Geprägt waren die vergangenen Handelstage durch die Entwicklungen im Handelsstreit, der EZB-Notenbanksitzung und der laufenden Berichtssaison. Unter dem Strich dürften Anleger insbesondere nach wie vor auf eine Einigung in letzter Minute im Zollkonflikt zwischen den USA und der EU hoffen.
Ihre Schatten vorauswerfen könnte zudem schon bald die für den kommenden Mittwoch angesetzte Fed-Notenbanksitzung.
DAX
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Zolldeal zwischen USA und Japan euphorisiert Anleger – Hoffen auf „Last-Minute-Deal“ zwischen USA und EU
Für Aufsehen sorgte in der ersten Wochenhälfte der verkündete Deal im Zollstreit zwischen den USA und Japan. Laut Trump habe man sich auf „gegenseitige“ Zölle von 15 Prozent geeinigt. Zudem werde Japan auf seine „Anweisung“ hin 550 Milliarden Dollar in die USA investieren, so der US-Präsident.
Die Hoffnung, dass der jüngste Deal als mögliche Blaupause im Handelsstreit zwischen den USA und der EU fungiert, ist groß.
EZB-Einlagezins bleibt bei 2,0 Prozent – Unsicherheit unter anderem wegen Handelskonflikten
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstagnachmittag wie erwartet nicht an den Zinsschrauben gedreht und damit nach sieben Senkungen in Serie eine Zinspause eingelegt. Der Einlagezins liegt damit weiterhin bei 2,0 Prozent. Laut Meinung der Notenbank sei das Umfeld „nach wie vor außergewöhnlich unsicher, vor allem aufgrund von Handelskonflikten“, hieß es.
Eine größere Überraschung stellte die Entscheidung nicht dar. Neben der Unsicherheit im Zollstreit war auch die Teuerung in der Eurozone zuletzt deutlich zurückgegangen. Im Juni lag die Rate bei 2,0 Prozent und damit so hoch wie die EZB im Mittel anpeilt.
„Wir sind gut positioniert, um abzuwarten und mit den turbulenten Wassern, die auf uns warten, umzugehen“, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
In den USA entscheidet die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) planmäßig am kommenden Mittwochabend (20:00 Uhr) über das zukünftige Zinsniveau.
Einkaufsmanager fallen dies- und jenseits es Atlantiks gemischt aus
Der Wirtschaftsdatenkalender brachte erst am Donnerstag mit zahlreichen Einkaufsmanagern wichtige Impulse hervor. Besagter Index (HCOB) fiel für das verarbeitende Gewerbe als auch Gesamt schlechter aus als erwartet, während der Dienstleistungsbereich knapp die Erwartungen übertreffen konnte.
Für den Euroraum konnten hingegen der Gesamtindex als auch der Dienstleistungsbereich besser performen als erwartet. Das verarbeitende Gewerbe blieb hinter den Erwartungen.
Auf US-amerikanischer Seite hingegen fiel der Dienstleistungsbereich besser aus, während der Sektor des verarbeitenden Gewerbes die im Vorfeld getätigten Schätzungen nicht erfüllen konnte.
ifo-Index bleibt unter den Erwartungen – US-Konjunkturdaten am Nachmittag im Blick
Am heutigen Freitagvormittag sorgte zudem der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex für Aufsehen, welcher sich mit 88,6 Punkten nach 88,4 Zählern im Vormonat deutlich verbessern konnte. Allerdings wurde im Vorfeld ein Wert von 89,0 Punkten erwartet. "Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft bleibt blutleer", hieß es von ifo-Chef Clemens Fuest.
Zudem könnten die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA am heutigen Nachmittag wichtige Impulse senden (14:30 Uhr).
Volkswagen kämpft mit US-Zöllen – Prognose nach unten korrigiert
In der Berichtssaison sorgte der Autobauer Volkswagen (ISIN: DE0007664039) hierzulande für lange Gesichter. Der Betriebsgewinn für das zweite Quartal brach um rund 30 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro ein. Wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump wurde zudem die Prognose gekappt. VW rechne nach Angaben vom Freitag nur noch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau, hieß es. Zuvor wurde ein Anstieg um bis zu fünf Prozent für möglich gehalten.
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Dow Jones Industrial Average Index
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