Geprägt war die erste vollständige Handelswoche im neuen Jahr 2026 bis dato insbesondere von den Entwicklungen im geopolitischen Konflikt zwischen den USA und Venezuela. Zudem galt es hierzulande als auch in den Vereinigten einige Konjunkturdaten im Auge zu behalten. Im Fokus stehen heute insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls), welche wichtige geldpolitische Impulse hervorbringen könnten.
DAX
Geopolitische Risiken zwischen den USA und Venezuela lassen rasch nach – Unsicherheiten dürften aber bestehen bleiben
Die geopolitischen Entwicklungen im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela haben Anleger zu Jahresbeginn umgetrieben. Die Sorgen um eine weitere Eskalation befindet sich allerdings wieder zunächst aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten die USA das Land mit den weltweit höchsten Ölvorkommen attackiert und den Staatspräsidenten Nicolás Maduro in Gewahrsam genommen.
Zuerst hatte Trump immer wieder mit einem erneuten Angriff auf das Land gedroht. Doch ein zweiter Angriff sei laut ihm nun vorerst abgesagt. Dabei verwies er auf die Freilassung von politischen Gefangenen in dem Land und die gute Zusammenarbeit beider Länder unter anderem in Sachen Infrastruktur bei Öl und Gas.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag im vergangenen Monat bei 47,9 Zählern und damit unter den im Vorfeld getätigten Erwartungen (48,3 Punkte), nach 48,2 Zählern im Vormonat. Besagter Index wurde am Montag publiziert.
Vorläufige Zahlen zur deutschen Inflation signalisieren deutlichen Rückgang
Vorläufige deutsche Inflationszahlen signalisierten einen weiteren Rückgang der Teuerung. Mit 1,8 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat) lagen diese unter den Schätzungen (2,0 Prozent), nach 2,3 Prozent im Vormonat.
Das Pendant zum ISM-Einkaufsmanagerindex im Servicebereich konnte jedoch mit 54,4 Punkten die im Vorfeld getätigten Schätzungen (52,3 Punkte) deutlich übertreffen, nach 52,6 Punkten im Vormonat.
ADP-Daten unter den Erwartungen
Einen ersten Appetizer auf die heutigen US-Jobdaten gaben am Mittwoch bereits die ADP-Beschäftigungsdaten ab. So wurden in der Privatwirtschaft 41.000 Stellen hinzugefügt. Erwartet wurde allerdings ein Stellenplus von 47.000 Einheiten, nachdem im Monat zuvor 32.000 Stellen abgebaut wurden.
Ökonomen erwarten Stellenplus von 60.000 Einheiten außerhalb der US-Landwirtschaft
Aktuellen Schätzungen zufolge erwarten Ökonomen ein Stellenplus außerhalb der US-Landwirtschaft von 60.000 Einheiten (Dezember: 64.000 Stellen.)
Für die Arbeitslosenquote wird eine Rate von 4,5 Prozent erwartet und damit eine Reduzierung um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat.
Abschließend gilt es am Nachmittag noch vorläufige Daten zur Verbraucherstimmung (Uni Michigan) zu beachten (16:00 Uhr).
Dow Jones Industrial Average Index





