Mit unter 77.000 Dollar notiert der Bitcoin am Donnerstagabend auf dem tiefsten Stand seit einer Woche. Investoren befinden sich im Klammergriff geldpolitischer Unwägbarkeiten. Anleger fürchten, dass der geldpolitische Gegenwind dies- und jenseits des Atlantiks doch länger anhält als gedacht. Die jüngste Euphorie ist damit spätestens jetzt wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen. Größere Verluste könnten durch die Hoffnung auf nachhaltigen politischen Rückenwind aus Washington vor den US-Zwischenwahlen gedeckelt werden.
Bitcoin Kurs

US-Erzeugerpreise ziehen deutlich an – Verbraucherpreise am Freitag im Blick
Die Geldpolitik ist zugleich wieder verstärkt zum Thema für die Kapitalmärkte geworden. So sind die US-Erzeugerpreise neuesten Daten zufolge um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen und damit so hoch wie von Ökonomen erwartet, allerdings deutlich stärker als im Vergleichszeitraum (0,1 Prozent).
Im Blick stehen am Freitag insbesondere die US-Inflationsdaten (14:30 Uhr), welche mit über Wohl und Wehe der Börsenwoche entscheiden könnten. Fachleute erwarten in diesem Fall ein Plus von 3,4 Prozent, nach ebenfalls 3,4 Prozent im Juli (gegenüber dem Vorjahresmonat).
Fed-Notenbanksitzung dürfte ihre Schatten vorauswerfen - Sorge vor Fed-Zinserhöhung
Ihre Schatten dürfte zudem auch die mit Spannung erwartete Fed-Notenbanksitzung vorauswerfen, welche für kommende Woche Mittwoch erwartet wird. Möglicherweise könnte der US-amerikanische Währungshüter an den Zinsschrauben nach oben drehen. Das „Fed-Watch-Tool“ der CME signalisiert die Chance auf 69,6 Prozent für einen Zinsschritt nach oben in Höhe eines Viertelprozentpunkts. 30,4 Prozent der Marktteilnehmer rechnen mit einer Zinspause.
Zugleich hoffen Anleger weiterhin auf politischen Rückenwind aus Washington vor den US-Zwischenwahlen. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Wochen auf die Verabschiedung des sogenannten "CLARITY Acts" gedrängt.




