Die vergangenen Handelstage standen ganz im Zeichen der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten. Indes hat der jüngst durch Donald Trump initiierte Handelsstreit mit wichtigen Wirtschaftsnationen offensichtlich zunächst an Schrecken verloren. Auch die Berichtssaison dürfte zumindest hierzulande ebenfalls stützend gewirkt haben. Erstmals in der Geschichte konnte der DAX die 22.000-Punkte-Marke erobern.
DAX
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Sorgen vor Handelsstreitigkeiten könnten Anleger vorerst beiseitelegen
Die Sorge vor den Auswirkungen des Handelsstreits haben Anleger besser wegstecken können als erwartet. Am vergangenen Wochenende hatte Trump etwa Strafzölle auf Aluminium- und Stahlimporte angekündigt und somit zunächst neue Ängste vor einer Eskalation des Zollstreits geschürt. Bereits in der vergangenen Woche sorgten sich die Märkte zusehends vor dem nicht absehbaren Einfluss auf die Weltkonjunktur durch den Konflikt beispielsweise zwischen den USA und China.
Powell signalisiert keine Eile in puncto Zinssenkungen – Kein Kommentar zum Zollstreit
Ebenfalls von Interesse waren Aussagen des Fed-Chef Jerome Powell vor dem Kongressausschuss in Washington am Dienstag. Powell signalisierte, dass die Fed keine Eile habe, das Zinsniveau weiter zu senken. "Eine zu schnelle oder zu starke Lockerung" der Geldpolitik könne den Erfolgen beim Kampf gegen die Teuerung im Wege stehen, hieß es.
Zudem sagte er, dass es nicht Aufgabe der Fed sei, die Zollpolitik zu kommentieren.
US-Inflation höher als gedacht – Zinssenkungsfantasien erhalten gehörigen Dämpfer
Die US-Teuerung lag mit 3,0 Prozent im Januar (gegenüber dem Vorjahresmonat) höher als im Vorfeld von Ökonomen prognostiziert (2,9 Prozent), nach ebenfalls 2,9 Prozent im Dezember. Noch eindrucksvoller dürfte die Entwicklung der Kernrate der Inflation gewesen sein, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet. Mit 3,3 Prozent hatte besagte Rate 0,2 Prozentpunkte über den Erwartungen gelegen.
Ebenfalls von Bedeutung dürfte auch die Publikation der US-Erzeugerpreise am Donnerstagnachmittag gewesen sein, welche ebenfalls mit 0,4 Prozent (gegenüber dem Vormonat) stärker ausfielen als gedacht (0,3 Prozent). Besagte Daten dürften den jüngsten Anstieg der Teuerung damit bestätigt haben und als Warnsignal verstanden werden.
Europas Wirtschaft wächst stärker als erwartet – US-Einzelhandelsdaten im Blick
Die europäische Wirtschaft ist in den Monaten Oktober bis Dezember um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am heutigen Freitag mitteilte. Im Sommer war man allerdings noch von einer Stagnation ausgegangen. Im Vorquartal legte die Wirtschaft um 0,4 Prozent zu. Auf das Jahr gesehen steht damit ein Plus von 0,7 Prozent auf dem Papier.
Am heutigen Freitagnachmittag richtet sich die Aufmerksamkeit abschließend auf die Publikation der US-Einzelhandelsumsätze (14:30 Uhr).
Siemens Energy kann glänzen – Coinbase profitiert durch Krypto-Rallye
In der Berichtssaison sorgten insbesondere die Zahlen von Siemens Energy am Mittwoch für Aufsehen. Demnach profitiere der Energietechnikkonzern von einem robusten Energiemarkt in den USA. Glänzen kann der Konzern zudem mit stark gefüllten Auftragsbüchern und einem positiven Ausblick auf das neue Jahr. "Unser starkes erstes Quartal spiegelt die Marktchancen wider, die sich durch die steigende Stromnachfrage ergeben", hieß es vom Vorstandschef.
Siemens Energy

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Die US-amerikanische Kryptobörse Coinbase hat im vierten Quartal wegen der jüngsten Kryptorallye einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar nach 953,8 Millionen Dollar im Vorjahr einfahren können. Anleger hatten insbesondere auf die Wiederwahl Donald Trumps und damit auf eine kryptofreundliche Regierung gesetzt.
Coinbase

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