Die Aktienmärkte bewegen sich weiterhin auf einem schmalen Grat zwischen Erleichterung und Verunsicherung. Anleger könnten den jüngsten Friedenshoffnungen zwar weiterhin einen Vertrauensvorschuss gewähren, für echte Vorschusslorbeeren dürfte es angesichts vieler Fragezeichen aber noch zu früh sein. Die Skepsis im Hinblick auf einen handfesten Deal zwischen dem Iran und den USA dürfte weiterhin das Marktgeschehen beeinflussen. Anleger dies- und jenseits des Atlantiks erwarten Taten statt Worte. US-Präsident Donald Trump hatte sich in Bezug auf eine mögliche Einigung mit dem Iran über die Straße von Hormus zurückhaltend geäußert. Allerdings sagte er, dass die strategische Meerenge „im Moment sozusagen offen“ sei.
Trotz Entspannungssignale im Nahostkonflikt – Handfeste Ergebnisse bleiben vorerst aus
Nach der jüngsten Rekordserie befinden sich Investoren nach wie vor in einem klassischen Faktencheck. Die vergangenen Entspannungssignale im Iran-Krieg sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gemengelage im Nahen Osten fragil bleibt und der jüngste Zickzackkurs jederzeit in die nächste Runde gehen könnte. Zu oft wurden Anleger in den vergangenen Monaten von vermeintlichen Friedenssignalen enttäuscht. Trotz der jüngsten Rekordfantasie könnte die Gemengelage insgesamt weiterhin anspruchsvoll bleiben. Neben geopolitischen Unwägbarkeiten dürften geldpolitische Fragezeichen und eine kritischere Bewertung der KI-Fantasie das Handelsgeschehen prägen.
DAX

ISM-Einkaufsmanager, „JOLTs“ und ADP-Daten bewegen
Zu Wochenbeginn war es der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, welcher mit 55,6 Zählern im Juli die im Vorfeld getätigten Schätzungen (54 Punkte) übertreffen konnte und somit für Impulse gesorgt haben dürfte.
Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings for Labour and Turnover Survey) hatten bereits am Dienstag einen ersten Vorgeschmack auf die heutigen „NFPs“ abgegeben. Mit 7,359 Millionen offenen Stellen lagen diese unter den Erwartungen (7,4 Millionen), nach 7,537 Millionen Einheiten im Vormonat.
Die ADP-Beschäftigungsdaten waren zur Wochenmitte deutlich schwächer ausgefallen als erwartet, welche zugleich ebenfalls in der Regel einen ersten Appetizer auf den offiziellen Jobbericht liefern können.
Das Pendant zum ISM-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor fiel am Mittwochnachmittag mit 54,1 Zählern etwas schlechter aus als gedacht (54,5 Punkte), nach 54 Punkten im Vormonat.
US-Jobdaten im Blick: Ökonomen erwarten höheres Stellenplus im Vergleich zum Juni
Ökonomen erwarten ein Stellenplus außerhalb der US-Landwirtschaft in Höhe von 80.000 Einheiten, nachdem im Juni 57.000 neue Jobs geschaffen werden konnten. Die US-Arbeitslosenquote könnte weiterhin bei 4,2 Prozent und damit unverändert gegenüber dem Vormonat notieren. Die durchschnittlichen Stundenlöhne könnten um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat anziehen und damit zu hoch wie im Juni notieren. Besagte Daten könnten nicht zuletzt Inflationssignale und damit geldpolitische Impulse senden.
Dow Jones Industrial Average Index





