Geprägt war die vergangene Handelswoche insbesondere durch den „Government Shutdown“ in den USA und den damit im Zusammenhang stehenden Unsicherheiten. Punktuell mussten Anleger zudem immer wieder verschiedene Konjunkturdaten verarbeiten. Ob es zur Veröffentlichung der eigentlich geplanten US-Arbeitsmarktdaten am heutigen Nachmittag kommt, bleibt fraglich.
DAX
Quelle: TradingView
Unsicherheit wegen partiellen US-Regierungsstillstand – Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten dürfte sich verzögern
Der partielle US-Regierungsstillstand sorgt nach wie verstärkt für Unsicherheit an den Börsen, welcher seit Mittwochmorgen in Kraft getreten ist.
Die Fronten zwischen Demokraten und Republikanern scheinen nach wie vor verhärtet. Nicht systemrelevante Behörden haben somit ihre Arbeit eingestellt. Ob es zur Publikation bedeutender Wirtschaftsdaten am heutigen Freitag oder auch in der kommenden Woche kommt, bleibt unsicher. In diesem Zusammenhang könnten die Fragezeichen über zukünftige Zinssenkungen in den USA bestehen bleiben.
Deutsche Inflation lag im September auf höchstem Stand in diesem Jahr
Die Inflationsrate in Deutschland lag im September mit 2,4 Prozent (im Vergleich zum Vormonat) auf dem höchsten Stand in diesem Jahr und damit höher als im Vorfeld gedacht (2,20 Prozent), nach 2,10 Prozent im August.
„JOLTs“ signalisieren höheres Stellenangebot als erwartet – ADP-Daten mit Stellenabbau
Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labour Turnover Survey waren am Dienstag mit 7,227 Millionen Einheiten etwas besser ausgefallen als im Vorfeld geschätzt (7,200 Millionen), nach 7,208 Stellen im August. Besagte Daten bezeichnen die offenen Stellen sämtlicher Positionen, welche am letzten Werktag des Monats nicht besetzt sind.
Die ADP-Beschäftigungsdaten zeigten zur Wochenmitte, dass der Stellenzuwachs in den USA in der Privatwirtschaft um 32.000 Stellen zurückging. Erwartet wurde im Vorfeld ein Stellenplus von insgesamt 50.000 Einheiten, nach 54.000 Einheiten im Vormonat.
ISM-Einkaufsmanagerindex für verarbeitendes Gewerbe hellt sich auf
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe hat sich im September mit 49,10 Punkten (Erwartung: 49 Punkte) etwas aufgehellt. Allerdings bleibt der Sektor damit immer noch unter der Wachstumsschwelle von 50 Einheiten.
Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten dürfte sich verzögern
Erwartet werden eigentlich für heute Nachmittag die sogenannten „Non-Farm Payrolls“ um 14:30 Uhr, welche sich der Nachrichtenagentur Reuters zufolge allerdings auf unbestimmte Zeit verzögern dürften.
Ökonomen hatten im September außerhalb der Landwirtschaft insgesamt mit 50.000 neuen Jobs gerechnet und damit mit deutlich mehr als im Monat zuvor (22.000). Die Arbeitslosenquote soll Schätzungen zufolge bei 4,3 Prozent notieren.
Austan Goolsbee, Chef des Notenbankablegers aus Chicago signalisierte am Donnerstag, dass sich die Fed nach alternativen Datenquellen umsehen müsse, sollte die Veröffentlichung wegen des Regierungsstillstands ausbleiben.
Weiterhin rechnet das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group mit einer Chance von 97,8 Prozent, dass es zu einer Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der planmäßigen Sitzung am 29. Oktober kommt. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 4,00 bis 4,25 Prozent.
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