Ihr Broker für den weltweiten Handel

Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: US-Geldpolitik bleibt zentrales Thema – KI-Rallye stock

Anleger dies- und jenseits des Atlantiks blicken auf eine verhältnismäßige ruhige Handelswoche zurück. Hierzulande dürften insbesondere die anstehenden Neuwahlen in Frankreich für Bewegung sorgen. In den USA zerbrechen sich Investoren weiterhin den Kopf über die zukünftige Ausgestaltung der Geldpolitik, was nicht zuletzt auch hier Auswirkungen hat.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
·
21.06.2024, 11:42 Uhr
·
Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Anleger dies- und jenseits des Atlantiks blicken auf eine verhältnismäßige ruhige Handelswoche zurück. Hierzulande dürften insbesondere die anstehenden Neuwahlen in Frankreich für Bewegung sorgen. In den USA zerbrechen sich Investoren weiterhin den Kopf über die zukünftige Ausgestaltung der Geldpolitik, was nicht zuletzt auch hier Auswirkungen haben dürfte. Die jüngste KI-Rallye in den USA hat am Donnerstag indes eine Pause gelegt.

DAX 40 Chart

Quelle: Tradingview

China-Daten fallen gemischt aus – Fed-Notenbanker zeigen sich uneins in puncto Zinssenkungen

Bereits zu Wochenbeginn haben gemischte Konjunkturdaten aus China für keine nachhaltige Bewegung sorgen können. Während die Industrieproduktion mit einem Plus von 5,6 Prozent nicht ganz die Erwartungen erfüllen konnte (6 Prozent), stiegen die Einzelhandelsdaten im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 3,7 Prozent stärker an als gedacht (3 Prozent).

Zudem sahen sich Anleger immer wieder mit geldpolitischen Impulsen konfrontiert. Am Montag sagte etwa Patrick Harker, Präsident der Philadelphia-Fed, dass die US-Notenbank ihren Leitzins in diesem Jahr einmal senken könnte. "Wenn alles so eintrifft wie prognostiziert, denke ich, dass eine Zinssenkung bis zum Jahresende angemessen wäre."
Thomas Barkin von der Richmond-Fed sagte hingegen, dass er noch mehrere Monate Wirtschaftsdaten analysieren müsse, bevor er eine Zinssenkung in Erwägung ziehe.

EU-Inflation bei 2,9 Prozent – ZEW-Index und US-Einzelhandelsumsätze enttäuschen

Erwartungsgemäß war die finale Kernrate der EU-Teuerung am Dienstag mit 2,9 Prozent ausgefallen, nachdem diese im Monat zuvor noch 2,7 Prozent betragen hatte (per Jahresmonatsvergleich).

Für eine Enttäuschung sorgte hierzulande der ZEW-Index mit lediglich 47,5 Punkten (Erwartung: 50 Punkte).

Auch die US-Einzelhandelsumsätze entwickelten sich mit einem Plus von 0,1 Prozent schwächer als gedacht (0,2 Prozent), nach minus 0,1 Prozent im Vormonat.

Während die Börsenpforten zur Wochenmitte wegen des Feiertags „Juneteenth“ am Mittwoch geschlossen blieben, verlief der Handel auch in Frankfurt am Main in tendenziell überschaubaren Bahnen.

Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fielen indes am Donnerstag etwas höher aus als erwartet. In der letzten Woche hatten 238.000 Bürger einen entsprechenden Antrag gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 235.000 gerechnet, nach revidierten 243.000 aus der Woche zuvor. Folgerichtig liegt der Vier-Wochen-Durchschnitt damit bei 232.750 Anträgen.
Als Faustregel gelten 270.000 Erstanträge, welche eine negative Tendenz am Arbeitsmarkt signalisieren würden.

Mit ihrer restriktiven Geldpolitik versucht die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Inflation einzufangen und nicht zuletzt auch den Arbeitsmarkt abzukühlen.

Bei den NVIDIA-Papieren machten Anleger am Donnerstag zudem Kasse (-3,54 Prozent). Der Chip-Hersteller dominiert mit 80 Prozent derzeit den Weltmarkt für KI-Prozessoren.

Hexensabbat dürfte für teils unkonventionelle Bewegungen sorgen – Einkaufsmanager enttäuschen hierzulande

Am heutigen Freitag gilt es hierzulande auch den sogenannten „Hexensabbat“ zu überstehen. Heute Verfallen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen, was möglicherweise zu unkonventionellen Kursbewegungen führen kann.

Ein trübes Bild gaben indes die heutigen Einkaufsmanager aus dem Hause HCOB für die Bundesrepublik Deutschland und Eurozone ab, welche für den Sektor des verarbeitenden Gewerbes nebst Dienstleistung deutlich schwächer ausfielen als im Vorfeld gedacht.

Am Nachmittag gilt es nicht zuletzt noch das Pendant von S&P Global im Auge zu behalten (15:45 Uhr).

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
Alle Beiträge von Timo Emden

Das Depot für Ihre Bedürfnisse

Direkt loslegen

Über CapTrader stehen Ihnen vielfältige Kontotypen für Ihre individuellen Ansprüche zur Auswahl.
Einzel- oder Gemeinschaftsdepot
Familiendepot
Firmendepot
DEPOT ERÖFFNEN

Unverbindlich ausprobieren

Mit einem Demokonto gewinnen Sie einen Eindruck der Plattformen und testen das Trading von Aktien weltweit über CapTrader mit “Spielgeld”.
Keine Verbindlichkeit
Kostenfrei
Keine Frist
DEMOKONTO ERÖFFNEN

Weitere Research-Beiträge

Alle Research-Beiträge
E-Mail:

info@captrader.com

E-Mail schreiben

Telefon:

Hotline (Deutschland)
0800-8723370

Hotline (International)
00800-08723370

Weitere Kontaktmöglichkeiten