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Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: Trump im Fokus – Hochspannung vor US-Arbeitsmarktdaten

Die erste reguläre Handelswoche des neuen Jahres hatte es bislang in sich. Neben neuen Inflationsdaten hierzulande waren es robuste Konjunkturwerte in den USA, welche Anleger verstärkt umtrieben. Zum Wochenabschluss wartet auf Marktteilnehmer abschließend der offizielle US-Arbeitsmarktbericht. Auch der designierte US-Präsident Donald Trump dürfte sich zusehends zum Gesprächsthema entwickeln. 
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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10.01.2025, 10:37 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Die erste reguläre Handelswoche des neuen Jahres hatte es bislang in sich. Neben neuen Inflationsdaten hierzulande waren es robuste Konjunkturwerte in den USA, welche Anleger verstärkt umtrieben. Zum Wochenabschluss wartet auf Marktteilnehmer abschließend der offizielle US-Arbeitsmarktbericht. Auch der designierte US-Präsident Donald Trump dürfte sich zusehends zum Gesprächsthema entwickeln. 

DAX Chart

Quelle: TradingView

Deutsche Teuerung zieht stärker an als gedacht – ISM-Index und „JOLTs“ verprellen Anleger

Bereits zu Wochenbeginn mussten Anleger neue Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland verarbeiten. Vorläufigen Schätzungen zufolge dürfte die Teuerung im Januar 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,6 Prozent notieren und damit deutlich höher als gedacht (2,4 Prozent), nach insgesamt 2,2 Prozent im Vormonat.

Die ISM-Einkaufsmanager für den Dienstleistungssektor fielen am Dienstag deutlich stärker aus als erwartet (54,1 Punkte), nachdem im Vorfeld 53,3 Punkte prognostiziert wurden. Die Schwelle von 50 Zählern fungiert als Wachstumsschwelle.

Auch die im Jargon sogenannten „JOLTs“, welche die offenen Stellen am Arbeitsmarkt wiedergeben, fielen mit 8,098 Millionen Einheiten deutlich besser aus als gedacht (7,7 Millionen).

Deutscher Einzelhandel besser als gedacht – ADP-Daten und Fed-Mitschriften bewegen

Zur Wochenmitte sorgten die Einzelhandelsumsätze für die Bundesrepublik Deutschland für einen kleinen Lichtblick. Gegenüber dem Vormonat gingen die Umsätze um lediglich 0,60 Prozent zurück, nachdem im Vorfeld ein Plus von 0,50 Prozent erwartet wurde.

Die ADP-Daten signalisierten mit 122.000 Einheiten einen knappen Abschwung, nach 146.000 Stellen im Vormonat. Erwartet wurden 140.000 neue Stellen. Besagte Werte können nicht zuletzt einen wichtigen Vorgeschmack auf die heutige Publikation der Non-Farm Payrolls (NFPs) abgeben.

Ebenfalls sorgte der zukünftige US-Präsident Donald Trump am Mittwoch für Aufsehen, nachdem dieser mit erneuten Zolldrohungen der Stimmung an den Handelsplätzen einen Dämpfer verpasst hatte. Sollten die geplanten Einfuhrzölle die Teuerung befeuern, könnte dies die Zinssenkungsfantasien tendenziell drosseln.

Indes initiierten die am späten Mittwochabend veröffentlichten Fed-Mitschriften Gesprächsstoff, auch wenn diese insgesamt keine größeren Überraschungen mit sich brachten.
"Die Teilnehmer rechneten damit, dass sich die Inflation weiter in Richtung zwei Prozent bewegen würde, obwohl sie feststellten, dass die jüngsten unerwartet hohen Inflationswerte und die Auswirkungen möglicher Änderungen in der Handels- und Einwanderungspolitik darauf hindeuteten, dass dieser Prozess länger dauern könnte als bisher angenommen", hieß es.

Am Donnerstag fand in den USA wegen der Trauerfeier des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter kein Handel statt.

Hierzulande konnten die Einzelhandelsumsätze für die Eurozone ein kleines Wachstum in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat aufweisen. 

Auch die deutsche Industrieproduktion hat gegenüber dem Vormonat überraschend deutlich anziehen können (1,50 Prozent), nach einem Rückgang (-1,00 Prozent) im Vormonat.

US-Arbeitsmarktdaten als Wochenhighlight – Ökonomen erwarten Eintrübung des Jobmarkts

Am heutigen Freitag liegt der Fokus insbesondere auf der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls), welche wichtige Impulse liefern sollten.
Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 160.000 Einheiten, nach insgesamt 227.000 Einheiten im Vormonat. Für die Arbeitslosenquote wird indes mit keiner Veränderung im Vergleich zum Vormonat gerechnet (4,2 Prozent).

Ebenfalls für Impulse dürfte auch das Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan) um 16:00 Uhr sorgen.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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