Die vergangene Handelswoche war geprägt durch die Hoffnung auf einen zeitnahen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg, Spekulationen auf US-Leitzinssenkungen und der laufenden Berichtssaison. Zum Wochenabschluss wartet in einem insgesamt überschaubaren Konjunkturkalender abermals eine Rede durch einen Fed-Vertreter. Bereits jetzt könnten Marktteilnehmer zudem der für die kommende Woche anstehenden Veröffentlichung frischer US-Inflationsdaten entgegenfiebern.
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Anleger hoffen auf Friedensgespräche zwischen Putin und Trump im Ukraine-Konflikt
Für gute Stimmung sorgte nicht zuletzt die Nachricht darüber, dass es zu einem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und US-Präsident Trump kommen soll. Mögliche Friedensgespräche könnte die Risikobereitschaft der Marktakteure beflügeln.
Fed-Notenbank nähren Aussicht auf mögliche Zinssenkungen in den USA
Zudem äußerten sich einige Notenbank-Vertreter, welche die Hoffnungen auf Zinssenkungen im laufenden Jahr am Leben hielten.
Mary Daly, Chefin des Notenbankablegers aus San Francisco sagte, dass die Federal Reserve ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten womöglich anpassen müsse. „Ich halte eine weitere Verlangsamung für unwillkommen, zumal wir wissen, dass der Arbeitsmarkt, wenn er einmal ins Stocken gerät, in der Regel schnell und heftig einbricht“, so Daly.
Neel Kashkari von der Minneapolis-Fed sagte in dieser Woche gegenüber Sender CNBC: "Die Konjunktur verlangsamt sich, und das bedeutet, dass es in naher Zukunft angebracht sein könnte, mit Anpassungen zu beginnen."
Deutsche Exporte ziehen trotz US-Zollstreit an - Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen
Die deutschen Exporte sind trotz des Zollstreits um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 130,5 Milliarden Euro angestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Rückgang der Exporte in die USA wurde durch die Nachfrage aus der EU nebst China kompensiert, hieß es.
Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe lagen in der vergangenen Woche bei 226.000 Einheiten, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Kritisch wird die Schwelle von 270.000 Einheiten angesehen, welche eine negative Trendwende am Jobmarkt einleiten würde.
Am heutigen Freitag könnte zudem eine Rede durch Fed-Mitglied Alberto Musalem (16:20 Uhr) bewegen.
Ebenfalls könnten auch die US-Inflationsdaten, welche für den Dienstag erwartet werden, ihre Schatten vorauswerfen. Die Aussicht auf sinkende Kapitalmarktzinsen in den USA dürfte den Risikoappetit möglicherweise beflügeln.
Bayer kämpft mit Wechselkurseffekten
In der Berichtssaison sorgten etwa durchwachsene Zahlen von Bayer (ISIN: DE000BAY0017) für Aufstehen. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern sehe weitere Risiken durch die Entwicklung der Wechselkurse. Auch auf die US-Rechtsstreitigkeiten wurde verwiesen.
"Wir haben unsere Wechselkurserwartungen auf Basis der Kurse im Juni angepasst. Durch die weitere Abwertung des US-Dollars sowie schwächere Währungen in Brasilien und China erwarten wir signifikanten Gegenwind für Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr“, so Finanzchef Wolfgang Nickl am Mittwoch.
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