Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) das Leitzinsniveau am Donnerstagnachmittag in Höhe eines Viertelprozentpunkts nach oben angepasst und damit zum zweiten Mal in diesem Jahr. Der Leitzins liegt damit bei 2,5 Prozent.
Das Währungspaar EUR/USD gibt jedoch im Gegenzug etwas nach. Starke US-Erzeugerpreisdaten dürften die Zinsfantasien in den USA gestärkt haben. Im Blick stehen zugleich die US-Inflationsdaten am Freitag, welche mittlerweile ihre Schatten vorauswerfen.
EUR/USD 
EZB dreht im Umfang von 25 Basispunkten an den Zinsschrauben nach oben
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen im Euroraum angehoben und damit den für Sparer und Banken wichtigen Einlagenzins von 2,25 auf 2,5 Prozent nach oben geschraubt, wie der EZB-Rat heute bei seiner auswärtigen Sitzung in Berlin mitteilte. Im Juli hatte die EZB das Zinsniveau nicht angetastet.
"Der Konflikt im Nahen Osten erzeugt weiterhin Inflationsdruck, und die Inflation dürfte für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleibt", hieß es von der Notenbank. Der Ausblick sei "nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet".
EU-Inflation lag im August bei 3,3 Prozent
Die EU-Inflation hatte im August bei 3,3 Prozent gelegen und damit deutlich über dem Wert aus Juli (2,9 Prozent).
Laut geldpolitischen Beschluss vom 11. Juni 2026 peilt der EZB-Rat auf mittlere Sicht eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an. Im Basisszenario rechnet die EZB für das Jahr 2026 mit einer Gesamtteuerung von 3,0 Prozent, für 2027 mit 2,30 Prozent und 2028 mit 2,0 Prozent. Für die Kernrate der Inflation wird im Basisszenario im Mittel mit 2,5 Prozent in 2026 und 2,2 Prozent für die beiden Folgejahre gerechnet.
Ausblick: US-Teuerung am Freitag im Blick
Für Freitag (14:30 Uhr) werden die US-Teuerungsdaten erwartet, welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten. Ökonomen erwarten in diesem Zusammenhang eine August-Rate in Höhe von 3,4 Prozent (gegenüber dem Vorjahresmonat), nach ebenfalls 3,4 Prozent im Juli.
Die Kernrate der Teuerung, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, dürfte schätzungsweise bei 2,4 Prozent notieren und damit etwas niedriger als im Juli (2,5 Prozent).





