Geprägt waren die vergangenen Handelstage insbesondere durch die Leitzinsentscheide der Federal Reserve (Fed) und Europäische Zentralbank (EZB) sowie durch die laufende Berichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks.
Für Erleichterung dürfte nicht zuletzt auch eine Einigung im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt gesorgt haben.
DAX
Handelsstreit zwischen USA und China entspannt sich – Washington und Peking erzielen Einigungen
Eine weitere Verschärfung des Zollkonflikts zwischen Washington und Peking scheint vorerst abgewendet. Jüngst hatte US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle in Höhe von 100 Prozent auf chinesische Waren ab Anfang November angedroht.
Nach einem Gespräch zwischen Trump und Xi habe man sich etwa darauf geeinigt, dass die chinesische Seite ihre Exportbeschränkungen für Seltene Erden für ein Jahr zunächst nicht verschärfen werden. Trump kündigte an, die Fentanyl-Zölle auf chinesische Produkte um 10 Prozentpunkte zu senken.
US-Notenbank senkt Leitzinsniveau – Dezember-Zinssenkung bleibt fraglich
Wie erwartet hat die US-Notenbank am Mittwochabend an den berüchtigten Zinsschrauben nach unten gedreht und das Leitzinsniveau um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent reduziert.
Allerdings war ein klares Bekenntnis durch Powell in Sachen weiterer Zinssenkung im Dezember ausgeblieben. Diese sei „keineswegs eine ausgemachte Sache, ganz im Gegenteil“, hieß es. Kurzfristig seien die Inflationserwartungen aufwärtsgerichtet. Gleichzeitig schwäche sich der Arbeitsmarkt nicht ab. Die daraus resultierende Unsicherheit spreche für ein vorsichtiges Agieren, hieß es weiter.
Zum 1. Dezember kündigte der Währungshüter allerdings an, die Maßnahmen zur Bilanzverkürzung beenden zu wollen.
Deutsches BIP wächst im dritten Quartal nicht EZB mit Zinspause
Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal des Jahres nicht gewachsen. Das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte auf dem Level des Vorquartals. Im Frühjahr war das BIP noch um 0,2 Prozent gesunken.
Für keine größere Überraschung hatten am Donnerstagnachmittag die europäischen Kollegen gesorgt.
Wie erwartet beließ die Europäische Zentralbank (EZB) den sogenannten Einlagenzins bei 2,0 Prozent. Nach Zinspausen im Juli und September hatte die EZB zuvor insgesamt acht Mal in Serie an den Zinsschrauben nach unten gedreht.
Inflation in der Eurozone rückläufig – US-Preisdaten am Nachmittag im Blick
Die Eurozonen-Inflation ist einer ersten Schätzung zufolge im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat im Mittel um 2,1 Prozent gesunken, wie das EU-Statistikamt Eurostat Freitag mitteilte. Im Vorfeld wurde mit einer Rate von 2,2 Prozent gerechnet.
Am heutigen Nachmittag sollten Anleger last but not least die US-Preisdaten im Auge behalten. Erwartet wird die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben (13:30 Uhr), welche wichtige Inflationssignale abgeben dürften.
Amazon glänzt mit starkem Cloud-Geschäft – Apple rechnet mit bestem Weihnachtsgeschäft in der Unternehmensgeschichte
In der Berichtssaison jenseits des Atlantiks konnte etwa Amazon (ISIN: US0231351067) mit einem starken Cloudgeschäft glänzen. Dabei dürfte der steigende Bedarf an Rechenkapazität für Künstliche Intelligenz (KI) Rückenwind gegeben haben. Die Erlöse waren im dritten Quartal um 13 Prozent auf 180,2 Milliarden Dollar gestiegen. Der Gewinn zog um rund 39 Prozent auf über 21 Milliarden Dollar an.
Amazon

Apple (ISIN: US0378331005) rechnet aktuell mit dem bis dato besten Weihnachtsgeschäft in der Unternehmensgeschichte. Im vergangenen Quartal hat der Konzern im Jahresvergleich trotz des Zollstreits mit China seinen Umsatz auf 102,5 Milliarden Dollar steigern können.
Apple

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