrichen oder zumindest massiv gekürzt, sodass sich auch die Dividendenrendite wieder normalisiert. 

Ein Investment zu diesem Zeitpunkt ist in der Regel sehr günstig möglich, da Unternehmen inmitten einer solchen Sanierung mehrheitlich unterbewertet sind. Es handelt sich jedoch um ein äußerst riskantes Unterfangen, da der Erfolg der Maßnahmen keineswegs sicher ist! Zudem ist aus Anlegersicht unklar, wann der “Rock Bottom” erreicht ist und ob die Kurse noch weiter fallen. 

  • Das Unternehmen steuert ungebremst auf die Insolvenz zu. Es werden keine Sanierungs- oder sonstige Maßnahmen eingeleitet. Auch die Dividende und Dividendenrendite bleiben sehr hoch, da Management und Aktionäre zumindest noch etwas Kapital aus ihren Anteilen herauspressen möchten. 

Vom Kauf zu diesem Zeitpunkt ist dringend abzuraten, da die Pleite direkt bevorstehen kann. Es ist ungewiss, ob es noch zu einer weiteren Ausschüttung kommt. Im Falle einer Unternehmensauflösung müssen Sie damit rechnen, das eingesetzte Kapital vollständig zu verlieren. 

  • Es kommt aus anderen Gründen zu fallenden Kursen. So kann zum Beispiel ein Börsencrash für erhebliche Kursrückgänge sorgen: Während der COVID-Krise 2020 sahen die Märkte massive Einbrüche, die auch klassische, bewährte Dividendenakten betrafen. 

Halbierte Kurse sorgen für eine verdoppelte Dividendenrendite, da die Gewinnausschüttung im Vergleich dazu nun sehr hoch erscheint. Im Falle des COVID-Crashs waren die Verluste jedoch nach wenigen Tagen bereits vollständig ausgeglichen und sogar neue Gewinne erzielt. 

Der S&P500 zeigte während der COVID-Krise einen dramatischen Einbruch, gefolgt von schneller Rückkehr. Die Dividendenrendite stieg bei vielen Unternehmen durch die fallenden Kurse während des Crashs erheblich an. 

Die hohe Dividendenrendite wäre also nur eine Momentaufnahme gewesen, wenig zum tatsächlichen Zustand eines Unternehmens aussagt. Leider ist es für Anleger, die sich gerade in einer solchen Krise befinden, unmöglich, Länge und Intensität der Phase zuverlässig abzuschätzen. 

Ein Mann im Anzug steht vor einem verschwommenen Bürohintergrund mit deutschem Text, der für ein Dividendenportfolio mit Clemens Faustenhammer wirbt.

2. Sehr hohe Dividende

Ist die Dividende im Vergleich zum aktuellen Börsenkurs sehr hoch, entsteht ebenfalls eine enorme Dividendenrendite. Sie muss nicht zwangsläufig schlecht sein, da zum Beispiel bei Investmentklassen wie REITs zweistellige Ausschüttungsquoten durchaus üblich sind. 

Vorsicht ist jedoch bei drastischen Steigerungen der Gewinnbeteiligung geboten: Sie kann ebenfalls auf Missstände und Versuche, vor der Insolvenz noch etwas Cash zu generieren, hindeuten. 

Auch starkes Wachstum der Gewinne wäre ein möglicher Grund für eine schnell ansteigende Ausschüttung; in der Praxis dürfte dies aber nur äußerst selten den Grund bilden. Denn im Falle eines so erheblichen Erfolgs dürfte der Aktienkurs deutliche schneller ansteigen als die Dividende. 

Das kann CapTrader:

Für die erfolgreiche Suche nach passenden Dividendenaktien benötigen Sie Zugriff auf die besten Titel rund um die Welt. CapTrader bietet Ihnen mehr als 1,2 Millionen Wertpapiere an über 80 Aktienbörse und stellt so sicher, dass Sie fündig werden!

Diese Aktien haben eine hohe Dividende

Dass es bei der Suche nach Aktien mit hoher Dividende einige schwarze Schafe zu vermeiden gilt, ist klar - aber wir wollen nicht nur auf die Gefahren hinweisen, sondern auch positive Beispiele hervorheben! 

Die folgende Liste umfasst Aktiengesellschaften, die eine hohe Dividende liefern und dennoch allgemein als langfristig lukrative Investments gelten. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nicht um eine Anlageberatung handelt! Wir geben keine Kaufempfehlung zu Finanzprodukten ab, sondern stellen lediglich allgemein zugängliche Daten zu Übersichtszwecken für Sie zusammen!

Ein im Weltraum schwebender Astronaut mit deutschem Werbetext über den globalen Aktienhandel, der Merkmale wie weltweite Börsen, Leerverkäufe und Bruchteile von Aktien hervorhebt.

REITs

“Real Estate Investment Trusts”, kurz: REITs, sind eine Unternehmensform aus den USA, die Immobilien verwaltet und durch Mieten, Pachten und Finanzierungen Einnahmen erzielt. Sie profitieren dabei von einer fast vollständigen Steuerbefreiung, müssen im Gegenzug aber auch mindestens 90 Prozent Ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten 

Dies sorgt für sehr hohe Dividenden: teilweise sind sogar zweistellige Renditen möglich! REITs sind dadurch beliebte Beimischungen für Dividendenportfolios und können für risikofähige Anleger auch ein größeres Investment bilden. Denn eine erhebliche Gefahr ist bei dieser Anlageklasse nicht von der Hand zu weisen!

So haben die Immobilienfirmen während verschiedener Krisen teils sehr schmerzhafte Einbußen verzeichnet. Insbesondere die COVID-Pandemie ist dabei besonders hervorzuheben, da in dieser Phase Lockdowns und Remote Work für einbrechende Nachfrage sorgten. 

Auch zahlreiche REITs verzeichneten damals enorme Kursverluste. Faktoren wie die wirtschaftliche Situation (zum Beispiel sinkende Nachfrage nach Büro- und Industrieflächen während einer Rezession) sind ebenfalls vor einem Investment zu bedenken. 

Dennoch schneiden die großen REITs insgesamt sehr gut ab und liefern ihren Aktionären hohe Dividenden! Die größten derartigen Unternehmen sind im Geburtsland der Grundidee, den USA, zu finden. In anderen Ländern, darunter auch Deutschland, sind ebenfalls REITs verfügbar; sie können mit dem Erfolg in Nordamerika jedoch kaum mithalten. 

Einige bekannte Beispiele für REITs mit hoher Dividende sind: 

Simon Property Group

Die Simon Property Group ist der viertgrößte REIT nach Marktkapitalisierung und bietet Dividendenrendite von rund fünf Prozent. Das Portfolio aus Shopping-Malls, Freizeitzentren, Outlet-Stores und anderen Verkaufsflächen litt während der COVID-Krise massiv; seither erfolgte jedoch eine starke Erholung. 

Der Aktienkurs zeigt deutlich den enormen Einbruch während der Pandemie, da die verwalteten Flächen in dieser Zeit besondere Einbußen verzeichneten. 

AGNC Investment Corp.

REITs wie AGNC Investment treten nicht selbst als Besitzer von Immobilien auf, sondern befassen sich mit der Finanzierung von Darlehen in diesem Bereich. Ein komplexes und riskantes Feld, das für eine Aktie mit hoher Dividendenrendite von über 15 Prozent und erheblichen Gefahren sorgt. 

AGNC verzeichnete ebenfalls einen starken Einbruch während der COVID-Krise. Die Erholung ist seither nur zeitweise gelungen. 

W. P. Carey

Mit einer Dividendenrendite von sechs Prozent ist W.P. Carey ein möglicher Kandidat für hohe Dividenden im eigenen Depot. Anleger müssen sich allerdings auf eine gehörige Achterbahnfahrt gefasst machen: Das Immobilienportfolio aus Fabriken, Büros, Lagerhäusern und Co. sorgt für notorisch starke Schwankungen!

W.P. Carey zeigte in der Vergangenheit extreme Schwankungen, die von äußeren Einflüssen wie der COVID-Krise oder dem Ukraine-Krieg ausgelöst wurden. 

Aktienunternehmen

In dieser Kategorie unserer Liste stellen wir Ihnen einige Aktienunternehmen mit hoher Dividende vor. Wir treffen diese Unterteilung, um Verwechslungen mit REITs, die ebenfalls als Aktien an der Börse gelistet sind, zu vermeiden.  

Hierzu zählen die typischen Dividendentitel, die sich schon seit Jahren in den Dividendenportfolios vieler Investoren finden. Wir wollen allerdings besonderen Fokus auf die Unternehmen mit einer besonders hohen Dividende legen: 

Altria Group

Altria ist ein umstrittenes Investment - nicht nur aufgrund des Geschäftsfelds Tabak und tabakähnlicher Produkte! Die langfristigen Chancen in einem Markt, der immer stärker reglementiert wird, sind unklar. Auch die aktuellen Kurse und Geschäftszahlen geben, laut Meinung der Analysten, kein klares Kaufsignal. Die enorm hohe Dividende von aktuell 9,7 Prozent lässt jedoch viele Anleger darüber hinwegsehen. 

Altria verzeichnete erhebliche Schwankungen in den letzten Jahren, gilt jedoch immer noch als attraktive Dividendenaktie. 

Energy Transfer

Der Energiesektor gilt als notorisch krisenanfällig - auch Energy Transfer musste bereits einige Crashes mitmachen, zeigte sich zuletzt aber wieder im Aufwind. Anleger dürfte dies, im Kombination mit einer hohen Dividende von rund neun Prozent, sicherlich freuen. Ein erhebliches Risiko bleibt aber dennoch bestehen!

Energy Transfer litt mehrfach unter Krisen. Seit dem Angriff auf die Ukraine bewegen sich die Kurse nach oben. 

Mercedes-Benz Group

Auch ein deutsches Unternehmen darf in der Liste der Aktien mit hoher Dividende nicht fehlen: Mercedes begeistert Anleger seit langem mit einer hohen Ausschüttung von aktuell rund acht Prozent. Obwohl Autohersteller als durchaus krisenanfällig gelten, lohnte sich das Investment zuletzt. 

Die Mercedes-Benz Group verzeichnete zuletzt solides Wachstum in Verbindung mit einer attraktiven Dividende. Ein Risiko bleibt jedoch bei Autoherstellern immer bestehen.  

Analyse nicht vergessen!

Egal, ob Sie sich für eine Aktie aus unserer Liste interessieren oder durch andere Quellen auf mögliche Investments gestoßen sind: versäumen Sie auf keinen Fall die Analyse der Unternehmen, bevor Sie den Kauf abschließen!

Bei Titeln mit hoher Dividende können Sie meist nur geringes Wachstum erwarten; fast die gesamte Rendite, die Sie anpeilen, muss daher aus den Gewinnausschüttungen kommen. Gibt es jedoch Kursverluste, reduzieren diese Ihr Gesamtergebnis direkt. 

Leider finden sich gerade unter den Titeln mit hoher Dividende solche Unternehmen, die auch erhebliche Volatilität aufweisen. Ein Investment ist in diesem Fall mit höheren Risiken verbunden: Bleibt der Kurs halbwegs stabil, können Sie durch die hohen Ausschüttungen gute Gewinne erzielen. Sinkt der Preis, hat sich das Experiment trotz der Auszahlung nicht gelohnt. 

Daher ist bei Dividendentiteln die Analyse der Unternehmensdaten, Zukunftsaussichten und Risiken besonders wichtig. Achten Sie dabei auf Missstände wie eine überhöhte Verschuldung oder Schwächen im Gewinn- und Umsatzwachstum. 

Auch die Perspektiven des Unternehmens und der Branche sollten Sie unter die Lupe nehmen: Wie sieht der Produktkatalog aus? Wie hoch ist die Innovationsrate und Markenbindung?

Sie müssen diese Fragen nicht allesamt selbst beantworten, sondern können ruhigen Gewissens auf externe Quellen zurückgreifen. Zu nahezu allen Aktien mit hoher Dividende stehen Berichte von Analysten und Finanzportalen zur Verfügung, die Ihnen bei der Untersuchung helfen können. 

Eine Frau sitzt in einem Bus.

Fazit: Aktien mit hoher Dividende bringen hohe Gewinne und Gefahren

Aktien, die Anteilseignern eine Gewinnbeteiligung auszahlen, sind sehr beliebt. Der Gedanke “viel hilft viel” kommt dabei fast allen Anlegern früher oder später - im Falle der Dividende ist er allerdings mit Vorsicht zu genießen! Zwar ist es richtig, dass Sie problemlos Aktien mit sehr hoher Dividende finden können; diese lohnen sich in der Regel jedoch nicht!

Zu groß sind die Probleme, die zu einer derartig hohen Ausschüttung führen: von der drohenden Insolvenz bis hin zu gewaltigen Kursabstürzen in der jüngeren Vergangenheit, die jetzt auf dem Papier eine sehr hohe Dividendenrendite versprechen. 

Wer auf der Suche nach Aktien mit hoher Dividende ist, muss daher aufmerksam bleiben, und nicht “über das Ziel hinauszuschießen”! Gewinnausschüttungen von sieben, zehn oder noch mehr Prozent pro Jahr sind durchaus möglich, kommen aber mit eigenen Risiken daher. 

Firmen, wie die unter Dividendeninvestoren sehr beliebten REITs, oder typische Aktien mit sehr hoher Dividende wie Altria, Energy Transfer oder Mercedes-Benz sind dafür geeignet. Sollte ein Wertpapier jedoch 20, 50 oder gar 100 Prozent pro Jahr versprechen, sollten sämtliche Alarmglocken schrillen. 

Solche Zahlen sind langfristig nicht haltbar! Es kommt in solchen Fällen fast unweigerlich zu Kursverlusten, die unsere Dividendenrendite schnell wieder zerstören. Aktien mit hoher Ausschüttung sollten daher nur nach umfassender Analyse in unser Portfolio wandern. 

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Welche Aktien bringen die höchste Dividende?

Einige Aktien bringen Dividendenrenditen von über 100 Prozent – solche Investments sind jedoch gefährlich und enden im Desaster! Vertretbare Höchstwerte um die 10 % finden sich aktuell (Stand 05/2024) bei Aktien wie Altria, 3M, Freenet.de oder verschiedenen REITs

Wer zahl die höchste Dividende?

Besonders hohe Ausschüttungen erhalten wir bei Aktien, deren Kurs zuletzt stark gesunken ist – ein Investment lohnt sich hier jedoch nur selten. Titel mit hoher Auszahlung sind aktuell z.B. Altria, Energy Transfer oder verschiedene REITs.

Ist Dividende steuerfrei?

Dividenden sind ebenso steuerpflichtig wie Aktiengewinne. In der Regel fällt die Kapitalertragssteuer von 25 Prozent plus Soli an. Es gibt Freibeträge von aktuell 1.000 Euro pro Person. Abweichende Regelungen können gelten.

Lohnt sich Dividende?

Das Setzen auf Dividendenaktien gehört zu den ältesten und erfolgreichsten Strategien überhaupt. Ausschüttende Unternehmen erzeugen eine höhere Gesamtrendite als z.B. der S&P 500. Vorsicht ist jedoch bei Aktien mit einer sehr hohen Dividende geboten!

Philipp Gilg mit kurzen hellen Haaren und Bart trägt ein hellblaues Hemd mit Knöpfen. Er steht vor einer Glasscheibe und blickt in die Kamera.
Philipp Gilg

Philipp Gilg ist selbständiger SEO-Experte und Finanzredakteur. Auf dem CapTrader Blog veröffentlicht er regelmäßig SEO-optimierte Artikel rund um die Themen Aktien, Trading, Optionen und Geldanlage. Er arbeitet außerdem mit namenhaften Finanzinfluencern zusammen und unterstützt diese bei der organischen Reichweitengewinnung auf Google. Bereits in jungen Jahren entwickelte er eine große Leidenschaft für die Börse, schon im Alter von 16 Jahren handelte er seine ersten Aktien. Dadurch verfügt er mittlerweile über jahrelange Erfahrung und Expertise in diesem Bereich.

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