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Wochenrückblick DAX und Wall Street: EZB hebt Leitzins an – US-Inflation voraus

Anleger dürften vor Veröffentlichung neuer US-Preisdaten auf Sicht fahren. Damit steht der Markt bereits vor dem nächsten großen Stresstest in dieser Woche.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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11.09.2026, 12:17 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 11.09.2026, 12:17 Uhr

Anleger dürften vor Veröffentlichung neuer US-Preisdaten auf Sicht fahren. Damit steht der Markt bereits vor dem nächsten großen Stresstest in dieser Woche. Zwischen Nahostrisiken, Inflationssorgen und einer ungeklärten geldpolitischen Marschroute der großen Notenbanken fehlt Anlegern ein verlässliches Navigationssignal. Zugleich könnte die für nächsten Mittwoch anstehende Fed-Notenbanksitzung bereits erste Schatten vorauswerfen. Neben den Zinssorgen sollte der geopolitische Rahmen weiterhin eines der zentralen Themen darstellen. Auch wenn sich viele Investoren an das Krisenrauschen im Nahen Osten gewöhnt haben, dürfte der Konflikt weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Märkten schweben. Im Fokus der vergangenen Tage standen neben der EZB-Sitzung die US-Erzeugerpreise

DAX

EZB hebt Leitzins um 25 Basispunkte an – Nahostkonflikt als Unsicherheitsfaktor

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erwartungsgemäß das Leitzinsniveau am Donnerstagnachmittag in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf ein Niveau von 2,50 Prozent nach oben geschraubt. „Der Konflikt im Nahen Osten erzeugt weiterhin Inflationsdruck, und die Inflation dürfte für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleiben“, so die Notenbank. Der Ausblick sei“ nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet.“ Allerdings drohe eine höhere Teuerung und weniger Wirtschaftswachstum, hieß es.

US-Erzeugerpreise ziehen an – Geldpolitische Sorgen ziehen an

Die US-Erzeugerpreise lagen gegenüber dem Vormonat im August bei 0,4 Prozent und damit so hoch wie erwartet, nach 0,1 Prozent im Juli. In diesem Zusammenhang dürften die Zinssorgen an Dynamik hinzugewonnen haben.

US-Inflationsdaten heute im Fokus – Ökonomen erwarten Teuerungsrate von 3,4 Prozent

Mit Hochspannung blicken Anleger zudem auf die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten in diesem Kontext eine August-Teuerungsrate in Höhe von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach ebenfalls 3,4 Prozent im Juli.

Für die Kernrate der Teuerung könnte es im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent nach oben gegangen sein (zuvor: 2,5 Prozent).

Der Ausgang der US-Inflationsdaten dürfte einen Einfluss auf die geldpolitischen Erwartungen an die US-Notenbank Federal Reserve haben. Bereits am kommenden Mittwoch (16.09.) will der US-Währungshüter über das zukünftige Leitzinsniveau entscheiden. 67,1 Prozent der Marktteilnehmer rechnen laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group derzeit mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts.

Dow Jones Industrial Average Index

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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