Anleger dies- und jenseits des Atlantiks blicken trotz Inflationsrisiken und geopolitischen Unwägbarkeiten insgesamt auf ein positives Börsenjahr 2025 zurück. Auch im Jahr 2026 könnte insbesondere die KI-Fantasie als eines der Kurstreiber fungieren, wobei Sorgen über ein Platzen einer möglichen Blase nicht vernachlässigt werden sollten.
Mit über Wohl und Wehe dürfte die Geldpolitik der großen Notenbanken Fed und EZB als auch die Entwicklungen wie etwa im Ukraine-Russland-Konflikt entscheiden. Feiertagsbedingt waren die Handelsplätze am Mittwoch (Silvester) und am Donnerstag (Neujahr) geschlossen.
Zum Wochenabschluss und damit am ersten vollständigen Handelstag im neuen Jahr 2026 dürften die Handelsumsätze womöglich noch überschaubar ausfallen.
DAX
Fed-Protokolle signalisieren Unsicherheit der Notenbanker bei Zinssenkung auf Dezember-Sitzung
Die am späten Dienstagabend veröffentlichten Fed-Protokolle in den USA signalisierten Unsicherheit der Notenbanker bei der Zinssenkung auf der Dezember-Sitzung. So hatten zahlreiche Befürworter der Zinssenkung eingeräumt, dass sie „angesichts der verschiedenen Risiken für die US-Wirtschaft auch dafür hätten sein können, den Zielbereich unverändert zu lassen“, hieß es laut Protokoll.
Auf der Sitzung am 9. und 10. Dezember hatte die Fed den Leitzins um insgesamt 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt und damit zum dritten Mal in Serie. Insgesamt sprachen sich sechs Notenbanker gegen den Zinssenkungsschritt aus und zwei stimmberechtigte Mitglieder legten ein Veto ein. Begründet wurde die Uneinigkeit unter anderem wegen der nicht vollständigen Wirtschaftsdaten wegen des „Government Shutdowns“ in den USA.
Am 27. und 28. Januar will die Fed das nächste Mal planmäßig zusammenkommen, um über die zukünftige Geldpolitik zu entscheiden.
Chinesische Einkaufsmanagerindizes lassen Anleger auf Erholung der Wirtschaft hoffen
Die Einkaufsmanagerindizes für den Monat Dezember haben eine Rückkehr in den Wachstumsbereich signalisiert. In diesem Zusammenhang dürften Anleger auf eine Erholung der chinesischen Wirtschaft hoffen.
Der Index für das verarbeitende Gewerbe kletterte auf 50,1 Punkte (49,2 Punkte) und das Pendant für den nicht-verarbeitenden Sektor auf 50,2 Punkte (zuvor: 49,5 Punkte).
Einkaufsmanager hierzulande und Eurozone für das verarbeitende Gewerbe schwächeln
Die finalen Einkaufsmanager (HCOB) für das verarbeitende Gewerbe hierzulande lagen neuesten Zahlen zufolge im Dezember bei 47 Zählern, nach 48,2 Punkten im Vormonat und damit unter den Erwartungen (47,7 Punkte). Das Pendant für die Eurozone lag bei 48,8 Punkten, nach 49,6 Zählern im Vormonat (Schätzung: 49,2 Punkte).
Die Werte für die Vereinigten Staaten (S&P Global) werden am Nachmittag um 15:45 Uhr erwartet.
So richtig an Fahrt aufnehmen dürfte der Handel womöglich erst am Montag. Als eines der Wochenhighlights warten auf Anleger unter anderem die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls), welche am Freitag veröffentlich werden sollen.




