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Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: ifo-Index enttäuscht – Zinsfantasien bleiben am Leben

In den vergangenen Handelstagen sahen sich Anleger dies- und jenseits des Atlantiks insbesondere mit wichtigen Konjunkturdaten konfrontiert. Dass die Teuerung in der Bundesrepublik weniger stark ausfällt als gedacht, könnte die Zinssenkungsfantasien am Leben halten. Feiertagsbedingt blieben die Börsenpforten an der Wall Street wegen „Thanksgiving“ geschlossen, sodass die Impulse am heutigen Freitag fehlen dürften, zumal lediglich…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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29.11.2024, 10:20 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

In den vergangenen Handelstagen sahen sich Anleger dies- und jenseits des Atlantiks insbesondere mit wichtigen Konjunkturdaten konfrontiert. Dass die Teuerung in der Bundesrepublik weniger stark ausfällt als gedacht, könnte die Zinssenkungsfantasien am Leben halten.
Feiertagsbedingt blieben die Börsenpforten an der Wall Street wegen „Thanksgiving“ geschlossen, sodass die Impulse am heutigen Freitag fehlen dürften, zumal lediglich in den USA ein verkürzter Handel stattfinden wird.

DAX 40 Chart

Quelle: TradingView

ifo-Index enttäuscht – „Deutscher Wirtschaft fehlt es an Kraft“

Hierzulande wurde bereits am Montag der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex publik, welcher mit 85,7 Punkten die Erwartungen (86 Punkte) nicht hat erfüllen können, nach 86,5 Zählern im Vormonat. Monatlich befragt das in München ansässige Institut rund 9.000 Führungskräfte. Nach insgesamt vier Rückgängen in Serie hatte es im vergangenen Monat noch einen Anstieg gegeben. „Der deutschen Wirtschaft fehlt es an Kraft“, hieß es.

Fed-Mitschriften signalisieren Uneinigkeit in den Reihen der Währungshüter in puncto Zinssenkungen

Am Dienstag signalisierten die mit Spannung erwarteten „Fed-Mitschriften“ Uneinigkeit in den Reihen der Währungshüter über Zinssenkungen. Konsens fanden sie allerdings darüber, dass dies der richtige Zeitpunkt war, um keine genauen Aussagen über die zukünftige Entwicklung der US-Geldpolitik in den kommenden Wochen zu tätigen.
"Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass geldpolitische Entscheidungen nicht auf einem vorgegebenen Kurs liegen und von der Entwicklung der Wirtschaft und den Auswirkungen auf die Wirtschaftsaussichten abhängen (...) Sie betonten, dass es für den Offenmarktausschuss wichtig ist, dies bei der Anpassung seines geldpolitischen Kurses deutlich zu machen".

GfK-Konsumentenvertrauen enttäuscht – US-Daten nähren Zinssenkungsfantasien

Zur Wochenmitte enttäuschte am Vormittag zudem das GfK-Konsumentenvertrauen mit -23,3 Punkten. Erwartet wurden -18,6 Zähler, nach -18,4 Punkten im Vormonat.

Am Nachmittag richtete sich erwartungsgemäß die Aufmerksamkeit auf zahlreiche US-Daten.
So zogen die Bestellungen für langlebige Güter gegenüber dem Vormonat mit 0,2 Prozent weniger stark an als gedacht (0,5 Prozent), nach -0,4 Prozent im Oktober. Besagte Daten sind insofern wichtig, da die Bestellungen in der Regel mit größeren Ausgaben verbunden sind.

Für keine größere Überraschung sorgte die annualisierte BIP-Wachstumsrate (zweite Schätzung) für das dritte Quartal (2,8 Prozent), nach 3,0 Prozent im Vorquartal.

Der sogenannte „PCE-Deflator“ (Kernrate) für die persönlichen Konsumausgaben stieg ebenfalls wie erwartet um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat an. Die Inflationsdaten werden nicht zuletzt auch als wichtige Richtschnur im Hinblick auf die Teuerungsentwicklung angesehen.

Deutsche Inflation zieht weniger stark an als gedacht – Eurozonen-Teuerung dürfte bewegen

Die Inflationsrate hierzulande wuchs einer ersten Schätzung zufolge mit 2,2 Prozent (im Vergleich zum Vormonat) weniger stark als gedacht (2,3 Prozent), nach 2,0 Prozent im Oktober. Hintergrund für den Anstieg sind sogenannte Basiseffekte. Da die Teuerung allerdings schwächer ausfiel als gedacht, könnte dies die EZB-Zinssenkungsfantasien am Leben halten.

Bereits heute und damit zum Wochenabschluss (11:00 Uhr) dürfte sich der Blick auf die europäischen Inflationsdaten richten. Für die Eurozone erwarten Ökonomen eine Teuerungsrate von 2,3 Prozent (zuvor: 2,0 Prozent).

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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