Im Fokus der Anleger standen in den vergangenen Handelstagen insbesondere frische US-Inflationsdaten. Zudem war es der Zollstreit, welcher für reichlich Unruhe und damit Bewegung an den Aktienmärkten sorgte. Hierzulande standen Nachzügler in der laufenden Berichtssaison wie etwa BMW im Fokus.
DAX 40 Chart
Quelle: TradingView
Weitere Eskalation des Zollkonflikts befürchtet – Auswirkungen auf Weltkonjunktur dürften unklar bleiben
Der Zollstreit zwischen den USA und wichtigen Volkswirtschaften bleibt ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Märkte, welcher weiterhin zu eskalieren droht.
„Die Europäische Union, eine der feindseligsten und missbräuchlichsten Steuer- und Zollbehörden der Welt, die nur zu dem Zweck gegründet wurde, die Vereinigten Staaten zu übervorteilen, hat gerade einen fiesen 50-prozentigen Zoll auf Whisky erhoben“, schrieb Trump über sein Onlinenetzwerk Truth Social.
Am Mittwoch hatte die EU-Kommission angekündigt, Gegenzölle auf US-Importe in Höhe von 26 Milliarden Dollar erheben zu wollen. Allerdings sei man nach wie vor Verhandlungen offen, hieß es.
Sollte sich der Konflikt weiter Hochschaukeln, dürfte dies zulasten der allgemeinen Risikofreude gehen.
„JOLTs“ fallen etwas besser aus als gedacht – Arbeitsmarkt mit widersprüchlichen Signalen
Die sogenannten „JOLTs“, welche die offenen Stellen am Arbeitsmarkt wiedergeben, lagen mit 7,74 Millionen Einheiten über den Erwartungen (7,63 Mio.). Im Monat zuvor wurden noch 7,60 Mio. Einheiten ausgewiesen.
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den USA dürfte die Fed weiterhin im Auge behalten. Erst vor einer Woche war der offizielle US-Jobbericht für den vergangenen Monat allerdings schwächer ausgefallen als gedacht.
US-Inflation fällt stärker als erwartet – Zinssenkungsfantasien könnten neue Nahrung erhalten haben
Die US-Verbraucherpreisdaten (inklusive Energie und Lebensmittel) lagen im Januar bei 2,8 Prozent (im Vergleich zum Vormonat) und damit unter den Erwartungen (2,9 Prozent), nach 3,0 Prozent im Januar.
Auch die Kernrate der Inflation, welche für die US-Notenbank Fed als bevorzugtes Inflationsmaß fungiert, fiel mit 3,1 Prozent ebenfalls schwächer aus als gedacht (3,2 Prozent), nach 3,3 Prozent im Vormonat.
Am Donnerstag bestätigten die US-Erzeugerpreise den rückläufigen Preistrend, welche sich gegenüber dem Vormonat nicht veränderten (0 Prozent), nach 0,3 Prozent im Januar.
Deutsche Inflation mit 2,3 Prozent so hoch wie im Januar
Bereits am heutigen Morgen wurden die finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland publik. So verteuerten sich Waren und Dienstleistungen im Februar per Jahresmonatsvergleich um 2,3 Prozent und damit genauso wie im Januar, nach 2,6 Prozent im Dezember.
Die EZB peilt für die Eurozone eine Teuerung von 2,0 Prozent an. Nach europäischen Standards notiert die deutsche Inflationsrate allerdings bei 2,6 Prozent.
Abschließend stehen heute Nachmittag neue Daten zum Verbrauchervertrauen (Reuters/ Uni Michigan) auf der Tagesagenda (15:00 Uhr).
BMW mit Gewinneinbruch - China-Geschäft leidet
Der Münchner Autohersteller BMW (ISIN: DE0005190003) hat für das vergangene Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch vermeldet. Dabei war vor allem die Absatzflaute in China eines der Gründe. Nach Steuern verdiente BMW 7,7 Milliarden Euro und damit 37 Prozent weniger als im Jahr 2023. Neben mauen Geschäften im Reich der Mitte wurde ebenfalls auch auf Probleme mit einem Bremssystem durch den Zulieferer Continental verwiesen.
BMW Aktie

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